Ab welchem Gewinn müssen Kinder privat versichert werden?

In den ersten zwei Jahren der Existenzgründung bleiben die meisten Gründer aus sicherheitsrelevanten Überlegungen freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Gewinne von Jahr zu Jahr steigen, daher wechselt ein Großteil der Unternehmer nach dieser Zeitspanne in die private Krankenversicherung (PKV). Spätestens wenn der Jahresgewinn die 40.000 Euro überschreitet, herrscht aber Unsicherheit, ob die Familienversicherung des Partners für die Kinder noch greift, oder ob diese nun privat versichert werden müssen.

Bild: geralt / pixabay.com

Jahresarbeitsentgeltgrenze, Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze - Begriffe und ihre Bedeutung

Sobald man von der privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung spricht, gehören Begriffe wie, Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG), Versicherungspflichtgrenze oder Beitragsbemessungsgrenze zum üblichen aber unverständlichen Wortschatz. Dabei wird mit diesen Begriffen erklärt, ob und in welcher Höhe die Beiträge zu den einzelnen Versicherungen im Jahr zu zahlen sind.

Jahresarbeitsentgeltgrenze oder Versicherungspflichtgrenze

Für Arbeitnehmer ist die Versicherungspflichtgrenze die Höhe des jährlichen Bruttoeinkommens, bis zu der er in einer gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist. Die Versicherungspflichtgrenze liegt im Jahr 2011 bei 4.125 Euro im Monat, und bei 49.500 Euro pro Jahr (4.125 Euro x 12 Monate). Der Wert ist im Gegensatz zum Jahr 2010 von 49.950 Euro um 450 Euro leicht gesunken. Für Unternehmer hat die Jahresarbeitsentgeltgrenze ebenfalls einen nicht zu unterschätzende Bedeutung, auf die wir im Verlauf des Artikels näher eingehen.

Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze legt fest, bis zu welchem Bruttoeinkommen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt werden müssen. Nach überschreiten der Beitragsbemessungsgrenze bleiben die Beiträge zur GKV konstant. Im Jahr 2011 liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei monatlich 3.712,50 Euro, der Jahresbetrag demzufolge bei 44.550 Euro.

Im zweiten Teil unserer Serie erfahren Sie mehr über die gesetzliche Grundlage und wann ein Kind privat krankenverichert werden muss.

Leser, die diesen Artikel gelesen haben, interessierten sich auch für die folgenden Artikel:

Welche monatlichen Kosten kommen auf einen Existenzgründer zu?
Krankenversicherung nach Auslaufen des Gründungszuschusses
Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung und Rentenversicherung



Sind Sie der geborene Unternehmer? Jetzt testen!