Geschäftsideen in Nischenmärkten

Nachdem wir bereits über die coolsten neuen Geschäftsideen im Ausland berichtet haben, soll es heute um außergewöhnliche Ideen in Nischenmärkten gehen. Wenig Kapital oder besonders gute Erfolgsaussichten?

Bild: geralt / pixabay.com

Diese acht Ideen bringen mit Sicherheit etwas.

1. Waschen und Kaffeekranz

Christian Wolko, Auszubildender bei Henkel, kam auf eine außergewöhnliche Geschäftsidee. Statt nur einen langweiligen Waschsalon zu eröffnen, suchte er nach Möglichkeiten, den Kunden einen Mehrwert zu bieten. Entstanden ist das Wash & Coffee im Glockenbachviertel von München. Hier können die Kunden für 3,50 Euro ihre Wäsche waschen. Im Preis enthalten sind die Beratung und eine Trommel samt Waschmittel. Während sie auf das Ende des Programms warten, können sie einen Kaffee trinken und Kontakte zu den anderen Bewohnern des Viertels knüpfen. Der Wohlfühlfaktor wird hier besonders großgeschrieben. Nähere Infos zu dem jungen Unternehmen gibt es unter www.wash-coffee.com, ob es jedoch als Franchise-System geeignet ist, bleibt fraglich.

2. Hunde und Herrchen

Unter www.baak-dogwalker.de kann man sich dagegen Schuhe speziell für Hundebesitzer ansehen. Auf die Idee, in diesem Nischenmarkt tätig zu werden, kam Andrea Grusa durch ihren Hund. Gemeinsam mit ihrem Mann leitet sie die Baak GmbH & Co. KG, einen Spezialisten für Sicherheitsschuhe. Sie bemerkte schnell, dass es Arbeitsschuhe, Tennisschuhe und vieles mehr gibt, aber keine speziellen Schuhe für Hundebesitzer. Gerade sie sind aber das ganze Jahr bei Wind und Wetter mit ihren Hunden unterwegs. Deshalb wollte Andrea Grusa einen besonders strapazierfähigen Schuh entwickeln. Spezielle Garne werden für den Dogwalker verwendet. Vertrieben wird der Schuh über Hundeschulen und Vereine sowie Hundebedarfs-Fachgeschäfte. Als kleines Geschenk liegt jedem Paar Schuhe ein Pfotenreinigungstuch bei.

3. Kulinarische Genüsse

Stefan Kolle ist nicht nur Mitbegründer der erfolgreichen Werbeagentur Kolle Rebbe, sondern arbeitet mit einem kreativen Team auch an einem eigenen Food Label: The DeliGarage Custody UG. Über diesen Shop, der unter www.the-deli-garage.com zu finden ist, werden hochwertige Lebensmittel von regionalen Firmen über das Internet und ausgewählte Händler vertrieben. Die Produkte zeichnen sich durch neue Formen und Geschmacksrichtungen, eindrucksvolle Verpackungen, hohe Qualität und Preise aus. Sie erhalten so klangvolle Namen, wie Ölwechsel, Esslack, Mehrzwecknudeln, Schokoleim oder Tubenhonig. Obwohl bisher kaum Werbung geschaltet wurde, sind die Verkäufe schon sehr gut angelaufen und derzeit sucht man noch nach weiteren Distributionspartnern in ganz Europa.

4. Der Traum vom eigenen Sportflitzer

Mit dem Fractional Ownership Renn-Package der Firma G2Racing aus der Schweiz kann jeder stolzer Besitzer eines Rennwagens werden. Die Kosten belaufen sich bei sechs Anteilseignern, so viele können sich maximal einen Wagen teilen, einer dreijährigen Laufzeit und dem Modell Ferrari Challenge F430 auf 26.945 Euro jährlich pro Anteilseigner. Dabei sind Wartung, Reparaturen, Transporte von und zu den Rennstrecken, Versicherung und Rennservice inklusive. Ebenfalls steht der Wagen jedem Anteilseigner für fünf Einsätze jährlich zur Verfügung. Die Anteilseigner können dabei Rennen fahren oder nur trainieren. Mehr zu der Idee finden Sie unter www.g2racing.ch.

