Gibt es eine Altersbeschränkung bei der Existenzgründung?

Sie wissen nun, Opens internal link in current windowwelche Vorbereitungshandlungen Sie im Vorfeld Ihrer Gründung vornehmen dürfen, um Ihren Gründungszuschuss nicht zu gefährden. Es stellt sich jetzt allerdings auch die Frage, ob es eine Altersbeschränkung für die Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus gibt.

Altersbeschränkung nach oben: Das Rentenalter

Schwierig wird es mit der Förderung für Menschen, die kurz vor dem Renteneintrittsalter stehen. § 93 Abs. 5 SGB III verrät: Wer das für die Regelaltersrente i. S. des SGB VI notwendige Lebensjahr vollendet, erhält vom Beginn des darauffolgenden Monats an keinen Gründungszuschuss mehr. Welches Alter hierfür genau zutreffend ist, hängt dank der stufenweisen Erhöhung des Renteneintrittsalters vom Geburtsjahrgang des Gründers ab:

Renteneintrittsalter abhängig vom Geburtsjahr

Geburtsjahrgang

Renteneintrittsalter

1949

65 Jahre und 3 Monate

1950

65 Jahre und 4 Monate

1951

65 Jahre und 5 Monate

1952

65 Jahre und 6 Monate

1953

65 Jahre und 7 Monate

1954

65 Jahre und 8 Monate

1955

65 Jahre und 9 Monate

1956

65 Jahre und 10 Monate

1957

65 Jahre und 11 Monate

1958

66 Jahre

1959

66 Jahre und 2 Monate

1960

66 Jahre und 4 Monate

1961

66 Jahre und 6 Monate

1962

66 Jahre und 8 Monate

1963

66 Jahre und 10 Monate

ab 1964

67 Jahre

Auch das Einstiegsgeld ist dem Grunde nach auf den Zeitraum bis zum Renteneintrittsalter beschränkt, da auch der Bezug von ALG II dann ausläuft.

Wer so kurz vor der Rente daran denkt, sich selbstständig zu machen, sollte sich aber auch dessen bewusst sein, dass er seinen Lebensabend unter Umständen noch einmal um einige Jahre verschieben muss, sollte die Selbstständigkeit sehr gut laufen. Ein gut laufendes Geschäft einfach abzubrechen, ist nämlich nicht ganz so einfach, wie es sich zunächst anhören mag.

Gibt es ein Mindestalter?

Für die geförderte Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus gibt es kein Mindestalter. Um einen Gründungszuschuss beantragen zu können, ist allerdings ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I erforderlich. Dies ist nur dann der Fall, wenn mindestens zwölf Monate lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wurde, egal ob im Rahmen einer Berufstätigkeit, Ausbildung oder auch des Wehrdienstes. Ist dieser Umstand nicht erfüllt, kommt eine Förderung durch den Gründungszuschuss nicht in Frage. Der minderjährige Gründer kann sich dann alternativ auf Arbeitslosengeld II berufen und einen Antrag auf Einstiegsgeld stellen. Da dieses aber mitunter auch von der Dauer der Arbeitslosigkeit abhängt, sollten hier keine großen Beträge erwartet werden. Zudem sind bei der Gründung durch Minderjährige weitere spezifische Besonderheiten zu beachten, die wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst haben.

Doch was geschieht eigentlich, Opens internal link in current windowwenn die Gründung nicht gelingen sollte? Dies klären wir im nächsten Artikel des Abschnitts „Gründung aus der Arbeitslosigkeit“.

Häufig gestellte Fragen bei der Selbständigkeit aus der Arbeitslosigkeit:

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