Kann ein Staubsaugerroboter eine Putzfrau ersetzen?

DieseFrage hätte ich noch vor gut 2 Monaten mit "Nein, auf keinen Fall." beantwortet. Doch nachdem ich den Roomba 581 ausführlich getestet habe, behaupte ich nun das Gegenteil. Wie kommt dieser Sinneswandel? Ich möchte im Folgenden Artikel alle gesammelten Daten, Vor- und Nachteile zum Staubsauger Roboter Roomba zur Verfügung stellen und auswerten, so dass wirklich jeder Chef erkennt, dass Roomba als Roboter und Staubsauger in der Tat nicht nur die Zeit der Reinigungskräfte verkürzt, sondern auch darüber hinaus noch Geld spart. Böse Zungen behaupten sogar, das Roomba wesentlich sauberer und gründlicher arbeitet als eine bisherige Putzkraft, das liegt dann wohl an der Reinigungsfrau oder besser dem, der sie ausgesucht und eingestellt hat.

Bild: OpenClipartVectors / pixabay.com

Kann ein rundes Gerät eine Ecke reinigen?

Die Befürchtung der meisten Reinigungsexperten, so auch die meiner Frau. Die Antwort: Ja, nachdem ich Roomba sehr argwöhnisch beobachtet und skeptisch getestet habe, kann ich feststellen, dass Roomba keine runde Grundfläche besitzt.

Aufgrund einer kleinen rotierenden und ausgelagerten Bürste (im Video erkennbar), mit 5 flexible Bürstenarmen, ist der runde Staubsaugerroboter in der Lage, in jede Ecke mit einer Drehbewegung diese etwa 5 cm ausgelagerte Reinigungsbürste einzufahren, um dort zu reinigen. Perfekt, ich glaube so sauber und exakt bekommt das kein Lappen, Schrubber oder eine Klatsch hin.

Den Roomba 581 mit der HomeBase laden

Der komplette Ladevorgang von Roomba dauert in etwa 2 h 40 min. Wobei die Bedienungsanleitung auch von einer 16-stündigen Ladezeit berichtet, welche ab und an automatisch von Roomba in Anspruch genommen wird.

Staubsauger Roboter roomba 581 wird an homebase geladenRoomba kann auf zwei Varianten geladen werden. Einerseits durch das direkte Anschließen des Netzkabels, andererseits durch manuelles oder automatisches Andocken an der HomeBase.

Befindet sich nach dem Reinigungsvorgang im entsprechenden Zimmer keine HomeBase, so soll Roomba laut Hersteller automatisch abschalten und in den Ruhezustand versetzt werden. Ich konnte jedoch auch schon ein anderes Verhalten beobachten. Roomba schaltete nicht ab, sondern reinigte das Zimmer so lange, bis der Akku entladen war und der Staubsauger stehen blieb. Diese Beobachtung wurde jedoch von mir bisher nur unregelmäßig und sehr selten gemacht.

Wenn Roomba keinen Strom mehr hat

Irgendwann ist auch Roomba schlapp und müde, doch das wird unzureichend durch den zentral platzierten Knopf auf Roomba mittels der roten Farbe signalisiert. Hier fehlt einfach die an anderer Stelle beschriebene Statusanzeige. Sieht man diese rote Farbe und Roomba steht bereits, hat Roomba nicht mehr ausreichend Energie zur Verfügung, um sich selbstständig an der HomeBase anzudocken, so wie er es nach dem Druck auf den Dock gewöhnlich tut.

Der Hersteller hätte hier doch eine gewisse Reserveenergie vorhalten müssen, um dieses doch geniale Gerät hier nicht ohne Strom und Energie irgendwo in den weiten der Zimmer und Flure leblos stehen zulassen.

