Große inhaltliche Diskrepanz zur Existenzgründung bei den Ministerien

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Während das Arbeitsministerium zum 1. November 2011 den Rotstift am Gründungszuschuss ansetzt und die staatlichen Leistungen kürzt, rührt das Ministerium für Wirtschaft und Technologie just zur selben Zeit die Werbetrommel für die Unternehmensneugründung. Dabei helfen gerade diese Starthilfen den Gründern, um in der Anfangsphase des neuen Unternehmens zu überleben. Denn gerade in dieser Zeit sind die Umsätze zu gering, um ausschließlich davon leben zu können. Derartige inhaltliche Widersprüche in zwei Ministerien hat es in dieser Form wohl noch nicht gegeben.

„Gründerland Deutschland“, die Existenzgründungsveranstaltung des BMWi

Während die Schimpftiraden auf die Pläne zum Gründungszuschuss von Arbeitsministerin von der Leyern noch in vollem Gange waren, gab das BMWi in Berlin den Startschuss für den Kongress „Gründerland Deutschland“. Hier sollten zahlreiche Workshops und Vorträge die anwesenden Besucher auf Existenzgründungskurs bringen .

Mit dem thematischen Schwerpunkt Social Media wurde mit Thomas Jäger von Gruendungszuschuss.de ein Experte auf diesem Gebiet eingeladen und durfte mit einer Rede überzeugen. Gruendungszuschuss.de wurde als herausragendes Beispiel für die optimale Vernetzung von Social Media, Gründungsveranstaltungen sowie persönlicher Beratung ausgezeichnet.

Das Wirtschaftsministerium zur Existenzgründung

Beim Kongress „Gründerland Deutschland“ kamen natürlich noch weitere hochkarätige Stimmen zu Wort. Unter anderem äußerte sich der Parlamentarische Staatssekretär des BMWi, Ernst Burgbacher, zur politischen Verantwortung im Rahmen der Existenzgründung.

Laut seiner Aussage muss die Politik ihre Aufgabe in diesem Zusammenhang erkennen und wahrnehmen, weshalb Aktionen wie das vom BMWi ins Leben gerufene „Gründerland Deutschland“ höchste Wichtigkeit haben.

Burgbacher geht noch einen Schritt weiter und gibt seinen Standpunkt kund, laut dem in einer funktionierenden Volkswirtschaft Existenzgründungen ein elementarer Baustein für Innovation und Arbeitsplatzschaffung sowie -sicherung sind. Nur durch Unternehmensneugründungen bliebe der Standort Deutschland attraktiv und international wettbewerbsfähig. Auch national herrsche ein hoher Stellenwert der Existenzgründung, schließlich könne sie einen wesentlichen Beitrag zum hiesigen Wohlstand und der aufstrebenden Wirtschaft leisten.

Deshalb sieht Burgbacher Veranstaltungen und Angebote wie „Gründerland Deutschland“ als obligatorische Aufgaben des BMWi. Durch derartige Kongresse erhofft er sich, mehr Menschen von der Existenzgründung zu begeistern und ihnen die notwendige Qualifikation und Hilfestellung zuteil werden zu lassen.

Zusammengefasst äußert Burgbacher, dass diesbezüglich noch mehr getan werden muss: mehr Begeisterung für die Unternehmensneugründung induzieren und mehr qualitativ.



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