Verkaufspreis
(1 Bewertungen)Im Handel wird der Verkaufspreis einer Ware mit der so genannten Handelskalkulation bestimmt. Mit diesem Verfahren wird sicher gestellt, dass die Preisuntergrenze nicht unterschritten wird und sämtliche Kosten des Handelsunternehmens anteilig im Preis enthalten sind. Je nach Marktlage und Verfügbarkeit der Waren enthält der Verkaufspreis auch den kalkulierten Gewinn des Unternehmens. Für begrenzte Verkaufsaktionen oder Sonderangebote wird zuweilen auf den Gewinn bei einer Ware verzichtet, um mit einem preiswerten Abverkauf generell die Kundenfrequenz zu erhöhen.
Die Selbstkostenkalkulation
Die Selbstkostenkalkulation dient dazu, den Aufwand, den die Beschaffung, die Lagerung und der Verkauf der Ware verursachen, die so genannten Handlungskosten, im Verkaufspreis zu amortisieren. Der Bezugspreis setzt sich zusammen aus dem Listeneinkaufspreis minus Lieferrabatt und/oder Lieferskonto plus Bezugskosten. Zu den Kosten aus der Beschaffung kommen noch der Mietzins für Lager und Verkaufsräume sowie die Personalkosten. Am Ende dieser Rechnung steht der Selbstkostenpreis.
Die Verkaufskalkulation
Die Verkaufskalkulation schließt den eigenen Gewinn ein sowie Provisionen, Rabatte oder das Skonto, das für eine schnelle Zahlung des Kunden gegeben wird. Durch die Übernahme dieser Beträge in den Verkaufspreis wird gesichert, dass der eigene Gewinn nicht geschmälert wird. Dazu kommt die Mehrwertsteuer, die auf den Endpreis gelegt und an den Kunden weitergegeben wird. Damit steht der Bruttoverkaufspreis fest.
Unterschiedlicher Verkaufspreis
Innerhalb der Verkaufskalkulation, auch Handelsspanne genannt, sind Gewichtungen im Verkaufspreis möglich. Das wird gern zu Werbeaktionen genutzt. Aber auch wenn eine Warengruppe wertvollen Lagerplatz für gefragtere Waren blockiert, setzt man auf preiswerten Abverkauf, um nicht auf die höheren Gewinne bei der anderen Warengruppe verzichten zu müssen.
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