Der richtige Verkaufspreis für eine Webseite

Nachdem die Problematik der richtigen Kommunikation beschrieben wurde, soll es nun um den Verkaufspreis gehen. Darüber streiten sich im Netz die Geister und auch ich musste trotz meinem betriebswirtschaftlichem Studium im Schwerpunkt Steuerrecht, Prüfungs- und Treuhandwesen mit dem Teilgebiet der Unternehmensbewertung nicht, wie ich eine Internetseite, eine Webseite oder ein ganzes Internetprojekt bewerten sollte. Klar war mir auf jeden Fall, dass es nicht nach dem Pagerank von Google zu gehen hat. Vielmehr funktioniert eine derartige Bestimmung des Verkaufspreises aufgrund mehrerer Parameter, welche ich mir durch meine betriebswirtschaftliche Vorbildung und mein selbst angeeignetes Wissen als Webworker und SEO zusammen strickte.

Bild: geralt / pixabay.com

Viele wissen´s aber keiner kann´s berechnen

Trotzdem habe ich im Vorfeld den Versuch unternommen in einigen Foren geeignete Informationen zu diesem Thema zu bekommen. Außerdem habe ich auch selbst bei Peer Wandiger im Forum genau diese Frage gestellt, leider wurde darauf nur unzulänglich geantwortet, wie ich mir bereits im Vorfeld geahnt hatte. Eine Zusammenstellung von Beiträgen, Onlinerechnern und Websitebewertungen erspare ich mir, da es davon unzählige und meist auch unrealistische im Netz gibt.

Wie habe ich den Preis ermittelt?

Vor einiger Zeit sprach ich mit Marcus Tandler genau über die Preisfindung eines Projektes. Aus diesem Gespräch nahm ich eine Faustformel zur schnellen Preisfindung mit. Diese geht von den Umsätzen aus, welche sich in etwa im 3-5-fachen im Verkaufspreis widerspiegeln.

Verkaufspreis = 3 bis 5 x Jahresumsatz der Seite

Daneben ermittelte ich die in der Vergangenheit entstandenen Kosten mit diesem Projekt, zum Beispiel das Erstellen des Wordpress Themes, sämtliche redaktionellen Beiträge, die von mir bezahlt wurden und andere Aufwendungen. Da der oben ermittelte Verkaufspreis immer noch größer war als die entstandenen Aufwendungen aus der Vergangenheit, konnte ich so ganz gut einen Mindestverkaufspreis abschätzen. Sicher muss man weitere Faktoren hinzuziehen, aber letztlich kommt der Preis durch die Masse der Nachfrager zustande, daher wollte ich meine Mühe lieber in der Interessentenakquise konzentrieren.

Eine konkrete Berechnung habe ich mir auf diese Art und Weise gespart, somit auch viel Zeit. Wer es genau wissen möchte, der kann bei Dr. Barthels Unternehmenswertrechner nutzen. Damit kann man mit allen gängigen Verfahren einen Unternehmenswert berechnen, wenn gleich das bei einer Webseite wesentlich schwieriger ist, als bei einem handelsüblichen Unternehmen, wo man diverse Werte schon aus der Bilanz ablesen kann.

Denn wie bewertet man SEO Faktoren einer Webseite bspw.

  • das Alter der Domain
  • die Anzahl der Backlinks
  • die Art der Backlinks
  • die Verteilung der Backlinks
  • die Anzahl der Besucher
  • mögliche nicht ausgeschöpfte Potenziale der Webseite
  • den Brand / Marke an sich
  • ...

Angebot und Nachfrage

Eine sehr einfache wie effiziente Methode der Verkaufspreisfindung ist die Bestimmung des Kaufpreises über Angebot und Nachfrage. Über diese sehr einfache wirtschaftliche Regel, welche bereits nach der Grundschule im Wirtschaft- und Rechtsunterricht vermittelt wird, kam ich zu dem Entschluss, den Verkaufspreis von eBay ermitteln zu lassen. Mehr dazu im eBay-Experiment im nächsten Teil.

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