DIHK fordert in 71 Vorschlägen weiteren Bürokratieabbau für Unternehmer

Nachdem der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (D IHK) bereits in den vergangenen Jahren Vorschlagslisten zum Bürokratieabbau herausgebracht hatte, die von der Bundesregierung teilweise gut umgesetzt wurden, hat der D IHK im August 2010 eine neue Liste mit weiteren 71 Vorschlägen herausgegeben.

Bild: geralt / pixabay.com

Verfolgte Ziele

Der DIHK geht es bei der Veröffentlichung dieser Listen vorrangig darum, den Unternehmern ihr Geschäft zu erleichtern. Schließlich sollen sich diese nicht mit unnötiger Bürokratie herumärgern, sondern besser ihr Geschäft ankurbeln und damit auch den Motor der Wirtschaft weiter in Gang bringen. Die aktuelle Liste basiert erneut auf den Erfahrungen der Unternehmen und kommt somit direkt aus der Praxis. Interessant wird werden, welche Punkte diesmal von der Bundesregierung aufgegriffen und umgesetzt werden.

Die 71 Vorschläge

Die 71 Vorschläge kommen aus den Bereichen Arbeits- und Sozialrecht, Bildungsrecht, Außenwirtschaftsrecht, Gewerberecht, Steuerrecht, Umweltrecht, Planungs- und Vergaberecht und Zivilrecht.

Hier eine kleine Auswahl interessanter Vorschläge der DIHK:

  • Befristete Arbeitsverträge sollen für bis zu vier Jahre möglich sein. Eine frühere Beschäftigung soll eine Befristung nicht mehr grundsätzlich ausschließen.
  • Der Jahresurlaub soll beim Ausscheiden eines Mitarbeiters während des Jahres grundsätzlich gezwölftelt werden.
  • Die Regelungen zur Künstlersozialkasse sollen unternehmerfreundlicher und durchsichtiger gestaltet werden.
  • Die Gewerbeanmeldung soll online mithilfe einer digitalen Signatur vorgenommen werden können.
  • Der Vorsteuerabzug für elektronisch versandte Rechnungen soll vereinfacht werden.
  • Die Fahrverbote für LKW an Feiertagen sollen auf Bundesebene vereinheitlicht werden.

Die komplette Liste mit den 71 Vorschlägen, die von der DIHK herausgegeben wurde, können Sie hier downloaden:

Freiraum für Wachstum und Wohlstand  (PDF, 270 KB)



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