Besondere Vertragsbedingungen bei der Rechtschutzsversicherung

2 Männchzen stehen vor einem auf dem Tisch platzierten Vertrag und warten auf Unterzeichnung
Bild: Juergen Jotzo / pixelio.de

Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler haben ein sehr hohes Interesse daran, einen umfassenden und ausreichenden Rechtsschutz in Anspruch nehmen zu können. Leider sind – aufgrund der regelmäßig unterschätzen Risikoausschlüsse – Schwierigkeiten mit der Firmenrechtsschutzversicherung im Alltag nicht unbedingt selten. Darüber hinaus gelten im Bereich der Rechtsschutzpolicen einige weitere besondere Vertragsbedingungen, denen sich Firmen bewusst sein sollten.

Deckungssumme und Selbstbehalt

Wie viele Instanzen sich mithilfe einer Firmenrechtsschutzversicherung durchschreiten lassen, hängt stark von der Deckungssumme ab. In vielen Quellen werden für die Rechtsschutzversicherung 250.000 Euro als Regeldeckung angesehen. Allerdings bestätigen Ausnahmen die Regel. Es gibt durchaus Versicherer, die deutlich höhere Deckungssummen in ihren Verträgen zur gewerblichen Rechtsschutzversicherung ansetzen. Parallel besteht die Möglichkeit, in einigen Verträgen bestimmten Risikobereichen besonderes Augenmerk zu widmen.

Der Selbstbehalt

Eine besondere Vertragsbedingung, welche immer wieder im Bereich der Firmenrechtsschutzversicherung auftaucht, ist der Selbstbehalt. Hier verpflichtet sich das Unternehmen, einen Teil der Kosten aus dem Rechtsstreit selbst zu finanzieren. Je nach Versicherer kann die Höhe der Selbstbeteiligung variieren – von wenigen hindert Euro bis hin zu einem vierstelligen Betrag. Im Gegenzug zur Bereitschaft, Streitkosten selbst zu tragen, kommen die Versicherungsgesellschaften dem versicherten Unternehmen i. d. R. in der Beitragshöhe entgegen. Es ist gerade für Existenzgründer ratsam, den Selbstbehalt pro Schadensfall nicht zu hoch anzusetzen, um die finanzielle Leistungsfähigkeit substanziell nicht zu gefährden.

Wartezeiten in der Firmenrechtsschutzversicherung

Nicht wenige Firmen entschließen sich zum Abschluss einer Firmenrechtsschutzversicherung, wenn am Horizont bereits die ersten dunklen Wolken aufziehen. Allerdings ist diese kurzfristige Entscheidung für einen Versicherungsschutz eher ein Akt der Verzweiflung als ein konstruktiver Beschluss, denn in diversen Bereichen der Firmenrechtsschutzversicherung erlegen die Gesellschaften dem Versicherten eine Wartezeit von drei Monaten auf. Mit diesem Schritt soll genau die Situation verhindert werden, dass Unternehmen bei drohender Gefahr sich noch schnell an den Rettungsanker Firmenrechtsschutzversicherung klammern, um die Folgen einer Klage oder ähnlichen Rechtsstreitigkeiten abzuwenden. Zu den Bereichen, in denen Wartezeiten üblich sind, gehören unter anderem das Arbeits- sowie das Steuerrecht und Auseinandersetzungen vor den deutschen Sozialgerichten.

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