Kalkulation: Verfahren, Methoden und Ergebnisse

Unter Kalkulation versteht man alle Rechenverfahren des internen Rechnungswesens, die das Ziel verfolgen, Selbstkosten- und Angebotspreise zu ermitteln.

Bild: Peggy_Marco / pixabay.com

Wozu brauche ich Kalkulationen?

Die Bedeutung der Kalkulationen für Gründer ist nicht zu unterschätzen. Dieser Bereich darf keinesfalls vernachlässigt werden. Die Kostenentwicklung im Unternehmen muss man planen, überwachen und steuern. Es entscheidet erheblich über Erfolg oder Misserfolg eines Geschäftes. Wenn man absolut keine Übersicht seiner Kosten hat, kann man als Folge überhaupt nicht feststellen, ob das Unternehmen rentabel arbeitet.
Durch die Kalkulationen kann man:

  • erkennen, wie viel Kosten ein Unternehmen bei seiner Produktion verursacht;
  • die Stückkosten einer Ware, Dienstleistung oder eines Halbfabrikates ermitteln;
  • die Produktionskosten einer Ware pro Periode ermitteln;
  • Brutto- und Netto-Verkaufspreise ermitteln.

Welche Voraussetzungen sind nötig, um ein Kalkulationsverfahren anzuwenden?

  1. Eine saubere Kostenartenrechnung muss zuvor durchgeführt worden sein.
  2. Ein Betriebsabrechnungsbogen muss vorliegen.

Welche Kalkulationsverfahren gibt es?

Man unterscheidet folgende Kalkulationsverfahren:

  • Die Divisionskalkulation. Dabei handelt es sich um das einfachste Kalkulationsverfahren, das relativ einfach zu handhaben ist. Dieses Verfahren eignet sich nur für Einproduktunternehmen.
  • Die Äquivalenzziffernkalkulation. Hierbei werden verschiedene Produkte über einen Maßstab verglichen. Die am meisten produzierte Ware ist am wichtigsten und gilt als Hauptprodukt. Für die anderen Waren werden Äquivalenzziffern mit Bezug auf das Hauptprodukt bestimmt. Aus den Kosten für das Haupprodukt lassen sich dann die Kosten für die anderen Waren über die Äquivalenzziffern ermitteln. Diese Methode eignet sich, wenn keine Einzelkosten vorhanden sind oder wenn beispielsweise bei Sortenfertigung verschiedene, einander sehr ähnliche Produkte hergestellt werden, die sich ausschließlich durch Größe, Qualität oder Menge unterscheiden.
  • Die Zuschlagskalkulation basiert auf der Unterteilung der Kosten in Einzel- und Gemeinkosten. Sie ist das wesentliche und grundlegendste Rechenverfahren der Vollkostenrechnung und eignet sich für nahezu alle Produktions- und Dienstleistungsbetriebe.
  • Die Angebotskalkulation für Produktionsbetriebe eignet sich gleichermaßen für handwerkliche oder industrielle Produktionsbetriebe. Es stellt das grundlegende Verfahren der Kalkulation in überschaubarem Ausmaß vor, und kann individuell erweitert und an die speziellen Bedürfnisse spezifischer Branchen angepaßt werden.

Welche Methoden gibt es?

Für die Kostenbestimmung stehen sehr viele Methoden zur Verfügung, die sich im Aufwand und Kalkulationsgenauigkeit maßgeblich unterscheiden können. Es geht dabei einerseits um Methoden zur Ermittlung voraussichtlicher Einzelkosten (Kurzkalkulationsverfahren) und andererseits um Methoden zur Verrechnung von Einzel- und Gemeinkosten (Vollkostenkalkulation).

Weitere ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im eBook mit dem Titel "Kalkulation: Verfahren, Methoden und Ergebnisse" von Harry Zingel. Das eBook ist hier erreichbar.

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