Wen versichert die Rechtsschutzversicherung?

Grundsätzlich schließt die Firmenrechtsschutzversicherung in die Deckung den Unternehmer/ Selbständigen/ Freiberufler in seiner Tätigkeit ein, erstreckt sich aber auch auf Mitarbeiter, Angestellte und gesetzliche Vertreter, solange sie für das Unternehmen tätig werden.Hinweis: Im Rahmen des Arbeits-Rechtsschutzes wird nur das Unternehmen in seiner Position als Arbeitgeber vom Umfang der Firmenrechtsschutzversicherung erfasst.

Rechtsschutz für Top-Manager

Geschäftsführer einer GmbH, Vorstände in Aktiengesellschaften, Gesellschafter, welche die Geschäfte einer OHG führen oder Aufsichtsräte – wer heute in Führungspositionen Verantwortung übernimmt, hat nicht nur auf der Karriereleiter einen wesentlichen Schritt nach vorn machen können. Im Rahmen von Personalführung und Unternehmensführung steht der berufliche Aufstieg im Zusammenhang mit unterschiedlichen Risiken, die auch juristische Bereiche berühren.

Denn Fehlentscheidungen oder verletzte Aufsichtspflichten können schnell zu einer erheblichen emotionalen und finanziellen Belastung werden. Für Top-Manager bieten sich daher besondere Spezialtarife an, welche wesentliche Risikobereiche abdecken und für Sicherheit sorgen.

Spezialtarife für Top-Manager

Dazu zählen der:

  1. Vermögensschadens-Rechtsschutz
    Hier gewährt die Versicherung unter anderem Schutz für die Wahrnehmung von Interessen im gerichtlichen und außergerichtlichen Rahmen, Kosten für das Verfahren (Anwalts- und Gerichtskosten) sowie Gebühren von Gutachtern oder der Gegenseite. Führungspersonen können zum Beispiel durch den Vorwurf einer mangelhaften Aufsicht über Mitarbeiter, die sich durch Unterschlagung bereichert haben, in eine solche Situation geraten.
  2. Anstellungsvertrags-Rechtsschutz
    Geschäftsführer und Vorstände, die über einen Dienstvertrag oder Anstellungsvertrag beschäftigt werden, fallen in den Bereich zivilrechtlicher Ansprüche, wenn es zu Streitigkeiten kommt. Der Arbeitsrechtsschutz kommt daher an dieser Stelle nicht in Frage. Über die Rechtsschutzversicherung für Top-Manager kann das Kostenrisiko für die Wahrnehmung eines solchen zivilrechtlichen Verfahrens deutlich reduziert werden. Dies schließt Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten ein.
  3. Spezial-Strafrechtsschutz
    Top-Manager ( GmbH oder AG) können sich durch Verletzungen von Vorschriften aus den Bereichen Handels- und Genossenschaftsrecht, Steuerrecht, Wettbewerbs- und Abgabenrecht einem Ermittlungsverfahren bzw. der Strafverfolgung aussetzen. Mit dem Spezial-Strafrechtsschutz werden unter anderem die Kosten der Verteidigung usw. aufgefangen.Entscheider und Manager haften im Alltag für Entscheidungen und Fehler. Mit dem Rechtsschutz für Top-Manager lassen sich zumindest deren Folgen auf finanzieller Ebene auffangen.

Top-Manager sollte Ihre eigene Absicherung unter die Lupe nehmen.

Grundsätzliche Risikoausschlüsse

Was gehört grundsätzlich in den Bereich der Risikoausschlüsse, bei deren Auftreten die Versicherer eine Regulierung verweigern? Gängige Ausschlüsse in der Firmenrechtsschutzversicherung, die nicht reguliert werden, sind:

  • Höhere Gewalt und Krieg
    Rechtsstreitigkeiten, die in ihrer Ursache im Zusammenhang mit kriegerischen/ feindseligen Handlungen, inneren Unruhen sowie Erdbeben und anderen gewalttätigen Auseinandersetzungen oder plötzlich und unerwartet auftretenden Naturkatastrophen stehen. Ebenfalls nicht in der Firmenrechtsschutzversicherung berücksichtigt werden Schäden aus Nuklearkatastrophen und Bergbauschäden.
  • Bauvorhaben
    Rechtsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit Bauvorhaben stehen. Dazu gehören der Erwerb bzw. die Veräußerung eines Grundstücks, welches für Bauzwecke bestimmt ist, sowie die juristische Auseinandersetzung im Zuge der Planung, Errichtung oder Veränderung einer Immobilie und Grundstücks.
  • Schadenersatzansprüche
    Rechtsstreitigkeiten, die auf Schadenersatzansprüchen beruhen, es sei denn, diese haben ihre Ursache in einer Vertragsverletzung.
  • Urheber- und Markenrecht u.ä.
    Rechtsstreitigkeiten, die sich aus dem Handelsrecht, Kartell- und Wettbewerbsrecht sowie dem Patent-, Urheber-, Marken-, Gebrauchsmusterrechten bzw. anderen Rechten an geistigem Eigentum ergeben.
  • Wettverträge u.ä.
    Rechtsstreitigkeiten aus dem Bereich der Spiel- oder Wettverträge, Termin- und Spekulationsgeschäfte.

Dazu kommen weitere Ausschlüsse –etwa aus dem Bereich des Erb- und Familienrechts, für Ordnungswidrigkeiten (Halt- und Parkverstöße) oder im Rahmen vorsätzlicher Straftaten – welche seitens der Rechtsschutzversicherungen nicht gedeckt werden. Unternehmer, die den Abschluss einer Firmenrechtsschutzversicherung ins Auge fassen, sind daher angehalten, sich eingehend mit den Allgemeinen Versicherungsbedingungen der einzelnen Gesellschaften auseinanderzusetzen.

     

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