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Schreiben Sie Angebote und Kostenvoranschläge!

Nachdem Sie nun Unternehmer sind, liegt es an Ihnen, ob Sie Aufträge, Arbeit und damit Geld bekommen. Die Voraussetzung dafür ist stets dem Kunden ein Angebot oder einen Kostenvoranschlag zu erstellen und somit eine Kalkulation zu unterbreiten. Diese Tätigkeit wird in Abhängigkeit ihrer Branche unterschiedlich oft auf Sie zukommen. Im Baugewerbe empfinden es einige Unternehmer fast als Belästigung, täglich Dutzende Angebote für Kundenanfragen zu erstellen. Andere Unternehmer hingegen freuen sich, wenn sie pro Monat oder sogar im Jahr ein oder zwei Angebote schreiben dürfen.

Wählen Sie aus den häufigen Fragen zum Kostenvoranschlag:

Handwerker geprellt - Kostenvoranschläge und Aufmaße für die Konkurrenz erstellen

In Handwerkerkreisen ist es gang und gäbe, dass Kostenvoranschläge erstellt werden. Dies ist ja auch nur recht und billig, denn schließlich möchte der Kunde wissen, wie viel er bezahlen muss, wenn er die Leistung bei Ihnen in Auftrag gibt. Veräppelt fühlt man sich dann aber doch, wenn man später herausfindet, dass anderen Handwerkern das eigene Aufmaß bzw. der eigene Kostenvoranschlag vorgelegt wurde, damit diese keine Arbeit mit einem Angebot haben und nur noch ihre eigenen Preise hinter die einzelnen Positionen schreiben müssen.

Sie haben in diesem Fall sehr viel Arbeit mit der Erstellung des Kostenvoranschlags/Aufmaßes gehabt, besonders wenn es um umfangreiche Aufträge wie ganze Bauprojekte geht. Sie haben aber im Endeffekt nichts davon, weil Ihr Kunde ja dank Ihrer Arbeit zahlreiche Angebote einholen, direkt miteinander vergleichen und schließlich das billigste auswählen kann. Doch wie sollten Sie damit umgehen, wenn Sie bemerken, dass Sie ein Aufmaß von Vornherein eigentlich nur für die Konkurrenz erstellen? Zunächst sollten Sie den Opens internal link in current windowUnterschied zwischen einem Kostenvoranschlag und einem Angebot kennen! Außerdem haben wir für diese Situation zwei Tipps für Sie!

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1. Tipp: Verlangen Sie eine Schutzgebühr für die Erstellung Ihres Kostenvoranschlags bzw. Aufmaßes!

Immer mehr Handwerker gehen inzwischen dazu über, dass sie Kostenvoranschläge und Aufmaße nicht mehr kostenfrei erstellen, sondern dafür eine geringe Schutzgebühr erheben. Diese muss nicht besonders hoch ausfallen 15 bis 30 Euro reichen dafür in der Regel. Doch dies kann bereits reichen, um Kunden, die eigentlich gar keine Kunden werden wollen, abzuschrecken. 

Damit Sie durch diese Maßnahme nicht auch die Interessenten verschrecken, die sich tatsächlich für die Beauftragung Ihres Unternehmens interessieren, müssen Sie aber von Vornherein klarstellen, dass diese Schutzgebühr bei einer Beauftragung rückerstattet bzw. mit dem Auftrag gegengerechnet wird.

2. Tipp: Bieten Sie Kostenvoranschläge als Dienstleistung an!

Sie können aber auch einen Schritt weitergehen und Kostenvoranschläge als Dienstleistung anbieten. Bieten Sie Interessenten an, gegen eine Gebühr das Aufmaß oder einen Kostenvoranschlag zu erstellen. Stellen Sie dann dem Kunden die Daten in einer Form zur Verfügung, in der er sie auch an andere Handwerker verteilen kann.

Der Vorteil für Sie: Sie können trotz allem Ihr Angebot abgeben – und das auch noch als erster – und werden für Ihren Aufwand auch noch entlohnt. Das Einholen anderer Angebote durch den Kunden können Sie ohnehin nicht verhindern, aber so können Sie den Verlauf der Angebotseinholung durchaus mitbeeinflussen.

