Emails mit angeblichen Steuerbescheid sofort löschen

Bild: geralt / pixabay.com

Auch die elektronische Steuererklärung Elster des Finanzamts wird von Kriminellen im Internet missbraucht. Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mitteilt, werden im Namen des Finanzamts Spam-Mails verschickt, die eine Datei im Anhang mit Schadsoftware enthalten. Die Empfänger werden mit folgendem Satz zum Herunterladen der gefährlichen ZIP-Datei gebeten:

"...von Ihrem Finanzamt bzw. Ihrer Steuerverwaltung über das Verfahren ELSTER eine verschlüsselte Zip-Datei zur Abholung bereitgestellt"

Zudem verschicken die Kriminellen nicht nur von einer einzigen Emailadresse die Spam-Mails an ihre Opfer. Wer Mails mit folgender Emailadresse in seinem Postfach findet, sollte sie umgehend löschen:

  1. finanzamt-online@elster.de
  2. online@elster.de
  3. einkommensteuerbescheid@elster.de
  4. Steuerverwaltung@elster.de

Abholung von Bescheiddaten

Zwar bietet Elster die Abholung der Bescheiddaten an, dafür ist aber ein spezielles Programm notwendig, das den Austausch der Daten ermöglicht. Eine reine Email mit den angehängten Daten wird vom Finanzamt also nicht verschickt und sollte daher ohne weiteres vom Computer entfernt werden. Wie Der Westen schreibt, kann die Schadsoftware den Computer ausspionieren. Dagegen helfen auch keine herkömmlichen Viren- und Trojanerabfangprogramme, die die Schadsoftware stoppen könnten.

Das Elster Programm

Mit dem Elster Programm können alle Arbeitnehmer und Unternehmer ihre Steuererklärung online abgeben. Die Software des Finanzamts heißt Elster-Formular und kann unter anderem auf der Elster-Webseite heruntergeladen werden. Zudem bietet die Steuerverwaltung eine Reihe von Softwareprogrammen an, in der das Elster-Formular bereits integriert ist. Das Gründerlexikon hat einige dieser Softwareprodukte auch schon getestet, lesen Sie dazu unseren Test!

Auch diese Softwares lassen sich verwenden, um eine Steuererklärung abzugeben oder sonstige steuerliche Angelegenheiten zu klären. Die elektronische Übermittlung der jährlichen Daten erspart das Ausfüllen der herkömmlichen Papier-Formulare. Zudem werden die Daten gespeichert und müssen bei der nächsten Steuererklärung nicht erneut in das Formular eingetippt werden.

Das Gründerlexikon hat in der Vergangenheit beschrieben, wie die Rechtslage bei Spam-Mails aussieht. Lesen Sie selbst.



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!