Gefahren bei ausstehenden Forderungen

In unserer kleinen Serie zur Liquidität wollen wir Ihnen Möglichkeiten näher bringen, wie Sie Ihre eigene Liquidität erhöhen. Im vergangenen Teil der Serie haben wir Ihnen bereits gesagt, wie Sie Ihre Kundenstruktur überprüfen und worauf Sie bei wenigen Großkunden achten sollten. Heute soll es darum gehen, wie Sie Gefahren im Bereich Forderungsausfälle frühzeitig erkennen und Ihnen entgegen wirken.

Bild: geralt / pixabay.com

Analysieren Sie Ihre Forderungsausfälle

Heute gibt es kaum ein Unternehmen, das nicht wenigstens einmal über einen Forderungsausfall klagen musste. Sollte es auch bei Ihnen schon einmal soweit gekommen sein, schauen Sie sich diese Ausfälle genau an. Überprüfen Sie, welche Ursachen für den Ausfall der Forderung verantwortlich waren.

Mitunter können Sie die damals greifenden Ursachen auch auf die Zukunft übertragen. So können Sie bereits deutlich früher erkennen, ob ein ähnlicher Fall erneut vorliegt und dem neuerlichen Zahlungsausfall frühzeitig entgegen wirken.

Bedenken Sie aber, sollten Sie Veränderungen innerhalb Ihres Unternehmens vorgenommen haben, gleich auf welcher Ebene, lassen sich die bisherigen Ursachen oftmals nicht 1:1 auf die Zukunft übertragen. Dies gilt insbesondere bei Veränderungen in der Vertriebspolitik oder gar der gesamten Geschäftspolitik.

Kalkulieren Sie richtig

In Ihrer Kalkulation arbeiten Sie höchstwahrscheinlich mit Deckungsbeiträgen. Im Idealfall reichen diese problemlos aus, um alle Kosten des Unternehmens zu finanzieren. Allerdings lassen sich die einmal kalkulierten Preise nicht immer am Markt durchsetzen, so dass Sie Abstriche machen müssen. Kommt es hierdurch zu sehr knapp kalkulierten Deckungsbeiträgen bei einzelnen Produkten, sollten Sie Obacht geben.

In diesem Fall sind die Kunden noch stärker zu prüfen. Nutzen Sie die Möglichkeit einer Bonitätsprüfung und prüfen Sie die Zahlungsfähigkeit und die Zahlungswilligkeit Ihrer Kunden noch genauer. So können Sie Forderungsausfälle zwar nicht verhindern, aber zumindest besteht die Möglichkeit, das Risiko für diese deutlich zu senken.

In der kommenden Woche geht es um die Durchführung einer Bonitätsprüfung.

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