Carlos Slim Helú mit Firmenaufkäufen zum Erfolg

Für jeden ist es ein erstrebenswertes Ziel, nur wenige können und werden es erreichen. Geld im Überfluss haben, sich alles leisten können, in der Forbes-Rankingliste der reichsten Menschen der Welt stehen.

Bild: angelolucas / pixabay.com

In dieser Serie beschäftigen wir uns mit den fünf reichsten Unternehmern der Welt 2011, bezugnehmend auf ihre Person, ihrer Geschäftsidee, ihrem Unternehmen und eventueller, aus diesem Unternehmertum, resultierender Pobleme. Jeder dieser fünf Personen hat es durch außergewöhnliche Einsatzbereitschaft, Ideenreichtum, Mut und Glück zum Multimilliardär gebracht. Hier nun die fünf reichsten Menschen der Welt im Überblick:

  1. Carlos Slim Helú, Mexiko,Telmex (Telekommunikation), Vermögen 74 Milliarden Dollar.
  2. Bill Gates, USA, Microsoft ( Software), Vermögen 56 Miliarden Dollar.
  3. Warren Buffett, USA, Berkshire Hathaway (Investment), Vermögen 50 Milliarden Dollar.
  4. Bernard Arnault, Frankreich LVMH (Luxusgüter), Vermögen 41 Milliarden Dollar.
  5. Lawrence Ellison, USA, Oracle ( Software), Vermögen 39,5 Milliarden Dollar.

Beginnen werden wir unsere Serie mit dem reichsten Unternehmer der Welt, dem Mexikaner und Telmex-Besitzer Carlos Slim Helú. Er war auch 2010 der reichste Mensch der Welt.

Anmerkung: Unter den 50 reichsten Menschen der Welt, befindet sich keine einzige Frau.

Die Person

Carlos Slim Helú wurde am 28. Januar 1940 als fünftes von sechs Kindern libanesischer Einwanderer in Mexiko City geboren. Bereits in frühen Jahren versuchte sein Vater, der Kaufmann war, ihm das kaufmännische Grundverständnis beizubringen. Helú studierte Bauingenieurwesen. Bereits vor seinem Abschluss hielt er Vorträge über lineare Programmierungen und Algebra. Auch an öffentlichen Instituten in Mexiko City war Helú ein gern gesehener Gastredner. Er ist verheiratet und hat drei Söhne, die alle im elterlichen Betrieb Karriere gemacht haben.

Die Geschäftsidee

Schon früh erkannte Carlos Slim Helú, dass man mit Zukäufen von niedrig bewerteten und angeschlagenen Unternehmen jede Menge Geld verdienen kann. Er kaufte solche Gesellschaften, sanierte sie und profitierte oftmals von einer monopolartigen Stellung dieser Unternehmen. Die Geschäfts- und Branchenfelder weiteten sich aus. Es wurden Tabak- und Restaurantketten erworben sowie Zukäufe der Einzelhandelskette Sanborn’s und der mexikanischen Anteile des US amerikanischen Einzelhandels Sears getätigt. Außerdem übernahm Helú den Automobilzulieferer Condumex.

Das Unternehmen

Ein genialer Plan gelang Helú aber 1990, als er den, von der mexikanischen Regierung privatisierten Telefonanbieter Telmex, für 1,8 Milliarden Dollar kaufte. Er machte aus dem maroden Staatsbetrieb ein hocheffizient arbeitendes und profitables Unternehmen. Telmex ist bis heute ein Fast-Monopolist und kontrolliert den größten Teil des Festnetzes in Mexiko. Auch beherscht Helú, natürlich wieder mit eigener Gesellschaft, fast ganz Lateinamerika als größter Mobilfunknetzbetreiber. Obwohl weitere kleine Telefongesellschaften am mexikanischen Markt bestand haben, die eher eine untergeordnete Rolle spielen, ist Telmex die größte privatisierte Telekommunikationsgesellschaft in Mexiko und hat somit den meisten Einfluss. Dies wird auch über Jahre hinaus so bleiben. Durch zahlreich Akquisitionen und weitere Unternehmenszukäufe hat es Telmex sogar zum größten privatwirtschaftlichen Unternehmen Süd-Amerikas gebracht. Konkurrenten, die sich auch nur annährend mit dieser Firma messen können, gibt es nicht. Bei Telmex waren 2009 circa 54.000 Menschen beschäftigt. Der Umsatz betrug 2007 9 Milliarden Dollar.

Das Problem 

Da Carlos Slim Helú auch politisch sehr aktiv ist, werfen ihm seine Kritiker immer wieder vor, dass er seinen politischen Einfluss zu seinem Eigennutz missbraucht. Besonders dann, wenn es darum geht, lästige Konkurrenten aus der Telekommunikationsbranche in die Schranken zu verweisen. Aufgrund der monopolartigen Stellung seiner Telekommunikationsgesellschaften im Festnetz- sowie im Mobilbereich, besteht weiterhin der Verdacht, das Helú überhöhte Preise verlangt, obwohl der Großteil der mexikanischen Bevölkerung in Armut lebt. So wurden gegen den damaligen Präsidenten Mexikos Carlos Salinas der Vorwurf der Korruption gestärkt, weil nach dem Verkauf von Telmex an Helú die Telefongebühren deutlich gestiegen waren, obwohl in den Ausbau der Netze kein Cent investiert wurde.

Die Vorschau

In der nächsten Folge unserer kleinen Serie, beschäftigen wir uns mit dem zweitreichsten Mann der Welt, Bill Gates.

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