Fördermittel zur Existenzgründung im E-Commerce beantragen

Einer der meist gesuchten Begriffe im Zusammenhang mit der Existenzgründung und der Selbständigkeit ist aus unseren Recherchen das Wort „Fördermittel“ – zu recht, denn jeder zukünftige Unternehmer sollte versuchen, die nötigen Investitionen seines Vorhabens mit „geschenktem Geld“ zu finanzieren. Was gerade bei einem Onlinegeschäft dazu zählt, wurde im letzten Teil eingehend erläutert.

Lesen Sie, wie Sie Ihr Unternehmen mit Fördermitteln und Zuschüssen finanzieren können!

Dieses Phänomen ist selbst bei den Kleinsten erkennbar und es liegt wohl in der Natur der Menschen, zunächst fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen, bevor man selbst tätig wird. Doch Vorsicht, die öffentlichen Fördermittel und Zuschüsse sind keine mildtätigen Gaben der Oma oder der Eltern zu Weihnachten.

Grundlegende Fragen, welche vor der eigentlichen Entscheidung zur Fördermaßnahme geklärt werden müssen:

  1. Was oder Wofür soll gefördert werden?
  2. Liegt der Firmensitz in den neuen oder den alten Bundesländern?
  3. Wie groß ist das zu fördernde Unternehmen?
  4. Welche Branche soll gefördert werden?
  5. Soll es sich um ein Darlehen (mit Rückzahlungsvereinbarung) oder einen Zuschuss (ohne Rückzahlungsvereinbarung) handeln?

Diese Fragen müssen zwangsläufig vor der eigentlichen Beantragung beantwortet werden, da von diesen Informationen die Art des Förderprogramms abhängig ist. Notieren Sie sich am Besten alle Infos und Antworten, so dass Sie im weiteren Verlauf der Fördermittelrecherche Ihre Eck- und Rahmenpunkte zur Förderung ergänzen und schlussendlich die Möglichkeiten eingrenzen und das richtige Programm auswählen können.

Grundregeln bei der Beantragung von Unterstützung in Form von Fördermitteln

  1. Nicht aufs Geradewohl etwas beantragen.
  2. Immer vor der durchzuführenden Maßnahme den Antrag stellen.
  3. Immer die Voraussetzungen zur Förderung mit Ihrer tatsächlichen Situation vergleichen. Machen Sie sich da nichts vor, es führt sonst zur Ablehnung des Antrags.
  4. Sollten Sie einen Berater zu Hilfe nehmen, prüfen Sie Kosten und Nutzen der Beratung. Wenn der Berater teurer ist als die Höhe der Förderung, sollten Sie stutzig werden.
  5. Nicht um jeden Preis Fördermittel beantragen.

Die wenigsten Existenzgründer beantragen Ihre Fördermittel selbst, sondern nehmen einen geeigneten Berater zu Hilfe. Prüfen Sie mit Ihrer Vertrauensperson genaustens die Voraussetzungen und überlegen Sie Alternativen für die Förderung. Eine sehr große Hilfe ist die Fördermitteldatenbank der Bundesregierung. Hier kann jeder Existenzgründer seine persönliche Situation, sein Bundesland, die Branche und auch die genaue Art der Förderung angeben. So kann man bereits ohne Berater sehr stark einschränken und die Voraussetzungen prüfen. Unter www.foerderdatenbank.de steht diese Möglichkeit jedem offen.

Unterscheiden Sie stets zwischen Zuschüssen des Trägers, welche vom Antragsteller, also Ihnen nicht zurückzuzahlen und den Darlehen, welche eventuell zu besonderen Konditionen an den Träger zurückzuzahlen sind. Daneben existieren auch Bürgschaften, die von Bund und Ländern übernommen werden. Dabei nimmt der Unternehmer ein gewöhnliches Darlehen bei seiner Hausbank auf, welches jedoch nur durch eine öffentliche Bürgschaft abgesichert wird. So kann dieses Darlehen etwas billiger, also zu einem niedrigerem Zinnsatz ausgereicht werden. Einige Banken geben gerade jungen Unternehmern erst nach der Bestätigung eines öffentlich rechtlichen Bürgen ein Darlehen, so dass diese Art der Förderung auch existenziell sein kann und nicht weniger Wert als ein Zuschuss. Gleiches gilt für die Beteiligung oder eine Garantie der öffentlichen Hand.

Zur Existenzgründung und -festigung kann ein Onlinehändler folgende Zuschüsse nutzen

 

Wir haben dabei nur bundeseinheitliche Programme einbezogen,
da die Anzahl der bundeslandspezifischen Fördermittel den Rahmen sprengen würde.

  1. Der Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit
  2. Das Kfw Gründercoaching der Kfw Bank Berlin
  3. Förderung der Unternehmensberatung des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Da der Gründungszuschuss nicht zweckgebunden eingesetzt werden muss, kann er z.B. für Wareneinkäufe oder Startinvestitionen des Onlinehandels verwendet werden. Der Gründerzuschuss wird für 9 Monate mit mtl. 300,- EUR dem Arbeitslosengeld hinzugezahlt. Optional kann der Existenzgründer nach den 9 Monaten weitere 6 Monate einen Zuschuss von mtl. 300,- EUR (dann allerdings ohne Arbeitslosengeld) beantragen.

Das Kfw Gründercoaching sowie die Unternehmensberatungsförderung der BAFA muss zwangsläufig für eine Beratung durch einen zugelassenen Unternehmensberater oderSteuerberater verwendet werden. Dieser muss allerdings bei der Kfw Bank oder der BAFA registriert sein. Die Höhe kann sehr unterschiedlich ausfallen und ist vom Tagessatz des Beraters, aber auch vom Umfang der Beratung abhängig.

Eine detalliertere Recherche zu einer möglichen Unterstützung bei Investitions- und Wachstumstätigkeiten kann sehr unterschiedlich ausfallen und muss daher im Einzelfall geklärt bzw. geprüft werden.

Nutzen Sie die Möglichkeit der Vorprüfung mit der Förderdatenbank der Bundesregierung unter www.foerderdatenbank.de

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