Organisieren Sie ggf. Ihre Weiterbildung, um die Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen!

Um sich selbständig machen zu können, müssen unter Umständen einige Zulassungen vorhanden sein. Fehlen Ihnen diese Zulassungen, müssen Sie via Weiterbildung dafür sorgen, derartige Genehmigungen zu bekommen. Auf dieser Seite finden Sie einige Anregungen zur Weiterbildung sowie mögliche Zulassungsvoraussetzungen für Ihre Selbständigkeit:

Welche Zeitschriften sollte ein Gründer lesen?

Als Existenzgründer fehlt Ihnen sicherlich die Zeit, ständig in Magazinen zu blättern. Und doch lohnt es sich, sich ab und an auch mit solch vermeintlich unwichtigen Aufgaben zu beschäftigen, denn gute Fachzeitschriften vermitteln Ihnen wichtiges Wissen, das Sie für eine erfolgreiche Unternehmung benötigen. Welche Magazine sich für Existenzgründer anbieten, sehen wir uns hier genauer an:

GründerZeiten vom BMWi

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie liefert Ihnen mit dem Infoletter „GründerZeiten“ wertvolle Informationen rund um die Existenzgründung und die erfolgreiche Führung eines Unternehmens. Die bereits erschienenen Ausgaben sind jederzeit online abrufbar bzw. als Printversion bestellbar. Typische Themen sind beispielsweise Existenzgründungsfinanzierung, Forderungsmanagement, Steuern oder Marketing.

Preis: kostenlos

Starting-Up

Spannende Geschäftsideen, erfolgreiche Existenzgründer sowie jede Menge Basiswissen rund um Themen wie Recht, Finanzen und Unternehmenspraxis liefert Ihnen das Magazin Starting-Up. Es erscheint vier Mal jährlich.

Preis: 5,90 Euro pro Heft

brand eins

brand eins ist kein spezielles Magazin für Existenzgründer, sondern bezeichnet sich selbst als Wirtschaftsmagazin. Interessant ist es deshalb, weil es Ihnen einen oftmals etwas anderen Blick auf Ihren Alltag ermöglicht. Jedes Heft beschäftigt sich mit einem bestimmten Thema als Schwerpunkt und beleuchtet es von verschiedenen Standpunkten aus.

Preis: 8,50 Euro je Ausgabe

Internet World Business

Das Fachmagazin erscheint im zweiwöchigen Rhythmus. Sein Fokus liegt auf der Existenzgründung im Internet und somit auf Themen wie E-Commerce, Online Marketing, Social Media und Technik. Es lohnt sich, das Heft regelmäßig zu lesen, wenn Sie auch im Internet präsent sind.

Preis: 5,40 Euro je Ausgabe

Impulse Gründerzeit

Impulse Gründerzeit ist eine Beilage, die zweimal jährlich als Beilage zum Impulse-Magazin erscheint und sich mit den verschiedensten Facetten der Gründung beschäftigt. Ebenfalls interessant, wenn auch nicht speziell auf Existenzgründer abgestellt, ist das Impulse-Magazin selbst, das neben Inhalten zur Gründung auch Artikel aus Bereichen wie Management, Unternehmen, Recht, Steuern, Finanzen oder Wirtschaftspolitik liefert. Es erscheint zehnmal pro Jahr.

Preis: 3 Euro je Ausgabe

Wie kann ich einen akademischen Grad nachholen?

Ein akademischer Grad wird ausschließlich an einer Hochschule - Universität oder Fachhochschule - erworben. Die drei Stufen sind der Bachelor, der Master und der Doktor. Neben dem Master gibt es auf dieser zweiten Stufe auch Abschlüsse als Magister (der aber gerade veraltet), Bezeichnungen mit dem vorangestellten Wort Diplom und Bindestrich (Beispiel Diplom-Bibliothekar) sowie den bekannten Doktor der Medizinberufe. Der dritte Grad mit seiner Bezeichnung Doktor hat mit Medizin nicht zwangsläufig zu tun, Sie können ebenso einen Doktor in Philosophie oder Mathematik erreichen. Es ist eine Zusatzausbildung, die nicht zwingendermaßen notwendig ist für das Berufsleben, eine Art Bonus, den man sich allerdings über viele Jahre hart erarbeiten muss.

Voraussetzungen

Die Voraussetzung für ein Studium, das Sie vor Ort, eventuell aber auch an einer anerkannten Fernuni absolvieren können, ist in der Regel das Abitur, mindestens das Fachabitur. Dieses selbst können Sie im zweiten Bildungsweg beispielsweise an der VHS (Volkshochschule) nachholen. Manche Studienfächer verlangen außer diesem Nachweis auch einen bestimmten Notendurchschnitt, sind also NC-Fächer (Numerus clausus: der Begriff, der Wartezeiten für alle Interessierten bedeutet, die nicht einen bestimmten Notendurchschnitt im Abitur nachweisen können; statt Wartezeiten gibt es teilweise auch Zusatzprüfungen).