Wie kann ich die Fallstricke bei Angebot, Auftrag und Rechnung umgehen?

Viele Handwerker kennen die Problematik, dass ihre Kunden eine schlechte Zahlungsmoral an den Tag legen. Beinahe jeder Rechnung müssen sie nachlaufen, damit sie ihr Geld bekommen, oder sich gar mit den Kunden herumstreiten. Das liegt oft an den Kunden, die ihre Rechnungen nicht pünktlich bezahlen – aber oft genug auch an den Handwerkern.

Schmied
Bild: ptdh / pixabay.com

Welche typischen Fehler kann ich vermeiden?

Vermeiden Sie die folgenden Fehler, um Ihren Kunden keine Angriffsfläche für Streitigkeiten zu bieten:

  • Angebot ohne Details: Lassen Sie sich nicht darauf ein, ein Angebot abzugeben, bevor Sie den exakten Leistungsumfang kennen. Sie riskieren sonst, dass Ihr Kunde später plötzlich mit weiteren Wünschen daherkommt, die Sie zum gleichen Preis „mit erledigen“ sollen.
  • Einbeziehung der VOB bei Privatkunden: Die VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) kann als AGB gewertet werden. Die Erklärung von AGB gegenüber Privatpersonen ist jedoch als rechtlich kritisch anzusehen. Vermeiden Sie diese Problematik, indem Sie einen Vertrag auf Basis des BGB schließen. Falls Sie unbedingt die VOB als Vertragsbasis wollen, müssen Sie Ihrem Kunden den Text der VOB aushändigen.
  • Keine Abschlagszahlungen: Abschlagszahlungen sind auch bei Verträgen mit Privatkunden durchaus üblich. Allerdings müssen Sie die Möglichkeit von Abschlagszahlungen bereits im Angebot erwähnen. Wenn Sie später bei der Schlussrechnung einen Zahlungsausfall haben sollten, hält sich Ihr Verlust durch die Bezahlung der Abschläge in Grenzen.
  • Mündlicher Auftrag: Lassen Sie sich die Auftragserteilung immer schriftlich bestätigen, um im Streitfall beweisen zu können, dass eine Beauftragung vorlag. Sie können den Kunden die Auftragserteilung auf Ihrem Exemplar des Angebots bestätigen lassen, dann ist der Angebotsumfang auch gleich abgesegnet.
  • Mängel: Wenn Ihr Kunde einen Mangel entdeckt, sollten Sie ihn sofort beheben, um ihm keinen Grund zur Zahlungsverweigerung zu geben. Sollten Sie selbst Bedenken bezüglich der Auftragsausführung haben, sollten Sie diese unverzüglich schriftlich mitteilen.
  • Nicht prüffähige Rechnung: Prüffähig ist eine Rechnung dann, wenn der Bauherr nachvollziehen kann, was genau abgerechnet wurde. Wenn Sie beispielsweise bei einem größeren Projekt nur eine Position mit dem Gesamtpreis stehen haben, reicht das definitiv nicht aus.
  • Fehlende Angaben in der Rechnung: Die Rechnung muss auch den Mindestbestandteilen gemäß Umsatzsteuergesetz genügen. Dazu gehören beispielsweise eine einmalige Rechnungsnummer, das Rechnungsdatum, Ihre Anschrift und die des Kunden, und der Lieferzeitpunkt.

Download: Angebot freibleibend

Hier die Vorlage für ein Angebot freibleibend downloaden und ein Angebot für Ihren nächsten Kunden erstellen - schnell und einfach!

Wie kann ich im Fall einer Kündigung vorgehen?

Ihr Kunde kann den Werkvertrag jederzeit kündigen. Natürlich muss er Ihnen den Aufwand bezahlen, der bereits angefallen ist. Wenn Sie im Anschluss Probleme damit haben, für Ihre Mitarbeiter eine andere Arbeit zu finden, müssen auch die dadurch entstehenden Kosten bezahlt werden. In diesem Fall dürfen Sie pauschal 5 Prozent des in Rechnung gestellten Teilpreises ansetzen.

