Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Sehr nervig ist zunächst das englische Wort Bad Neighbourhood, was soviel wie schlechte Nachbarschaft bedeutet. Ich weiß nie, wie es richtig geschrieben wird.

Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Die Aussprache von Neighbourhood geht, aber bei der richtigen Schreibweise verlasse ich mich immer auf Google und dessen Hilfe durch das Vorschlagen mit "Meinten Sie" - also die Tippfehlerfunktion von Google. Auch Mario Fischer schreibt in seinem Buch "Website Boosting 2.0: Suchmaschinen-Optimierung, Usability, Online-Marketing" einen kleinen Absatz zu diesem Thema. Vom Prinzip her ist es klar. Hier aber noch mal sehr kurz an einem Beispiel erklärt: Das Problem zur Bad Neighbourhood oder schlechte Nachbarschaft lässt sich mit ihrer Nachbarschaft an ihrem eigenen Wohnort erklären. Stellen Sie sich vor, dort wohnte bisher immer eine seriöse, ordentliche und ansehnliche Familie, nennen wir sie Familie Meier. 2 Kinder, Hund und Garten. Frau und Mann haben einen guten Job in angesehenen Firmen. Kegelclub, Urlaub und gute Schulbildung. So wie es sich der Durchschnittsdeutsche wünscht. Sie, also guter Nachbar, helfen ab und an, was sich auf Gegenseitigkeit beruht. Man trinkt ein Bier am Gartenzaun und grillt beim Autoputzen. Eben Nachbarschaftshilfe. Alle sind zufriedenen, auch Ihre eigenen Verwandten, Ihre Freunde und Arbeitskollegen finden diese Nachbarn gut und haben nichts gegen Ihre Hilfe. Im Gegenteil, Sie werden um diese Nachbarn etwas beneidet.

Bezug zum Internet

Sie linken mit Ihrer Internetseite auf eine sehr seriöse Seite. Google findet das ok, ja sogar toll. Auch andere Seiten finden Ihre Texte und die Verweise auf die von Ihnen gewählten und angelinkten Seiten super. Sie bekommen dadurch zusätzliche positive Reputation und Backlinks.

Neue Nachbarn, neue Probleme?

Zurück zu unserem Beispiel mit den angesehenen Nachbarn Familie Meier. Aus persönlichen Gründen zieht die Familie Meier in eine andere Stadt,  vielleicht wegen einer neuen Arbeit oä. Das Haus wird verkauft und es ziehen sehr bald neue Nachbarn zur Miete ein. Keiner kennt die Leute, kommen von einer entfernten Stadt oder sogar aus dem Ausland. Was passiert wohl, wenn Sie dieser neuen Familie, Ihren neuen Nachbarn weiterhin so unter die Arme greifen wie bisher Familie Meier? Ihre Freunde und Verwandten, Bekannte und Kollegen werden die Nasen rümpfen und Fragen stellen, wie: Die sind doch neu hier? Warum hilfst du denen? Die sind dreckig, das siehst du den Kindern schon an. Arbeitslos sind die auch. Ich weiß, dass die aus der alten Wohnung raus geflogen sind und nun wollen die hier alles runter wirtschaften. Lass das lieber. Was passiert, wenn Sie trotzdem, entgegen der Meinungen und Ratschläge Ihrer Bekannten weiter helfen? Sie bekommen ebenso einen schlechten Ruf. Man sagt Ihnen nach, das sie auch dreckig und unseriös wären. Vielleicht verlieren Sie sogar Ihre eigenen Arbeit deswegen. Würden Sie das wollen?

Bezug zum Internet

Linken Sie regelmäßig auf schlechte Nachbarn, werden Sie immer mit diesen unseriösen Seiten in Verbindung gebracht. Ihnen wird ebenso eine gewisse Unseriösität angelastet, was bis zu Abstrafungen, so genannten Penalties von Google führen kann. Dann verlieren Sie womöglich Besucher und damit Traffic also Geld. Wer will das schon?

Fazit 

Meiden Sie im wirklichen Leben und im Internet Bad Neighbourhood, also linken Sie nie oder wenn nur selten und mit dem Attribut nofollow auf schlechte Nachbarn, wenn Sie es aus irgendwelchen Gründen tun müssen. Warum eigentlich? Weil Sie bei den schlechten Nachbarn vielleicht doch einen guten Hinweis, einen interessanten Text oder sogar einen guten Onlinerechner gefunden haben, den Sie nun anlinken wollen. Besser und sicherer: Nicht anlinken, nur die URL als Text zur Quelle veröffentlichen. Im nächsten Teil der Serie erfahren Sie, wie man Bad Neighbourhood ohne Hilfsmittel wie Onlinetools erkennt oder Seiten diesbezüglich einschätzen kann.



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