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Sensitivitätsmethode als Kreativtechnik zur Entwicklungssimulation

Die Sensitivitätsmethode ist eine Technik aus dem Projektmanagement, sie Ihnen helfen kann Risiken zu bewerten und Entscheidungen zu treffen. Es handelt sich um ein wissenschaftliches Verfahren, mit dem abstrakte Simulationen durchgeführt werden können und bietet eine Möglichkeit auch komplexe Systeme und Probleme zu bearbeiten. Innerhalb der Analyse können Sie überprüfen, welche Faktoren für Sie in welcher Größe ein Risiko darstellen könnten und welche Auswirkungen dies auf Ihr Projektergebnis haben könnte. Zudem können Sie Veränderung verschiedener Variablen können Sie Ihre Problemlösung auf Beständigkeit prüfen. Die Sensitivitätsmethode wird auch als Sensitivitätsanalyse oder Empfindlichkeitsanalyse bezeichnet.

Bitte wählen Sie zum Thema Sensitivitätsanalyse:

Mit der Sensitivitätsmethode können Sie prüfen, ob Ihre Idee wirtschaftlich ist

Die Sensitivitätsanalyse ist eine vielfältig einsetzbare Methode, um mathematische Modelle in bestimmten Beziehungen (Wirkungbeziehungen) zu setzen und im Ergebnis eine optimale Lösung sowie die Kenntnis über annehmbare Variabel Änderungen zu erhalten. Klingt erstmal abstrakt und kompliziert. Ist es aber gar nicht. Sie können selbst komplexe Modelle vereinfachen und zugleich die Robustheit Ihrer Idee prüfen. Die Methode hilft Ihnen die Beziehungen zwischen den Eingangsvariablen und den Ausgangsvariablen zu verstehen, Fehler in Ihrer Grundidee zu finden und durch mathematische Berechnungen Risiken zu minimieren.

Mit der Sensitivitätsanalyse können Sie:

  • bestimmte und komplexe Zusammenhänge übersichtlich und vereinfacht darstellen
  • die Robustheit Ihrer Idee / Ihres Projektes / Ihrer Finanzen prüfen
  • mit mathematischen Berechnungen Risiken und Fehler minimieren
  • Beziehungen zwischen Variablen darstellen, analysieren und besser verstehen
  • Faktoren und Einflüsse auf Lösungen aufzeigen
  • Wechselbeziehungen zwischen Faktoren aufdecken
  • eine Entscheidungshilfe schaffen

Anwendungsbereiche der Sensitivitätsmethode

Für verschiedene Problem- und Fragestellungen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen kann die Sensitivitätsanalyse ein Entscheidungshelfer sein. Beispielsweise können Sie Ihre Finanzen mit Investitions- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen unter die Lupe nehmen, oder Risikoanalysen vornehmen, aber auch im Management die Projekte hinsichtlich Ihrer Wirtschaftlichkeit und Ihres Projektlebenszyklus bewerten sowie Variablenwirkungen darstellen.

Methoden der Sensitivitätsanalyse zur Durchführung

Mit der Methode möchten Sie untersuchen, wie die Inputfaktoren Ihr Ergebnis beeinflussen können. Dazu haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Einmal ist eine mathematische Berechnung (Modellgleichung) möglich aber auch ein Iterationsverfahren, das die Inputfaktoren mit Vergleichsergebnissen darstellt.
Das klingt erst einmal abstrakt. Hier einmal praktisch vereinfacht: Sie haben die Inpuktfaktoren Preise und Kosten. Diese möchten Sie im Endergebnis hinsichtlich der Gewinnschwelle oder der Produktendmengen beurteilen. Wie verändert sich die Gewinnschwelle, wenn die Preise sinken oder die Kosten steigen, welche Kosten und/oder Preisveränderungen dürfen maximal entstehen, um den Break-even-Point nicht zu unterschreiten? Das sind Fragen, die Sie mit der Sensitivitätsmethode einfach und übersichtlich darstellen und beantworten können. An Hand der Ergebnisse können Sie wirtschaftliche Entscheidungen treffen und das Risiko eines Verlustgeschäftes minimieren.
Zur Durchführung erstellen Sie zuerst ein Parameter, z.B. mittels des Monte Carlo-Modells oder Screening Modells. In diesem Parameter fügen Sie Ihre Schlüsselfaktoren und Variablen ein. Diese Variablen können Sie beliebig verschieben und so Veränderungen ablesen. In der Regel werden im Anschluss drei Variablenveränderungen festgelegt und analysiert. Dies sind das wahrscheinlichste, das bestmögliche und das schlecht mögliche Ergebnis. Das können Sie in Tabellenform oder mittels Tornadodiagramm visualisieren.