Reinigungszeiten und Geschwindigkeit des Saugerroboters

Laufzeit in Minuten abhängig von Quadratmetern
Raum Fläche in m² Zeit in Min. Bemerkungen
Büro 1 12 45  
Büro 2 20 65 sehr verwinkelt
Archiv 4 >10  
Seminarraum 36 70 keine Hindernisse
Empfang 16 55 viele Ecken und Kanten

 

Härtetest für Roomba

Ingesamt ca. 80 m² - dann war pumpe. Die Fläche kann variieren, je nach Gegebenheiten. Der LED-Knopf auf Roomba leuchtete dann rot und Roomba sagt mir, ich solle ihn laden.

Einen Namen für Roomba finden?

Eine meiner ersten Tätigkeiten, um Roomba in unsere Familie aufzunehmen war, ihm (es ist ein Junge ;-) - so können wir beweisen, dass Männer besser und sauberer sind als Mädchen) einen Namen zu geben, aber alles hörte sich igrnedwie altmodisch oder unpassend für unser Hightechkumpel an, daher bekam er den Namen Roomba, so wie es auch auf der Verpackung stand. Allerdings sprechen wir es nicht englisch / amerkikanisch aus, sondern deutsch. Willkommen Roomba (Rommba, sprich: komm [r anstelle k] + Bad [ohne d])

Welche Oberflächen kann Roomba reinigen?

Roomba erkennt aufgrund von Sensoren mit welcher Fußbodenart er es zu tun hat. Ob Teppich, Steinfußboden oder Parkett, Laminat oder Beton, Roomba sucht entsprechend das richtige Reinigungswerkzeug und reinigt den Fußboden.

Extrem verunreinigte Fußböden oder Oberflächen

Ein Sensor teilt Roomba mit, wenn eine Stelle im Raum eine besondere Reinigung benötigt. Auf dem Gerät ist dann eine blaue Lampe erkennbar, welche mitteilt, dass Dreck entdeckt (dert detected) wurde. Roomba nutzt an dieser Stelle ein Zusatzreinigungsprogramm, welches die betreffende Stelle gründlicher reinigen lässt. Diese Funktion kommt sehr häufig auf Türabtretern oder Teppichen zum Einsatz.

Kann Roomba auch andere Oberflächen reinigen?

Als Mann bin ich schnell auf den Gedanken gekommen, auch andere Oberflächen oder Gegenstände von Roomba reinigen zu lassen. So habe ich ihn versuchshalber auf die Couch gesetzt, um die auch dort notwendige Reinigung zu beschleunigen. Roomba sackt dort jedoch extrem ein, so dass die Software eine nicht akzeptabel Oberfläche erkennt. Ich werde wieder per Sprache durch Roomba gebeten, ihn an einen anderen Ort zu setzen. Schade, dummerweise hat Roomba den statisch aufgefangenen Staub an seiner Unterseite auf meinem Sofa hinterlassen. Ich verstehe das mal als kleinen Denkzettel und ziehe daraus meine Lehren. Roomba ist für den Fußboden da und zwar nicht für einen bestimmten, sondern alle Arten von Fußböden kann er reinigen. Roomba ist nicht für Sitzmöbel zu gebrauchen.

Und es geht doch...

Übrigens konnte ich erfolgreich meine kleine Arbeitsplatte in der Werkstatt reinigen, ist zwar so auch nicht im Handbuch vorgesehen, jedoch nichts anderes wie ein kleiner Fußboden, der vorne, links und rechts durch einen Abgrund begrenzt wird, womit Roomba übrigens kein Problem hat (Erläuterung in gesondertem Abschnitt).

Auch unproblematisch war das Treppenpodest zwischen zwei Etagen. Es ist zwar nicht besonders groß, dafür ist Roomba schneller fertig. Funktioniert also auch.

Auch die Terrasse mit sehr glatten Terassenfliesen hat er problemlos gereinigt, hier wird sicher das Problem bei der kleinen Reinigungsbürste liegen, die sich auf derartigen Oberflächen schneller abnutzt als im Haus auf Granit oder Laminat.