Vorprüfungen

Manche Studiengänge prüfen Sie auf Herz und Nieren, bevor Sie zugelassen werden. So müssen Sie bei Kunst Mappen mit eigenen Kreationen vorlegen oder werden vor einem Journalistikstudium mit umfangreichen Prüfungsfragen konfrontiert. Hier ist eine vorherige Tätigkeit in der Branche durchaus sinnvoll, beispielsweise als Redakteur der Schülerzeitung oder in freier Mitarbeit für Ihre Lokalmedien.

Ortswechsel und Zeitplanung

Wenn Sie ein Studium nachholen möchten, kann das zudem einen Ortswechsel bedeuten. Nicht jeder Studiengang ist überall verfügbar. Hier kommen erneut Fernuniversitäten wie beispielsweise das Modell Hagen, wohl das bekannteste, infrage. Ebenso, wenn Sie die Ausbildung parallel zur bisherigen Arbeit planen. Ist schon Familie vorhanden, müssen Sie harte Zeitpläne machen und einhalten, um den Abschluss wirklich zu schaffen. Ein Studium ist kein Spaziergang oder Selbstläufer.

Finanzierung

Zur Finanzierung bleiben die BAföG-Anfrage, eventuell als Komplettkredit, die Kfw-Bank, ein Stipendium oder neben einem normalen Privatkredit natürlich auch das eigene Vermögen. Stipendien sind an Voraussetzungen wie besonders gute Noten und Begabungen geknüpft. Das müssen Sie für Ihren Fall eruieren. Ebenso die Möglichkeiten, BAföG zu beziehen. Wer nur studiert, kann nebenbei jobben oder vielleicht Teilzeit in seinem alten Betrieb arbeiten. Es gilt, alle Möglichkeiten genau zu prüfen und vor allem auch die eigenen Zukunftschancen in beruflicher und finanzieller Hinsicht ehrlich zu analysieren, bevor der Schritt ins Studium begonnen wird.

Lesen Sie nun folgenden Artikel und prüfen Sie, ob Sie auch andere Zulassungsvoraussetzungen benötigen! Bereiten Sie anschließend ggf. notwendige Weiterbildungsmaßnahmen vor!

Welche Möglichkeiten zur Weiterbildung gibt es gibt es über die Agentur für Arbeit?

Falls Sie derzeit arbeitssuchend bzw. bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitslos gemeldet sind, dann könnte eine Aus- oder Weiterbildung für Sie infrage kommen, um Ihre Arbeitslosigkeit zu beenden. Natürlich ist auch die Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus möglich. Ggf. benötigen Sie allerdings dafür noch die eine oder andere Weiterbildung. Weiterbildungen kosten Geld. Doch die Arbeitsagentur kann die Kosten für Sie übernehmen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit das Arbeitsamt Ihnen die Weiterbildung finanziert, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen und was es mit den Bildungsgutscheinen auf sich hat.

Finanzierung der Weiterbildung durch die Arbeitsagentur: Voraussetzungen

Zunächst einmal müssen wir festhalten, wen die Arbeitsagentur überhaupt fördert. Denn nicht jeder kann einfach zum Arbeitsamt gehen und die Finanzierung einer Weiterbildung beantragen. Im Folgenden eine Auflistung, wer in den Genuss einer solchen Fördermaßnahme kommen kann:

  • Bezieher von Arbeitslosengeld I
  • “Hartz-IV-Empfänger“
  • Beschäftigte in Kurzarbeit
  • Derzeit arbeitslos mit abgeschlossener Berufsausbildung oder alternativ mindestens 3 Jahre Berufserfahrung
  • Arbeitssuchende bzw. Arbeitnehmer, denen eine Kündigung droht oder deren Arbeitsvertrag ausläuft

Wenn Sie die Checkliste der Reihe nach durchgehen, dann haben Sie an dieser Stelle eigentlich noch nicht Ihr Unternehmen gegründet. Es könnte aber natürlich sein, dass Sie bereits Existenzgründer sind. Sofern das auf sie zutrifft – und Sie nicht gleichzeitig in eine der o.g. Personengruppen fallen – dann zahlt das Arbeitsamt für Sie keine Weiterbildung. Das müssten Sie dann aus eigener Tasche finanzieren. Doch für alle anderen besteht die Chance, dass die Weiterbildung finanziell übernommen wird. Damit sind wir auch schon beim zweiten wichtigen Punkt: den Voraussetzungen.

Voraussetzungen: Wann zahlt Arbeitsagentur eine Weiterbildung?