Durchführung Schritt 1:Schlüsselfaktoren ermitteln
Durchführung Schritt 2: Faktorabweichungen prüfen, ob diese realistisch sind
Durchführung Schritt 3: Auswirkungen und Veränderungen der Variablen analysieren
Durchführung Schritt 4: In einem Modell 3 Szenarien darstellen (wahrscheinliches, ein pessimistisches und ein optimistisches Szenario)

Beispiel Sensitivitätsanalyse im Projektmanagement

Im Bereich Projektmanagement können Sie beispielsweise simulieren, wie sich ein Projektergebnis verändern kann, wenn zum Beispiel die Kosten steigen/sinken und/oder die Projektzeit sich verlängert/verkürzt. Zum Beispiel: Sie planen, ein neues Produkt marktfähig zu machen. Im Ergebnis haben Sie für die Markteinführung ein Budget von 10.000 Euro und einen Zeitrahmen von 10 Wochen eingeplant. Die Zeitkomponente beinhaltet die einzelnen Arbeitsschritte, wie z.B. Produktgestaltung, Verkaufsstellen vorbereiten, Marketing, Lagerbestand einrichten etc. Preise sind beispielsweise Kosten für notwendige externe Einkäufe (Werbeflächen mieten und Werbematerialien einkaufen, Versandmaterialien, Produktbestandteile…) aber auch Lohnkosten und Ausgaben für externe Dienstleister sowie Lagerhaltungskosten. Wenn Sie diese variablen Werte in Wirkung zum Schlüsselfaktor (Budget, Start) setzen, können Sie mögliche Projektabläufe simulieren und kritische Werte ermitteln.

Häufig gestellte Fragen zur Sensitivitätsanalyse

Was sind die Vor- und Nachteile der Sensitivitätsanalyse?

Vorteile:

  • Sie können Risiken analysieren und dadurch besser einschätzen
  • Einfach und mit geringem Aufwand anwendbar.
  • Diagrammdarstellung ist sehr anschaulich
  • Verschiedene Szenarien können schnell erstellt und verglichen werden


Nachteile:

  •  Realität der Variablen muss geprüft werden
  • Keine Wahrscheinlichkeitsaussage möglich
  • Bei komplexen Darstellungen viele Eingangsvariablen und Variationsmöglichkeiten
  • keine Informationen zu Gründen und Ursachen für Abweichungen

Kann eine Sensitivitätsanalyse auch einfach mit Excel erstellt werden?

Ja, Sie können mit dem Programm Excel eine Sensitivitätsanalyse erstellen und diese auch automatisieren. Hierzu legen Sie eine Datentabelle (Data Table) an. Die Berechnung erfolgt dann mit der What-If Formel (Was-Wäre-Wenn-Analyse). Die Tabelle können Sie später auch grafisch darstellen.

Warum ist die Sensitivitätsanalyse ein Planungsinstrument?

Durch die Berechnung von kritischen Werten für einzelne Faktoren ist es möglich zu planen, Auswirkungen abzuschätzen, mögliche Abweichungen kennen zu lernen und unsichere Einflussfaktoren einzuschätzen.

Was hat die Monte Carlo- Analyse mit der Sensitivitätsanalyse zu tun?

Die Monte-Carlo-Analyse ist eine computergestützte Methode der Sensitivitätsanalyse mit der durch mathematische Berechnungen Simulationen dargestellt werden können. Diese etwas aufwendigere Technik wird in der Regel von Fachleuten zur Risikoanalyse verwendet.

Was hat die Sensitivitätsanalyse mit einer Unternehmensgründung zu tun?

Bereits aus der Gründungsplanung ist Ihnen die Sensitivitätsanalyse bekannt. Im Bereich Finanzplanung sind Sie eventuell schon einmal mit dem Begriff in Kontakt gekommen. Im Finanzplan haben Sie Kapital und die erwarteten Erträge dargestellt. Hier wurden eventuell auch variable Finanzplanungsergebnisse mit unterschiedlichen möglichen Szenarien (Entwicklungen) separat ausgewiesen. Diese zeigten, welche Einflüsse wie auf das Geschäftsergebnis einwirken könnten. Genau das wurde mit der Sensitivitätsanalyse berechnet.

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