Welche Verjährungsfristen sind für Existenzgründer von Bedeutung?

Die Verjährungsfristen sind sehr unterschiedlich aufgebaut und die gesetzlichen Regelungen sind komplex. Das haben Sie bereits in den ersten Teilen unserer kleinen Serie zum Thema sehen können. Doch trotz der zahlreichen Verjährungsfristen für die unterschiedlichsten Forderungen sollten Sie als Gründer sich auf die für Sie wichtigen Verjährungsfristen konzentrieren. Welche das sind, wollen wir Ihnen an dieser Stelle zeigen.

Mann sitzt mit dem Kopf auf dem Tisch
Bild: Shivmirthyu / pixabay.com

Verjährung von Forderungen

Von besonderer Bedeutung ist für Sie natürlich die Verjährung von Forderungen. Alle Rechnungen, die Sie an Ihre Kunden stellen, unterliegen in der Regel der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren.

Sind Ihre Rechnungen binnen dieser Verjährungsfrist nicht beglichen worden, so kann Ihr Kunde die Zahlung verweigern. Sie sollten sich deshalb schnellstmöglich darum bemühen, die Forderungen entsprechend einzutreiben.

Verjährung von Mängelansprüchen

Eine zweite wichtige Verjährungsfrist für Sie ist die Verjährung von Mängelansprüchen. Mit zwei Jahren ist diese für Existenzgründer recht lange. Diese Verjährungsfrist beginnt immer mit Übergabe der verkauften Objekte. Eine Verjährungsfrist von fünf Jahren gilt nur, sofern Sie Bauwerke verkaufen.

Verjährung von Steuerzahlungen

Bedeutend für Sie sind auch die Verjährungsfristen im Steuerrecht. Denn sobald die Zahlungsverjährung, in der Regel fünf Jahre, abgelaufen ist, müssen Sie geschuldete Steuern nicht mehr zahlen. Sie erhalten aber andererseits genauso Vergütungen nach Ablauf dieser Verjährungsfrist nicht mehr zurück.

Was Sie beachten sollten

Im Hinblick auf die vielfältigen Verjährungsfristen, die auch für Ihr Unternehmen interessant sind, sollten Sie grundsätzlich darauf achten, Mängelansprüche auszuschließen bzw. mit einzukalkulieren. Durch die Verwendung minderwertiger Materialien werden viele Mängelansprüche auf Sie zukommen, setzen Sie deshalb besser auf hochwertigere Materialien. Preislich können Sie kaum einen Unterschied verzeichnen, denn bei zahlreichen Mängelansprüchen müssen Sie diese ebenfalls in Ihren Preis mit einkalkulieren, so dass er sich trotz günstiger Materialien erhöht.

Des Weiteren sollten Sie alle Hebel in Bewegung setzen, um die Verjährung zu hemmen. Hierfür stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die wir im nächsten Teil unserer Serie näher beleuchten wollen.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr Torsten vom

Gründerlexikon

Das sollten Sie zur Verjährung von Forderungen auch wissen!

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