Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist ein Begriff aus dem Controlling und eine der wichtigsten unternehmerischen Kenngrößen. Er bezeichnet die Differenz zwischen dem Verkaufserlös und den variablen Kosten. Der Deckungsbeitrag sollte zumindest die fixen Kosten abdecken und möglicherweise zur Erwirtschaftung eines Gewinns beitragen. Falls das nicht der Fall ist, dann hat das Unternehmen Riesenprobleme, denn dann fährt es Verlust ein. Der Deckungsbeitrag gehört zu der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR), die sich mit den Kosten (z. B. Fertigung) und den Leistungen (z.B. Produkt) eines Betriebes innerhalb eines bestimmten Zeitraums beschäftigt.  Der Deckungsbeitrag kann dabei entweder auf ein einzelnes Produkt (Stückdeckungsbeitrag bzw. selten Deckungsspanne) oder auf die gesamte Absatzmenge (Gesamtdeckungsbeitrag) angewandt werden. Der Deckungsbeitrag kann man bspw. dafür verwenden, die Absatzmenge, ab der das Unternehmen Gewinne erzielt (den Break-Even-Punkt) zu berechnen. Außerdem ist es durch die Berechnung des Deckungsbeitrages möglich festzustellen, welche Produkte oder Produktgruppen zur Deckung der Fixkosten viel bzw. wenig beitragen. Beispiel:
Das Unternehmen verkauft 1.000 Stück von Produkt A für 4,50 EUR pro Stück (Stückerlös), der Verkaufserlös PVK beträgt somit 4.500,- EUR. Der Einkaufspreis (variable Kosten – Kv) beträgt 2,15 EUR pro Stück. Bei 1.000 verkauften Produkten errechnet sich der Deckungsbeitrag (auch DB genannt) folgendermaßen:
DB = PVK - Kv
DB = 4.500,- EUR – 2.150,- EUR
DB = 2.350,- EUR Die fixen Kosten von Produkt A betragen im betrachteten Zeitraum 1.950,- EUR. Der Deckungsbeitrag liegt 400,- EUR (2.350 – 1.950) über den fixen Kosten. Produkt A hat demzufolge im Betrachtungszeitraum einen Gewinn von 400,- EUR erzielt. Zusätzlich kann der Deckungsbeitrag auch in Prozent berechnet werden: 2.350,- EUR Deckungsbeitrag / 4.500,- EUR Erlös = 52,2 % Deckungsbeitragsquote.

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