5. Dekorationen der besonderen Art

Bei www.docdeco.de finden Sie Schaufensterpuppen, kleine Möbel, Deko-Planen und Deko-Platten sowie Textilstoffe in reicher Auswahl. Grund für die Gründung des Shops und seines Sortiments war der, dass Schaufensterpuppen oft sehr kunstvoll gestaltet werden, nach ihrem Einsatz aber oft entsorgt werden. Das konnte Götz Wendig, der unter anderem Geschäftsführer von anytroubles ist, und seit Herbst vergangenen Jahres doc deco betreibt, nicht mit ansehen. Das Material sei zu schade zum Wegwerfen, aus Schaufensterpuppen könnten Kleiderständer oder Schmuckhalter werden, um nur ein Beispiel zu nennen. Für alle kreativen Geister, die mehr Abwechslung in den Wohnraum bringen wollen, ist doc deco damit die ideale Plattform.

6. Frauenpower im KFZ-Gewerbe

Seit wenigen Monaten ist es eröffnet, das erste Autohaus von Frauen und für Frauen. Das Seat Autohaus Senorita Maria erreichen Sie im Web unter www.senorita-maria.de. Kernaussage des Autohauses: Frauen werden zu immer wichtigeren Autokäufern, deshalb müssen sie auch ernst genommen werden. Das Unternehmen beschäftigt ausschließlich Frauen und gewährt dabei flexible Arbeitszeitmodelle sowie eine Kinderbetreuung für alleinerziehende Mitarbeiterinnen. Ebenfalls kommen die Kundinnen nicht zu kurz: Eine Spielecke für den Nachwuchs steht zur Verfügung und auf der Damentoilette finden sich Tampons, Handcreme und Haarspray. Mit dem Frauen-Autohaus will man neue Akzente in der einstigen Männerdomäne Auto setzen.

7. Leckere Cupcakes für jedermann

Unter jennys-cupcakes.de stellt sich das junge Unternehmen Jennys Cupcakes vor. Seit Sommer 2009 betreibt Jennifer Kraus mit ihrem Freund Jochen Horlebein das Café in Frankfurt am Main, von dem es mittlerweile schon einen zweiten Laden gibt. Die Cupcakes erinnern an Muffins, sind allerdings mit Cremehaube oder Guss bedeckt und haben einen weicheren Teig mit intensiverer Süße. Die kleinen Kuchen entdeckten die Jungunternehmer bei einem Urlaub in den USA, wo die Kuchen überall verkauft werden. Sie eignen sich hervorragend für den direkten Verzehr auf der Straße oder im Café. Viele Ideen brachten die beiden aus den USA mit, sodass heute eine große Vielfalt gegeben ist. Besonders interessant sind dabei die farbenprächtigen Cupcakes, wie etwa in Pink.

8. Neue Messe der besonderen Art

Unter www.bigsmallchic.de stellt sich eine neue Messe der besonderen Art vor. Ins Leben gerufen wurde die Messe, die erstmals vom 30.11. bis zum 01.12.2010 in München stattfinden soll, von Dr. Klaus Lanfermann. Mit seinen mehr als 30 Jahren Industrieerfahrung war er gerade prädestiniert für die Firmengründung Ende 2009. Mit der Big-Small-Chic-Messe will er einen Markt für besonders kleine und große Größen sowie individuelle Wünsche der Kunden bieten. Als Themenwelten werden dabei Mode & Accessoires, Wohnen, Kulinarik, Mobilität & Zubehör, Freizeit & Sport und Reisen & Events geboten. Alle Produkte, die in den Bereich der Nischenmärkte gehen, sollen auf der Messe vorgestellt werden. Der direkte Austausch zwischen Kunden und Händlern soll somit unterstützt werden.

 



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