GLS - Deutschlands drittgrößter Paketdienstleister

Im dritten Teil unserer Serie hatten wir uns mit dem Versanddiensleister Hermes beschäftigt. Der letzte Teil gibt einen Überblick über GLS, macht auf öffentliche Kritik bezüglich Hermes und GLS aufmerksam, gibt ein abschließendes Fazit und verlinkt zu einem Vergleichsrechner bezüglich Paketdienstleister.

Bild: www.gls-group.eu

General Logistics Systems (GLS) ist eine Holding mit 21 europäischen Tochterunternehmen, ca. 5.000 deutschen Paketshops und insgesamt zirka 13.000 Mitarbeitern. Bezogen auf den Umsatz, ist GLS derdrittgrößte Paketdienstleister in Deutschlands hinter DHL und UPS.

Vorteile

Auch bei GLS besteht der größte Vorteil in der Preispolitik. Die Preise werden ebenfalls nach der Größe des Pakets gestaffelt. Das Maximalgewicht beträgt 40 KG, ist jedoch für die Preisfindungebenfalls unwichtig. Auch hier gilt für die Feststellung der Paketgröße, längste + kürzeste Seite. Ein Versand kann direkt von zu Hause aus erfolgen, oder über einen der 5.000 GLS Paketshops. Diese befinden sich beispielsweise in Kiosken, in Fachmärkten oder Einkaufzentren. Somit sind flexible und lange Öffnungszeiten gegeben. Der Paketversand kann mit einem Shopping-Vergnügen verbunden werden. Eine transparente Preisstruktur und ein schneller sowie einfacher Ablauf kennzeichnen die GLS Konditionspolitik.

Paketlabel können nach Registrierung auf der Homepage bequem zu Hause ausgedruckt, beschriftet und auf das Paket geklebt werden. Alternativ werden selbstklebende Paketlabel im Paketshop angeboten. Je nach Größe belaufen sich die Preise gewichtsunabhängig in Deutschland von 4,10 Euro bis 15,30 Euro. Die Laufzeit beträgt weniger als 24 Stunden in Deutschland und 24 bis 96 Stunden innerhalb der EU. Es ist ebenfalls Sendungsverfolgung sowie Haustürabholung möglich. Versicherung pro Paket750 Euro. Damit hat GLS eine um zika 250 Euro höhere Inklusivversicherung als die Konkurrenz. Es gibt 5 Größen und 5 Preisklassen. Die Lieferung erfolgt in 23 europäische Staaten. Es besteht ein zuverlässiger, schneller Versand, sowie geringe Wartezeiten. In der Regel erfolgt eine unkomplizierte Reklamationsbearbeitung.

Nachteile

Als Nachteil ist die Preisaufschlagpolitik von GLS zu werten. Gegebenenfalls fällt je nach Region ein sogenannter Inselzuschlag in Höhe von 13,65 Euro zuzüglich Paketpreis an. Bei GLS besteht die bei weitem geringste Möglichkeit, der weltweiten Versendung von Paketen. Auch hier ist die internationale Paketzustellung überwiegend auf die Staaten der Europäischen Union beschränkt. Die internationalen Preise bewegen sich innerhalb der EU je nach Packgröße und Zoneneinteilung zwischen 12,60 Euro und 56,40 Euro. Es gibt nur zwei Außnahmen, in denen GLS auch in Drittländer versendet. Dies betrifft die USA und Kanada. Da diese Möglichkeit der Versendung weitgehend unbekannt sind, können auch die weitaus unbekannten Konditionen hierzu vernachlässigt werden.

Versender

GLS bietet sich hauptsächlich als Versanddienstleister für Privatkunden oder für gewerbliche Kunden mit geringem Sendungsaufkommen, wie beispielsweise Unternehmer, mitkleinem Versand- oder Online-Handel, an.

Versand in die USA

Siehe DHL!

Versand in EU-Länder

Siehe DHL!

Kritik an Hermes und GLS

Nicht zuletzt durch die Medien, sind Hermes und GLS stark in den öffentlichen Focus geraten. Beide Paketdienstleister bedienen sich zur Ausübung ihrer Tätigkeit der Hilfe von Subunternehmen. Hermes und GLS zahlen jedoch für jedes zugestellte Paket an diese so wenig, dass die Subunternehmer gezwungen sind, ihren Mitarbeitern beziehungsweise Kurierfahrern eineVergütung zu zahlen, die nicht annährend dazu geeignet ist, den Lebensunterhalt zu bestreiten. 

So muss sich beispielsweise GLS den Vorwurf gefallen lassen, dass die Fahrer ihrer Subunternehmer nur 60 Cent für jedes ausgelieferte Paket erhalten, davon ihre Fahrzeugkosten sowie das Benzin bezahlen müssen und oftmals weit über 10 Stunden am Tag arbeiten. Die Vorwürfe werden von den Verantwortlichen natürlich energisch bestritten. Jeder weiß jedoch, dass auch bei den Paketdienstleistern ein erbitteter Machtkampf herrscht, bei dem (fast) jedes Mittel recht ist, um Kosten zu sparen. Folglich sind die aufgestellten Behauptungen als richtig einzuschätzen.

Fazit

Welcher Paketdienstleister für den Einzelnen am geeignetsten ist, muss letztendlich jeder aufgrund seiner individuellen Ansprüche, Gegebenheiten und Sendungsmengen selbst entscheiden. DHL bietet sich beispielsweise für große Unternehmen mit hohem Sendungsaufkommen an. Hermes, DPD und GLS sind eher für Versender kleinerer oder mittlerer Paketmengen geeignet. Die Preisstruktur ist hingegen bei den drei zuletzt genannten Dienstleistern am transparentesten und einfachsten, sowie unter Umständen auch am günstigsten.

Aufgrund der Höherversicherung bis 25.000 Euro bietet sich DHL für die Versendung hochpreisiger Luxusgüter an. Versendung in Länder der EU ist mit DHL, DPD, Hermes und GLS gleichermaßen möglich. Der Versand in Länder außerhalb der EU (USA) ist nur durch Hermes nicht gewährleistet. Ansonsten sind hierbei bestimmte Vorgaben, insbesondere Zollvorschriften, zu beachten. 

Tarifcheck

Unter www.billigerverschicken.de kann jeder, den seiner Meinung nach geeignetsten und günstigsten Anbieter ermitteln. Dieser muss jedoch im Hinblick auf Qualität, Laufzeit, Haftung etc. nicht unbedingt der beste sein.

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