Roomba mags trocken

Mit Nässe oder Flüssigkeiten hat Roomba ein Problem, aber dafür hat iRobot einen Nassreiniger entwickelt, den Scooba.

Hindernisse aus dem Weg räumen

Die erste Feststellung mit meinem neuen Staubsaugerroboter: Roomba kann schwarze Oberflächen nicht als Hindernis erkennen, er fährt also ohne vorher die Geschwindigkeit durch das eingebaute Programm zu drosseln gegen dunkle, dunkelbraune oder schwarze Möbel, Türen oder Fußleisten. Das könnte auf Dauer für die Möbel unvorteilhafte Folgen haben, aber auch bei unserem kleinen Staubsauger Roomba die eine oder andere Schramme oder Beule hinterlassen.

In der Bedienungsanleitung steht eindeutig geschrieben, dass Hindernisse wie Kabel, Münzen, Läufer oder kleinere Teppiche besser aus den Weg zu räumen sind. Genau das kann ich bestätigen, es lohnt sich einfach die Zeit, derartige Gegenstände aus der Bahn von Roomba zu entfernen, so dass Roomba schneller reinigen kann, sich darüber hinaus auch nicht in den Gegenständen verfängt oder verheddert. Mit einem blauen Auge bin ich bei unserer Lavalampe und den vom Tisch herunterhängenden Stecker davon gekommen. Roomba hatte diesen während seiner Arbeit gepackt und samt der Lampe vom Tisch gerissen. Gott sei Dank nix passiert.

Sicherheitssoftware verhindert verfangen und Kabelsalat

Roomba hat laut Hersteller eine Software integriert, welcher Kabelsalat oder einfach nur Kabel auf dem Fußboden erkennt, um Roomba in den Rückwärtsgang davor zu bewahren. Roomba fährt also kurzzeitig in das Malheur, erkennt es jedoch schnell und setzt zurück. Es ist jedoch nur eine Software, welche nicht jeder Konstellation und Kabelsorte erkennt, um richtig zu reagieren. Besser ist es Kabel von Computern, Babyspielzeug, kleinere Teppiche oder Brücken vor der Reinigung zu entfernen, dass würde man ja auch bei einem normalen Staubsauger tun. Wenn ich also richtig saubermache, spielt es keine Rolle, mit welchem Gerät ich es tue, wichtig ist, dass ich immer vorher alles hoch stelle und beiseite räume. So sollte es dann auch bei Roomba sein, nur mit dem Unterschied, dass ich bei der Reinigung selbst nicht dabei bin.

Roomba Praxistipp: Den zu reinigenden Raum vorher aufräumen, Stühle hoch stellen, auf dem Boden liegende lose Gegenstände beseitigen, Kabel hoch hängen oder entfernen und so die Reinigungsdauer von Roma senken. Denn er ist schneller, wenn er an einem Stück geradeausfahren kann, als wenn er ständig um Hindernisse herum oder rückwärts fahren muss.

Roomba kann tanzen

Dies meine ich selbstverständlich im übertragenen Sinne und zwar besitzt Roomba eine sehr gute Software zum Erkennen von Möbeln und entsprechenden Konturen der Möbel. So kann der Staubsauger automatisch um ein Tischbein oder Stuhlbein fahren, so dass das Hindernis maximal umreinigt wird. Darüber hinaus erkennt Roomba Kanten von Möbel, auch unebene oder elliptische Kanten und korrigiert beim Entlangfahren automatisch seine Richtung, so dass auch gebogene oder geschwungene Möbelkanten wie etwa ein Sideboard perfekt umfahren und entsprechend gereinigt werden kann.

Fällt Roomba in den Keller oder die Treppe runter?

Kurze Antwort: Nein, ein kleiner Sensor erkennt Abgründe sowie Höhenunterschiede und lässt Roomba sofort umkehren. Es ist jedoch immer wieder lustig anzusehen und mit Nervenkitzel verbunden, wenn offenbar auf die Treppe zu fährt. Wird er es diesmal auch erkennen oder fährt er weiter?