An dieser Stelle der Hinweis, dass Sie nicht auf die Finanzierung einer bestimmten Aus- oder Weiterbildung durch die Arbeitsagentur bestehen können. Sollten Sie sich zum Beispiel bereits einen Lehrgang herausgesucht haben und gehen dann siegessicher zum Arbeitsamt, um Ihren Bildungsgutschein abzuholen, könnten Sie enttäuscht werden. Alles steht und fällt mit dem Berater, der für Sie zuständig ist. Dieser allein entscheidet, ob Ihnen die Finanzierung der Weiterbildung bewilligt wird oder nicht.

Nach welchen Kriterien entscheidet der Berater? Der Fokus liegt ganz klar darauf, dass Sie durch die Weiterbildung Ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das heißt, es muss klar erkennbar sein, dass Sie auf dem einen oder anderen Gebiet ein Defizit aufweisen. Das könnte zum Beispiel auf dem kaufmännischen Gebiet sein. Oder es existieren gewisse fachliche Zulassungsvoraussetzungen, die Sie erst durch die Weiterbildung erhalten würden. Durch die Weiterbildung wird dieses Defizit beseitigt und die Chancen auf eine erfolgreiche Selbstständigkeit respektive Angestelltentätigkeit steigen deutlich.

Mit anderen Worten: Ist der Berater der Arbeitsagentur nicht davon überzeugt, dass die Weiterbildung Ihnen aus Ihrer Arbeitslosigkeit heraushelfen wird, lehnt er sie in der Regel ab.

Es dringend zu empfehlen, dass Sie rechtzeitig das Gespräch von sich aus suchen. Einfach zum Berater hingehen und sagen, dass Sie eine Weiterbildung bezahlt haben wollen, reicht nicht aus. Unter Umständen sind sogar mehrere Gespräche notwendig. Auf jeden Fall sollten Sie klar darlegen können, warum gerade diese Weiterbildung für Sie so wichtig ist und welche Vorteile Sie dadurch erhalten.

Was fördert bzw. bezahlt die Bundesagentur für Arbeit?

Schauen wir uns nun etwas genauer an, mit was für einer Förderung Sie rechnen dürfen. Im Folgenden zunächst eine Übersicht, was die Arbeitsagentur allgemein bezuschusst:

  • Seminar- bzw. Fortbildungskosten/-gebühren
  • Kosten für Unterbringung und Verpflegung bei auswärtiger Weiterbildung
  • Fahrtkosten bei Pendlern
  • Kosten für eine eventuelle Kinderbetreuung

Hier handelt es sich um die Kosten, die im Allgemeinen übernommen werden. Sollten Sie eine Weiterbildung anstreben, bei der Sie für mehrere Monate auswärts untergebracht und verpflegt werden müssen, so muss das schon einen sehr triftigen Grund haben, dass die Agentur für Arbeit das finanziert. Die Regel sieht eher so aus, dass Sie ein Seminar oder Kurs in Ihrer Gegend suchen müssen. Natürlich gelten bei Kost und Logis gewisse Höchstsätze pro Monat.

Fortbildung mit dem Bildungsgutschein finanzieren?

Wenn Sie es geschafft haben, den Berater von der Notwendigkeit Ihrer Fortbildung zu überzeugen, so erhalten Sie im Regelfall einen sogenannten Bildungsgutschein. Auf diesem Bildungsgutschein werden Dinge vermerkt wie Ihr Bildungsziel, was Sie gemeinsam mit dem Berater besprochen haben, die Dauer, die Region, in der Sie ihn einlösen können sowie die Gültigkeitsdauer.

Mit diesem Bildungsgutschein suchen Sie im Anschluss nun einen zertifizierten Bildungsträger. Um herauszufinden, welche das sind, können Sie die KURSNET-Datenbank der Agentur für Arbeit nutzen: https://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/.

Angebote gibt es in Deutschland reichhaltig. Teilweise bieten Ihnen die zertifizierten Bildungsträger, sogar ein Beratungsgespräch an, in dem Sie gemeinsam erarbeiten, auf was Sie im Gespräch mit der Arbeitsagentur achten sollten.

So funktioniert der Bildungsgutschein:

Fazit: Voraussetzung für die Finanzierung der Ausbildung durch Arbeitsagentur ist die Notwendigkeit

Als Fazit können wir festhalten, dass die wichtigste Voraussetzung, dass die Bundesagentur für Arbeit Ihre Fortbildung finanziert, die ist, dass der Berater die Notwendigkeit erkennt. Es ist wichtig, dass Sie deutlich machen, dass die Fortbildung Ihnen helfen wird, Ihre Arbeitslosigkeit zu beenden und den Start in die Existenzgründung deutlich erleichtert.