Geringwertige Wirtschaftsgüter - Neue Regelung ist alte Regelung

Gerade war durch das Unternehmensteuerreformgesetz die Regelung für die sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter geändert worden. Das heißt ab 2008 ist hier zu unterscheiden zwischen geringwertigen Wirtschaftsgütern mit einem Nettopreis von 60,00 Euro bis 150 Euro und einem Nettopreis von 150,01 Euro bis 1.000 Euro. Die selbstständig nutzbaren Wirtschaftsgüter bis 150 Euro müssen zwingend sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Die Wirtschaftsgüter ab 150,01 Euro bis 1.000 Euro müssen unter dem sogenannten Sammelpool zusammen gefasst werden. Dieser Sammelpool wird dann über fünf Jahre mit jährlich 20% abgeschrieben.

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Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz sieht nun vor, zur alten Regelung zurück zu kehren. Allerdings soll ein Wahlrecht eingeführt werden und das schon ab 2010. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 150,01 Euro und 410 Euro können dann wieder sofort abgeschrieben werden, sind aber in einem laufend zu führenden Verzeichnis zu erfassen. Die Poolabschreibung für die geringwertigen Wirtschaftsgüter zwischen 150,01 Euro und 410 Euro ist aber weiterhin möglich. Das Wahlrecht kann allerdings nicht für jedes einzelne Wirtschaftsgut ausgeübt werden sondern ist jährlich auszuüben.

Ob diese Rückkehr zur alten Regelung nun viel zur Wachstumsbeschleunigung beiträgt ist fraglich. Aber zumindest müssen Notebooks zwischen 150,01 Euro bis 1.000 Euro nicht mehr zwangsweise über fünf Jahre abgeschrieben werden, obwohl die amtlichen Tabellen lediglich eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren für Notebooks vorsieht.

 

Insofern erleichtert die neue, alte Regelung die Abschreibungen von eher günstigen Wirtschaftsgütern erheblich. Insbesondere im genannten Beispiel ist dies von Bedeutung, da PCs, Notebooks und Co. aufgrund der technischen Entwicklungen ohnehin kaum länger als drei Jahre genutzt werden könn



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