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Informieren Sie sich regelmäßig über den Bonitätsindex Ihrer Kunden?

Damit gar nicht erst allzu hohe offene Forderungen entstehen, sollten Sie sich von vornherein und auch während des laufenden Kundenverhältnisses regelmäßig über Ihre Kunden sowie deren Zahlungsverhalten informieren. Vor allem bei größeren Rechnungsbeträgen bzw. Aufträgen, sollten Sie sich sehr gründlich über die Bonität Ihrer Kunden informieren. Denn kommt dieser seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, könnte Sie das in ernste finanzielle Schwierigkeiten bringen. Insbesondere der Bonitätsindex ist hierfür die ausschlaggebende Größe, um die Bonität festzustellen.

Sie können neben den internen auch externe Informationsquellen für die Einschätzung der Bonität Ihrer Kunden nutzen. Welche Quellen in Frage kommen und wie Sie diese richtig analysieren, zeigen wir Ihnen an dieser Stelle.

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Befragen Sie Wirtschaftsauskunfteien

Wirtschaftsauskunfteien sammeln jede Menge Daten zu den Unternehmen. Überprüfen Siehaftungsrechtliche Aspekte, wie die Frage, wer für das Unternehmen haftet und ob die Haftung begrenzt ist. Auch sollten Sie prüfen, wer Verträge abschließen darf und ob das Unternehmen nur mit dem Geschäftsvermögen haftet oder die Inhaber bzw. Gesellschafter auch mit ihrem privaten Vermögen für die Verbindlichkeiten aufkommen.

Betrachten Sie außerdem die Jahresabschlüsse. Sie geben Aufschluss über liquide Mittel des Unternehmens, sowie die Entwicklung der vergangenen Jahre. Dabei können Sie ebenfalls einen Vergleich mit anderen Unternehmen derselben Branche durchführen. Die Eigenkapitalquote eines Unternehmens sollten Sie bei der Prüfung zusätzlich berücksichtigen. Insbesondere der Anteil von Eigen- und Fremdkapital sollte im Verhältnis betrachtet werden.

Die Wirtschaftsauskunfteien können Ihnen ebenfalls Auskünfte über das Zahlungsverhalten liefern. Erfahrungen anderer Unternehmen, sowie ausgefallene Zahlungen werden stets dokumentiert. Gleiches gilt für Veränderungen im Zahlungsverhalten während der letzten Monate. Zudem können Sie Bonitätsbeurteilungen erhalten, hinsichtlich des Ausfallrisikos, das die Wirtschaftsauskunftei ermittelt oder hinsichtlich der Zahlungsweise. Auch ein empfohlener Kreditrahmen kann dabei abgefragt werden.

Nutzen Sie Bankenauskünfte und die Schufa

Außerdem können Sie Bankenauskünfte nutzen. Häufige Überziehungen des Kontos, das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben, sowie die Kreditwürdigkeit des Unternehmens werden Sie dabei in Erfahrung bringen können. Ebenfalls sieht die Bank, ob das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen immer nachgekommen ist.

Zusätzliche Informationen erhalten Sie auch von der Schufa, allerdings nur, wenn Sie deren Vertragspartner sind. Sie kann Ihnen Auskunft über die Zahlungsfähigkeit und -willigkeit des Unternehmens geben und aufzeigen, ob bzw. wie oft Mahnbescheide und Vollstreckungsbescheide ergangen sind.

Bedeutung des Bonitätsindex

Gewichtung des Bonitätsindex

Auskunfteien bedienen sich zusätzlich eines Bonitätsindexes, um die Bonität von Kunden zu klassifizieren. In diesen Index fließen verschiedenste Risikofaktoren ein, beispielsweise:

  • Zahlungsweise
  • Krediturteil
  • Bilanzbonität
  • Unternehmensentwicklung
  • Auftragslage
  • Rechtsform
  • Branche
  • Alter des Unternehmens
  • Umsatz
  • Anzahl der Arbeitnehmer
  • Umsatz pro Arbeitnehmer
  • gezeichnetes Kapital

Aus dem errechneten Bonitätsindex können Sie auf die Bonität schließen. Bei Creditreform gelten beispielsweise folgende Abstufungen:

Bonitätsindex

Bonität

100 – 149

ausgezeichnete Bonität

150 – 199

sehr gute Bonität

200 – 249

gute Bonität

250 – 299

mittlere Bonität

300 – 349

schwache Bonität

350 – 499

sehr schwache Bonität

500

mangelhafte Bonität

600

ungenügende Bonität

Das Gegenstück der SCHUFA ist der sogenannte SCHUFA-Score. Je besser der Index ist, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Rechnungen später auch bezahlt werden. Garantien gibt es jedoch nicht.

Der Bonitätsindex als Indikator für schlechtere Zahlungsfähigkeit

Betrachten Sie den Bonitätsindex im zeitlichen Verlauf, indem Sie ihn bei schwierigen Kunden regelmäßig abrufen, beispielsweise im quartalsweisen oder halbjährlichen Turnus, können Sie Veränderungen frühzeitig erkennen. Häufen sich aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten negative Einträge bei der Auskunftei, verschlechtert sich zwangsläufig auch der Bonitätsindex.

Stellen Sie bei einem Kunden eine solche Verschlechterung fest, sollten Sie zeitnah Maßnahmen ergreifen. Prüfen Sie zunächst das Zahlungsverhalten, das er bezüglich Ihrer Rechnungen an den Tag legt. Sollten Sie Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Kunden haben, sollten Sie darüber nachdenken, risikobehaftete Zahlungsmethoden nicht mehr anzubieten. Dies bedeutet, dass sowohl die Zahlung auf Rechnung ausscheiden als auch längere Zahlungsziele gekappt werden sollten. Im Idealfall stellen Sie auf Vorkasse oder Nachnahmelieferung um.

Wo Sie eine Opens internal link in current windowBonitätsauskunft online anfordern können, um die Zahlungsfähigkeit Ihres Kunden zu prüfen, erfahren Sie im nächsten Artikel!

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr Torsten vom

Gründerlexikon
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Foto Torsten Montag

Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder probieren Sie den Geschäftsideenfinder!

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