DPD - der erste private Paketdienstleister in Deutschland

Im ersten Teil unserer Serie haben wir uns mit dem Marktführer der Paketdienstleister DHL beschäftigt. Im zweiten Teil setzen wir uns mit Deutschlands erstem privaten Versanddienstleister DPD auseinander.

Bild: www.dpd.com

Der Deutsche Paketdienst (DPD) war nach Wegfall der Monopolstellung der Deutschen Post, der erster privater Paketdienstleister in Deutschland und hat damit eine neue Ära augelöst. 2001 steigt GeoPost, eine Tochter der französischen Post, bei DPD ein. So konnte DPD die Stärkung seiner Zukunftsfähigkeit auf lange Sicht ausbauen. Täglich werden mehr als 2 Millionen Pakete zugestellt. In rund 800 Depots sind mehr als 24.0000 Mitarbeiter beschäftigt.

Vorteile

Die Vorteile des Deutschen Paketdienstes sind vor allen Dingen in der transparenten und einfachen Preispolitik zu sehen. Der Preis orientiert sich hier, anders als bei DHL, an der Größe des Pakets und ist somit gewichtunabhängig. Die Preisstruktur ist in fünf Paketklassen eingeteilt. Diese unterscheiden sich nach der längsten + der kürzesten Paketseite. Der Preis jeder Sendung kann individuell über die Homepage des Paketdienstleisters ermittelt werden. Jedes Paket ist automatisch bis zu einem Höchstbetrag von 520 Euro versichert. Auch DPD bietet eine Sendungsverfolgung über das Internet an. Weitere Vorteile sind die schnelle Auslieferung und die unkomplizierte Reklamationsbearbeitung. Die Laufzeit in Deutschland von der Einlieferung bis zur Zustellung eines Paketes, liegt bei maximal 24 Stunden. Vertragskunden bekommen wie bei DHL natürlich Sonderkonditionen. Auslieferung direkt zu Hause, oder über die Depots.

Nachteile

Die Samstagszustellung erfolgt nur gegen einen saftigen Aufpreis. DPD gibt in einigen Ländern die Pakete an andere Dienstleister weiter. So wird die Kontrolle von DPD ausgehebelt und die Sendungsverfolgung erschwert. Postlagernde Auslieferung ist nicht möglich. Weiterhin entstehen beim Anruf der Hotline hohe Kosten.

Versender

Der Deutsche Paketdienst ist vorrangig für Unternehmer von Interesse, die geringe Sendungsmengen zu verschicken haben, oder nur hin und wieder Paket aufgeben wollen. Hier wären beispielsweise kleine Händler beziehungsweise kleine Online-Händler zu nennen.

Versand in Drittländer (USA)

Ein Versand in bestimmte außereuropäische Staaten, unter anderem der USA, ist auch möglich. Die Konditionen können jedoch nur auf der Homepage des Paketdienstleisters, unter Angabe des Versandlandes, des Empfangslandes sowie dem Wert und der Art der verschickten Ware ermittelt werden. Bestimmte Zollvorschriften sind jedoch auch hier erforderlich. Zu beachten sind ebenfalls die allgemeinen Geschäftsbedingungen, sowie bestimmte Ausschlußkriterien von der Transpotbeförderung. Generell gelten die gleichen Regelungen wie bei DHL.

Versand in EU-Länder

Überwiegend versendet der Deutsche Paketdienst international nur Sendungen in Länder innerhalb der Europäischen Union. Die Laufzeit beträgt hier in der Regel zirka 24 bis 96 Stunden. Allerdings müssen beim Versand von Paketen innerhalb der EU auch keine besonderen Bestimmungen beachtet werden. Generell gelten auch hier die gleichen Regelungen wie bei DHL.

Im dritten Teil unserer Serie beschäftigen wir uns mit einem Paketdienstleister, der seinen eigenen Versandhauskonzern hat, nämlich Hermes.

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