Wenn Ihr Kunde Sie mit Sonderanfertigungen oder Einzelstücken beauftragt hat, die Sie anderweitig nicht verkaufen können, muss Ihr Kunde zudem das Material bezahlen, auch wenn die betreffenden Stücke nicht mehr eingebaut worden sind.

Was gibt es bei der Preisgestaltung zu beachten?

Zunächst sollten Sie den Opens internal link in current windowUnterschied zwischen Angeboten und Kostenvoranschlägen kennen. Es gibt vier Varianten, die Ihnen zur Verfügung stehen:

  • Kostenvoranschlag: Sie schätzen Ihren Aufwand an Material und Arbeitszeit. Der Preis kann später um bis zu zehn Prozent und mehr ausfallen – ein Gericht hat sogar einmal 28 Prozent durchgehen lassen.
  • Festpreis: Sie kalkulieren den gesamten Aufwand und geben einen Festpreis an, an den Sie gebunden sind. Abweichungen davon sind nur möglich, wenn der Kunde nachträglich weitere Leistungen fordert.
  • Einheitspreis: Die Abrechnung erfolgt anhand eines Leistungsverzeichnisses, das Einheitspreise angibt (vor allem im Bau verbreitet).
  • Stundenzettel: Auf einem Stundenzettel halten Sie die gearbeitete Arbeitszeit fest. Lassen Sie sie immer vom Kunden abzeichnen, um später Streitigkeiten zu vermeiden. Anhand des Stundenzettels stellen Sie den tatsächlichen Aufwand in Rechnung.

Für welche dieser Varianten Sie sich entscheiden, hängt vom Kunden und von der Art des Auftrags ab. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Aber wenn Sie unsere Tipps befolgen, gehen Sie immer auf Nummer sicher.

Download: Vorlage Werkvertrag

Opens external link in new windowHier downloaden (9 Seiten .docx, 43.5 kb) und Subunternehmer rechtssicher beauftragen!

Wo erhalte ich ein Muster oder eine Vorlage für einen Kostenvoranschlag?

Screenshot der ausgefüllte Kostenvoranschlag als Muster

Der Kostenvoranschlag wird wegen seiner detaillierten Darstellung in der Praxis gern vom Verbraucher angefordert, um die geschätzte Höhe möglichst genau zu bekommen. Leider sind die meisten über die rechtliche Bindung dieses Überschlages nur wenig bis gar nicht informiert. Deshalb sollte der Werkunternehmer umso besser Bescheid wissen und seinen Kunden bei einer entsprechenden Anfrage darüber informieren. So vermeiden Sie unliebsamen Ärger. In unserem Artikel haben wir Ihnen die wichtigsten Opens internal link in current windowUnterschiede vom Kostenvoranschlag zum Angebot zusammengefasst.

Unsere Vorlage setzt die Empfehlungen der IHK um. Das Paket beinhaltet neben dem selbstrechnenden Kostenvoranschlag alle weiteren Formulare, die Ihnen helfen sich rechtlich abzusichern. Das Formular Vereinbarungen zum Kostenvoranschlag ist vor der Erstellung vom Kunden unterschreiben zu lassen und dem Kostenvoranschlag später als Anhang beizufügen. Das Formular Bestätigung dient Ihrer Absicherung im Streitfall: Wird während der Herstellung des Werkes ein Mehrbedarf an, der so nicht absehbar war, sind Sie verpflichtet Ihren Kunden darüber zu informieren. Erst wenn dieser mit der Erhöhung einverstanden ist, dürfen Sie weitermachen. Dieses sollte er Ihnen schriftlich geben. Das Gesetz verpflichtet Sie zwar nicht dazu diese Formalitäten schriftlich abzuwickeln - doch die Praxis zeigt, dass es sinnvoller ist. Im Muster können Sie den ausgefüllten Kostenvoranschlag ansehen.

Weitere wichtige Fragen zum Kostenvoranschlag:

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Foto Torsten Montag

Meine Name ist Torsten Montag, ich betreibe seit 2004 das Gründerlexikon. 2019 habe ich die GründerAkademie gegründet. Hier finden Sie all die Dinge, die mir geholfen haben, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Machen Sie zuerst meinen UnternehmerTest oder probieren Sie den Geschäftsideenfinder!

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