Roomba kann sich auch festfahren

Diese Erkenntnis musste ich leider auch machen, einige Haushaltsgegenstände oder Büroeinrichtungen bereiten da große Probleme. Bei uns sind es die Küchenstühle, welche als Füße ein gebogenes Metallgestell aus Edelstahl haben. Dies ist nahe dem Fußboden durch Verstrebungen verstärkt worden. Genau auf diesen Verstrebungen am Fußboden fährt Roomba auf und kann sich nach einigen Malen hin und her nicht selbst befreien. Dann blinkt seine Kontrollrechte rot und er sagt mir, ich solle ihn an einen anderen Ort bringen. Auch unser Wäscheständer hat eine Verstärkung im Fußbodenhöhe, welche Roomba regelmäßig Probleme bereitet.

Roomba PraxisTipp: Stühle hoch und Wäscheständer weg, dann geht's mit Roomba schneller. Denn nix ist ärgerlicher als ein gestrandeter Staubsauger, wenn man nach Hause kommt und glaubt der Kamerad sei fertig mit der Arbeit.

Roomba kann sprechen

Nicht erschrecken, aber der Staubsaugerroboter kann sogar sprechen und gibt wichtige Mitteilungen, Fehlermeldungen oder Anweisungen an sein Herrchen. Bisher hatte ich jedoch nur in englischer Sprache mit ihm zu tun, nach gut zwei Monaten Versuchszeit, habe ich in der Bedienungsanleitung zufällig gelesen, dass man Roomba auch Deutsch sprechen lassen kann.

Roomba PraxisTipp: Schon blöd, man sollte sich also die Bedienungsanleitung, sei sie noch so klein, vorher auf jeden Fall auch mit der Tabelle möglicher Fehlermeldungen durchlesen.

Lighthouse oder Wall ist hier die Frage

Zusatzgerät zum roomba virtuell wall zur Abgrenzung sensibler BereicheAbhängig vom gewählten Roombapaket werden unterschiedlich viele Zusatzgeräte und Zubehörteile mitgeliefert. So zum Beispiel die Lighthouses (Leuchttürme), welche eine Doppelfunktion für Roomba erfüllen können. Zum einen dienen sie Roomba zur Navigation von Raum zu Raum, so dass der Staubsaugerroboter am Stück bis zu vier Räume (in der Variante Roomba 581) reinigen kann. Zum anderen kann das Ligthouse auch als Abgrenzung oder Sperre (Wall) für Roomba verwendet werden. So können sensible Bereiche, Vitrinen oder Regale von der Reinigung komplett ausgespart werden.

Wie auf dem Bild ersichtlich, ist das Gerät zwei in einem Punkt durch einen Schieberegler kann der Benutzer entscheiden, welche Funktion er gerne haben möchte. Entweder die Funktion oder die Leuchtturmfunktion, um Roomba nach dem Reinigen des Raumes in den nächsten Raum zu führen.

Der kleine Staubsauger kann auch mehrere Räume nacheinander reinigen

Besonders interessant ist die Funktion als Lighthouse ( Leuchtturm), was ich auch sofort ausprobiert habe. Dabei musste ich jedoch feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, Roomba wirklich von einem Zimmer zum anderen navigieren zu lassen.

Wichtig dabei ist: Zunächst alle Gegenstände wie HomeBase und Lighthouses zu platzieren, bevor Roomba gestartet wird. Nachträglich aufgestellte Lighthouses werden von Roomba in der Regel nicht beachtet.

Roomba PraxisTipp: Während der Arbeit beziehungsweise dem Reinigungsprozess von Roomba dürfen die einst aufgestellten Lighthouses nicht versetzt oder entfernt werden. Dies verhindert die korrekte Navigation von Roomba zurück zu seiner HomeBase.

