Subunternehmer

Ein Subunternehmer ist ein eigenständiger Unternehmer, welcher aber den Auftrag von einem vorgelagerten Hauptunternehmen (auch Generalunternehmer oder Generalübernehmer genannt) erhält. Dabei sind die Konditionen mit dem auftraggebenden Unternehmer in einem Werk- oder Dienstvertrag zu vereinbaren. Subunternehmer sind häufig im Handwerk sowie im Dienstleistungssektor anzutreffen.

Dank der Zusammenarbeit mit einem Subunternehmer kann sich das Hauptunternehmen auf Kerngeschäftsbereiche durch Outsourcing konzentrieren sowie Lohnnebenkosten vermeiden.

Ob ein Subunternehmer eingesetzt werden darf oder nicht, sollte mit dem ursprünglichen Auftraggeber geklärt werden. Er tritt dabei in keine Rechtsbeziehung mit dem Subunternehmer und hat keine Haftungsansprüche gegen ihn. Dies kann auch vertraglich geregelt werden.

Hauptunternehmer haftet für Subunternehmer - Ein Verschulden des Subunternehmens wird dem Hauptunternehmen zugerechnet (nach § 278 BGB). Werden also durch den Subunternehmer Leistungsstörungen verursacht, so ist das Hauptunternehmen gegenüber dem Auftraggeber dafür verantwortlich. Bei Mängeln am Bau kann der Bauherr Ansprüche gegen das Hauptunternehmen geltend machen – dieses kann aber die Ansprüche an den Subunternehmer weitergeben und die Mängelbeseitigung verlangen.

Beispiel:

Unternehmer A bekommt den Auftrag, eine Lagerhalle zu bauen. Da Unternehmer A dies personaltechnisch gar nicht schaffen kann, beauftragt er für die Erbringung einzelner Werkleistungen beim Errichten der Lagerhalle einen anderen Unternehmer – Unternehmer B. Dieser beauftragte Unternehmer B ist ein sogenannter Subunternehmer. Der Unternehmer A ist in diesem Fall der Hauptunternehmer. Unternehmer B hilft nun bei dem Bauvorhaben und stellt dies Unternehmer A zu vorher vereinbarten Konditionen in Rechnung.

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