Zeitverschobene Inventur

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Eine weitere Vereinfachungsform der Inventur wird durch die zeitlich verschobene Inventur beschrieben. Danach kann die jährliche körperliche Bestandsaufnahme ganz oder teilweise innerhalb drei Monate vor dem Bilanzstichtag oder zwei Monate danach durchgeführt werden. Die so festgestellten Bestände sind nach Art und Menge in einem besonderen Inventar fest zu halten. Der so ermittelte Bestand ist dann wertmäßig auf dem Bilanzstichtag vorzuschreiben oder zurückzurechnen. Das heißt die Bestandsveränderungen zwischen dem Inventurstichtag und dem Bilanzstichtag müssen berücksichtigt werden.

Beispiel: In der Firma X wird eine zeitverschobene Inventur am 1.11. des Wirtschaftsjahres durchgeführt. Es wird einen Inventurbestand von 10.000 € ermittelt. In der Zeit vom 2.11. bis zum 31.12. werden Waren im Wert von 5.000 € eingekauft. Aus dem Lager werden Waren im Wert von 9.000 € entnommen und an Kunden verkauft. Somit ermittelt sich ein Inventurbestand zum 31.12. in Höhe von 6.000 € (10.000 € + 5.000 € - 9.000 €).

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