So beginnt Roomba zunächst den Raum zu reinigen, wo seine HomeBase und er selbst platziert sind. Anschließend navigiert er durch die Tür, welche mittels eines Lighthouse vom Nachbarraum abgegrenzt ist. Nun beginnt er den zweiten Raum zu reinigen. Befindet sich in diesem Raum eine weitere Lighthouse, so navigiert Roomba auch durch diese Tür und beginnt im nächsten Zimmer den Reinigungsprozess. Da im Lieferumfang insgesamt drei Lighthouses enthalten sind, kann man einen weiteren Raum in die Reinigungskette aufnehmen.

Roomba PraxisTipp: Doch vorsichtig, Roomba kann nicht unbeschränkt reinigen und kehrt zu seiner HomeBase zurück, wenn er Strom braucht und laden möchte. Das bisher gereinigte Programm ist allerdings dann gelöscht und Roomba weiß nicht mehr in welchem Raum der schon wie viel gereinigt hat. Wenn man ihn beim Reinigen nicht beobachtet, wird er irgendwann an der HomeBase stehen und niemand weiß wo und wie viel von den angedachten Räumen noch gereinigt werden muss. Schade eigentlich. Hier empfiehlt sich der Wischtest mit der Hand. Geht aber bei uns auch nicht mehr, da Roomba regelmäßig reinigt, so dass eben wenig Staub in den Räumen liegt, dann hilft der beste Wischtest nix mehr.

Lighthouses nicht immer nötig

Meine Erfahrung: Häufig geht´s schneller, wenn man Roomba anpackt und in einen Raum trägt. Wenn er dort seine Arbeit beendet hat, setzt man ihn manuell in den nächsten Raum. Das erspart das ständige Transportieren der Ladestation (HomeBase) sowie der Leuchttürme (Lighthouses) von Zimmer zu Zimmer oder von Etage zu Etage. Man bekommt nach einiger Zeit ein Gefühl für die Arbeitsdauer von Roomba in entsprechend großen oder kleinen Zimmern, so dass man nach ein bis zwei Monaten recht gut abschätzen kann, wie lange Roomba noch benötigt oder wie viele Räume ich in einer bestimmten Zeit in der beschriebenen Weise reinigen kann.

Machen sich die Lighthouses gegenseitig an?

Ich hatte einige Male das Gefühl, dass die Leuchttürme sich gegenseitig irritierten bzw. eingeschaltet haben. Wenn ich diese drei batteriebetriebenen Zusatzgeräte für Roomba zusammen abgestellt habe, stellte ich in unregelmäßigen Abständen fest, dass die grünen Kontrollleuchten der Lighthouses brannten, welches ein Zeichen für Aktivitäten oder Inbetriebnahme war. Vielleicht bekomme ich irgendwann vom Hersteller oder dem Vertrieb diesbezüglich eine Nachricht und kann diesen Artikel dahingehend erweitern.

Soweit die Theorie, mittlerweile habe ich festgestellt, dass die Lighthouses nur dann alle angehen, wenn sich Roomba in der Nähe befindet und eingeschalten ist. Das bemerken die kleinen schwarzen Leuchttürme scheinbar und gehen alle an. Auf Dauer hilft das nicht Batterien zu sparen, also immer schön weit weg von Roomba und seiner HomeBase lagern.

Schmutzbehälter leeren nicht vergessen

Bei aller Technik und Automatisierung der Reinigung sollte man das Säubern und Entfernen der aufgesaugten Schmutzpartikel nicht vergessen. Roomba hat dazu einen Behälter, der auch mit entsprechenden Filtern ausgestattet ist. Viele Anwender und Roombabegeisterte schreiben im Netz, das Roomba plötzlich zur HomeBase fährt und niemand weiß warum. Hinterher stellte sich sehr häufig heraus, dass schlicht und einfach der Behälter für den Schmutz voll war und entleert werden musste. Aus meiner Sicht ist der Behälter im Vergleich zu einem normalen Staubsauger sehr klein, jedoch wurde ich von der Zweckmäßigkeit und der ausreichenden Größe durch meinen Test überzeugt. Wenn ich die Räume und Zimmer regelmäßig auch nass reinige, sammelt sich verhältnismäßig gesehen wenig Schmutz an, so dass die Trockenreinigung von Roomba mit dem integrierten Behälter für Schmutz nicht zu einem ständigen Überlaufen des Schmutzbehälters führt. Anders sieht es dagegen aus, wenn sich Tiere im Haus befinden und Roomba regelmäßig Katzenhaare oder Hundehaare entfernen muss.

