Berufliche Selbstständigkeit - trotz Behinderung

Der Weg in die Selbstständigkeit ist nicht leicht. Doch trotzdem suchen viele Gründer den Weg in eine selbstbestimmte und erfolgsversprechende Freiberuflichkeit und gründen ein eigenes Unternehmen. Auch immer mehr Menschen mit einer Behinderung machen sich selbstständig - mit wachsendem Erfolg.

Bild: Albrecht E. Arnold / pixelio.de

Oft trifft der Wunsch nach Selbstständigkeit auf Unverständnis

Das Risiko sich selbstständig zu machen ist für behinderte Menschen groß - fast noch größer als für nichtbehinderte Start- Ups. Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen wird eine Selbstständigkeit aus ihrem Umfeld oft nicht zugetraut, doch für Behinderte ist Selbstständigkeit manchmal die einzige Möglichkeit, überhaupt wieder am Arbeitsleben teilzunehmen. Dafür gibt es auch Einiges an Hilfe vom Staat.

Förderung durch das Integrationsamt

Beim Integrationsamt ist es zum Beispiel für schwerbehinderte Menschen möglich, ein Darlehen oder Zinszuschüsse zur Gründung und Erhaltung einer Selbstständigkeit zu beantragen. Zahlen aus dem Jahr 2006 belegen, das bundesweit 324 Betroffene insgesamt 1,89 Millionen Euro Hilfe für ihren Weg in die Selbständigkeit bekommen haben. Das ist aber noch nicht alles: Selbstständige mit einer Behinderung bekommen vom Integrationsamt unter Umständen noch weitere finanziellen Hilfen. Darunter fallen Leistungen für technische Arbeitshilfen, Arbeitsassistenzen oder auch Maßnahmen zur Fort- und Weiterbildung.

Der behinderungsgerechte Umbau vom Arbeitsplatz kann auch gefördert werden, so dass die Bedingungen für eine erfolgreiche Arbeit geschaffen werden können. Allerdings sind die Förderprogramme an strenge Auflagen gebunden: Wie auch bei Förderprogrammen für nicht-behinderte Menschen muss die  Existenzgründung sorgfältig durchdacht und durchgerechnet werden. Ohne überzeugende Idee und ausgearbeitetes Geschäftskonzept wird eine Förderung nicht bewilligt. Für die Prüfung des Businessplans legt das Integrationsamt hohe Maßstäbe an. Wer aber diesen Schritt geschafft hat und alle weiteren Bedingungen erfüllt, hat realistische Aussichten auf eine Förderung. Hilfe zu den Anträgen gibt es unter anderem vom Berliner Projekt  Enterability. Dort werden hunderte behinderter Klienten im Jahr beraten. Das Projekt hilft bei allen Fragen rund um die Selbstständigkeit, inklusive Businessplänen, Marketing und Anträgen, oder Buchhaltung.

 

Wie das Integrationsamt helfen kann, kann hier nachlesen werden: www.integrationsaemter.de



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