In 5 Schritten zum internationalen Unternehmensnamen

Wenn Geschäftsidee und Unternehmensform stehen, hat der Existenzgründer noch eine weitere wichtige Aufgabe vor sich – die Namenssuche. Einen guten Namen zu finden, ist sicher nicht einfach. Noch kniffliger wird es jedoch, wenn der Name auch international funktionieren soll.

Warum ein internationaler Name?

Ein internationaler Name ist für alle Unternehmer interessant, die auch im Ausland Kunden ansprechen möchten. Dies können beispielsweise Onlinehändler sein oder, besonders typisch, Übersetzer. Ein sperriger deutscher Name erschwert es ausländischen Kunden, sich den Namen zu merken, im Bedarfsfall auf das Unternehmen zurückzukommen und es weiterzuempfehlen – bzw. überhaupt darauf aufmerksam zu werden.

Grundvoraussetzungen zur Namensfindung

Zunächst einmal sollte man sich überlegen, welche Märkte und Sprachen zur Zielgruppe gehören. In den gewählten Sprachen sollte der Name gut auszusprechen sein. Vor allem aber darf er keine negative Bedeutung haben. Ein abschreckendes Beispiel ist der Mitsubishi Pajero – im Spanischen ein derbes Schimpfwort.

So finden Gründer einen internationalen Namen

Auf der Suche nach einem internationalen Namen gibt es verschiedene Ansatzpunkte.

1. Wörter, die es in mehreren Sprachen gibt

Wörter, die in mehreren Sprachen gleich geschrieben werden, gibt es meist nur über zwei Sprachen hinweg, z. B. "modern" oder "orbit". Bei mehr als zwei Sprachen wird es kritisch; eines der wenigen Beispiele ist "orange". Alternativ muss man leicht unterschiedliche Schreibweisen in Kauf nehmen, wie z. B. bei "Triangel/triangle".

2. Personen oder Orte

Besonders bietet sich hier der mythologische Bereich an. Beispiel: Hermes Versand.

3. Lateinische Begriffe

Viele lateinische Begriffe existieren in abgewandelter Form noch heute in mehreren Sprachen oder werden zumindest verstanden (z. B. "primus"). Es gibt aber auch gelehrtere Beispiele, etwa Alete ("ernährt euch") oder Volvo ("ich rolle").

4. Wortbildungen, die auf einen lateinischen Begriff aufbauen

Gut eignen sich lateinische Präfixe wie "via", "trans", "pre" oder "perma", denen man ein weiteres Wortbestandteil anhängt. Beispiel: Permalux.

5. Freie Wortbildungen, die in mehreren Sprachen gut klingen

Freie Wortbildungen können gänzlich sinnfrei sein oder aber auf etwas Bekanntes zurückgreifen, etwa auf den eigenen Namen – siehe Adidas (nach dem Gründer Adolf Dassler).

Fazit

Wenn Gründer die o.g. Punkte beachten, finden sie recht schnell den passenden Namen für ihr neues Unternehmen. In den meisten Fällen wird es ratsam sein, dem Namen noch einen erklärenden Zusatz zuzufügen, etwa "Übersetzungen/Translations" etc. Hier muss man sich dann entweder für eine Sprache entscheiden oder das Unternehmen im Ausland unter verschiedenen Namenszusätzen laufen lassen.

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