Integrierter Griff ist zweckmäßig

Wer mehrere Etagen von Roomba gereinigt haben möchte, wird nicht um den Transport des kleinen Helfers herumkommen. Dazu hat der Hersteller einen sehr zweckmäßig angebrachten Griff in das Gerät integriert, so dass man das kleine Haustier recht schnell am Schlafittchen schnappen und so die Navigation mittels Lighthouses etwas reduzieren kann.

Die Fernbedienung für Roomba kann den Fernseher nicht lauter machen

Fernbedienung für den Staubsaugerroboter iRobot Roomba 581

Ja, richtig gelesen. In der Version Roomba 581 gibt´s eine Fernbedienung dazu. Mit der kann man den Hund ärgern, indem man Roomba hinter ihm her fahren lässt. Auch Babies haben in der Regel Angst vor Roomba, so auch unser Kleiner, der flippt förmlich aus und wird sehr anhänglich wenn Roomba auf ihn zu kommt. Von weitem hat er allerdings einen großen Mund, mhhh, vom wem er das wohl hat ;-)

 

Aber wozu ist die Fernbedienung wirklich nützlich? Ich benutze Sie regelmäßig, wenn Roomba dort stehenbliebt, wo ich nicht hinkomme, z.B. unter Schränken oder anderen Hindernisse.

Unschöne Charaktereigenschaften von Roomba

 

  • Nicht richtig nachvollziehen konnte ich, ob Roomba einen Pollenfilter für Allergiker oder Heuschnupfenpatienten integriert hat.
  • Die Timerfunktion von Roomba nutze ich nicht wirklich, da er ohnehin zwischen mehreren Etage getragen werden muss, so dass eine geplante Reinigung so schon nicht funktionieren würde. Außerdem startet die geplante Reinigung immer von der HomeBase, so dass der Standortraum der HomeBase sowie die angrenzenden Räume ständig gesaugt werden würden, weit entfernte Räume werde so sicher vernachlässigt.
  • Roomba bricht den Reinigungsvorgang eines Raumes ab, wenn er laden will. Er kehrt dann zur HomeBase zurück (via Lighthouses) und lädt den Akku voll. Kehrt danach jedoch nicht zu dem zuletzt gereinigt Raum, um diesen fertig zu reinigen. Daher sollte man es vermeiden, zu viele Räume oder zu viele Quadratmeter an einem Stück zu reinigen. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, maximal zwei Räume (30 - 50 m²) nacheinander durch den Einsatz der Lighthouses reinigen zu lassen.
  • Roomba stellt sich nicht immer nach dem Reinigen automatisch ab, wenn keine HomeBase in der Nähe ist oder ein Lighthouse ihm einen neuen Weg weist. Für gewöhnlich geht der kleine lustige Staubsauger einfach aus und wartet darauf, dass ich ihn an einem neuen Ort transportieren. Manchmal aber läuft er so lange, bis er keine Energie mehr hat.
  • Es kam auch schon vor, dass Roomba sich nicht mit seinen Metallkontakten an seiner Ladestation andocken konnte, er wurde schlicht nicht erkannt, auch wenn ich ihn rauf gehoben haben. Hier half nur noch die direkte Verbindung mit dem Ladekabel über seine Ladebuchse. Das Rätsel wurde recht schnell durch das unten genannte Forum und etliche dort beschriebene Beiträge gelöst, es scheint einen kleinen Wackelkontakt in dieser Ladebuchse zu geben, der von mir durch eine schnelle Reinigung behoben werden konnte.
  • Nach mehrmaligem Beobachten der Reinigungsprozesse habe ich das Gefühl bekommen, Roomba reinigt einige Stellen intensiver als andere im Raum.
  • Bestimmte Möbelkonstellationen in Verbindung mit einem Lighthouse oder/und der HomeBase bereiten Schwierigkeiten. Roomba kommt aus diesen Ecken oder der Gefangenschaft durch seine Software nicht mehr selbst heraus. Man muss ihn dann am Griff packen und woanders positionieren. Das Problem habe ich bereits mit dem Hersteller beziehungsweise dem Vertrieb in Deutschland gesprochen, es wurde mir bestätigt. An dieser Stelle sollte man es vermeiden, Lighthouses und die HomeBase zu dicht zueinander aufzustellen, gerade in Zimmerecken oder in der Nähe von versperrenden Gegenständen, wo eben durch das Zubehör und die örtlichen Gegebenheiten mit Roomba Pingpong gespielt wird. Kam aber sehr selten vor (bei tgl. Gebrauch in 2 Monaten einmal)
  • Zur Lautstärke von Roomba: Er ist insgesamt leiser als ein üblicher, gewöhnlicher Staubsauger, jedoch ist das monotone Staubsaugergeräusch von Roomba, welches sich über den Reinigungsprozess hinaus nicht ändert, sehr störend und nervig, wenn man im selben Raum arbeitet oder im benachbarten Raum sich konzentrieren möchte. Im Ganzen ist jedoch die Lautstarke akzeptabel.

Verbesserungsvorschläge für Roomba

  • Eine Digitalanzeige auf Roomba zur Fertigstellung eines Raumes in % wäre sinnvoll.
  • Außerdem eine Digitalanzeige zum Ladezustand des Akkus ist sicher nicht verkehrt.

Mein Fazit zu Roomba, unserem kleinen Saugerobotnik

Ich verachte denjenigen, der mir Roomba wegnimmt. Ich trauere, wenn Roomba gewartet werden muss oder defekt ist. Ich warte und hoffe das Roomba möglichst schnell wieder aufgeladen wird. Ich freue mich, wenn Roomba saugt und ich ihm dabei zusehen kann. Ich bin begeistert, wenn Roomba seine Arbeit erledigt hat und ich immer wieder erneut feststellen muss, dass er mindestens genauso gut und sauber gereinigt hat, wie ein herkömmlicher Staubsauger oder ein Mensch. Ich bin jedes Mal überrascht, dass Roomba sich durch unser Büro wieder zurück zur HomeBase zum Aufladen findet. Ich bekomme Angstschweiß auf die Stirn, wenn Roomba auf die Treppe zufährt, werde jedoch stets von Roomba eines Besseren belehrt. Denn seine Software und Sensoren melden meinem kleinen Freund, dass es dort steil runter geht und schicken ihn zurück. Ich fieber nach getaner Arbeit bereits auf den nächsten Einsatz von Roomba.

So könnte man obige Liste endlos fortführen und mit Gefühlswörtern das beschreiben, was man mit Roomba erlebt. Auch wenn die Liste der Nachteile etwas länger geworden ist, kann man eigentlich nicht von Nachteilen reden, daher meine Bezeichnung "unschönen Charaktereigenschaften"

Es ist einfach ein Helfer, den bei uns niemand mehr missen möchte, denn aus betriebswirtschaftlicher Sicht sourced man ja unnötige Arbeiten aus und kann in derselben Zeit wichtigere und gewinnbringendere Dinge tun. Und genau das ist es doch, was wir Menschen immer wollen, diktieren, bevormunden und delegieren, also andere Menschen mit der Arbeit beschäftigen, die wir selbst nicht tun möchten. Deswegen machen wir uns ja auch selbstständig, oder?

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