Gegenmaßnahmen, um das Scheitern junger Unternehmen zu verhindern
(1 Bewertungen)
Teil 7 von 8 aus der Serie:
Gründe für das Scheitern junger Unternehmen
Gründe für das Scheitern junger Unternehmen
- Warum junge Unternehmen binnen fünf Jahren oft scheitern
- Absatz- und Faktormärkte
- Fehlerhafte Entscheidungen
- Die Geschäftsführungs-Teams
- Probleme bei der Finanzierung
- Persönliche Probleme
- Gegenmaßnahmen, um das Scheitern junger Unternehmen zu verhindern
- Nach dem Marktaustritt: Was passiert mit den Jungunternehmern?
In den vergangenen Teilen unserer Serie zu den Gründen für das Scheitern junger Unternehmen haben wir erkannt, dass oftmals Faktoren auf den Absatzmärkten, zu geringe fachliche Qualifikationen, Probleme im Gründungsteam oder persönliche Probleme der Gründer verantwortlich waren. Auch Finanzierungsprobleme waren ein wichtiger Grund für viele Unternehmensschließungen. Heute wollen wir uns mit den möglichen Gegenmaßnahmen beschäftigen, die den Marktaustritt der jungen Unternehmen hätten verhindern können.
Neue Märkte, Produkte, Prozesse
Viel versprechend sind die Versuche, neue Märkte zu erschließen. Dies kann durch eine Ausweitung der Lieferungen, etwa ins Ausland erfolgen. Aber auch neue Produkte oder zumindest angepasste Produkte könnten neue Märkte erobern. Im Ablauf der unternehmensinternen Prozesse könnten Verbesserungen zu einer effektiveren Arbeitsweise führen.
Das Problem beim Erschließen neuer Märkte, bei der Entwicklung neuer Produkte oder Veränderungen in den betriebsinternen Prozessen ist, dass dies Zeit braucht. Obwohl vergleichsweise viele Unternehmen versucht haben, mit solchen Maßnahmen die Schließung des Unternehmens zu verhindern, konnten sie nicht helfen. Gründe waren häufig darin zu sehen, dass die ersten Anzeichen für eine Krise übersehen bzw. viel zu spät erkannt wurden. Mit geringen Vorlaufzeiten lassen sich jedoch entscheidende Veränderungen kaum durchführen.
Personalabbau und Kurzarbeit
Ein wichtiger Anteil der Fixkosten in Unternehmen entfällt auf das Personal. Deshalb haben viele Unternehmen versucht,Personal abzubauen, um somit Kosten einzusparen. Auch dieKurzarbeit ist dabei eine Möglichkeit für Einsparungen. Jedoch sollte man hierbei nicht vergessen, dass auch diese Maßnahmen nur dann hilfreich sein können, wenn die Krise noch nicht zu weit vorangeschritten ist.
Zudem bedeutet ein Personalabbau zeitgleich auch eine Verringerung der Kapazitäten. Sollten nun größere Aufträge ausgelöst werden, können diese nicht mehr zeitnah ausgeführt werden. Das wiederum würde ein weiteres Problem und einen weiteren Schritt in Richtung Marktaustritt bedeuten.
Beratungen und Vermögensveräußerung
Viele Unternehmen, die mit einem Insolvenzverfahren aus dem Markt ausgetreten sind, haben eine Sanierungsberatung in Anspruch genommen. Das zeigt deutlich, dass die Unternehmen noch Hoffnung hatten, durchfachlich kompetente Hilfe einen Weg aus der Krise zu finden. Dennoch gilt auch in diesem Bereich: Beginnt die Sanierung zu spät, kann sie den Marktaustritt nicht mehr abwenden.
Die Veräußerung bestehenden Vermögens nahm hingegen nur eine untergeordnete Rolle ein. Gründe dafür könnten sein, dass die Vermögen als Sicherheiten für die Banken galten und nicht veräußert werden konnten, aber auch, dass keine Käufer gefunden wurden.
Zu späte Reaktionen
In fast allen Fällen zeigt sich, dass die Gegenmaßnahmen zwar hätten wirken können, doch nur dann, wenn ausreichend Vorlaufzeit da gewesen wäre. Obwohl diese Zeit vom Erkennen der ersten Anzeichen für die Krise zwischen 0 und 60 Monaten liegt, erkennen viele junge Unternehmen diese doch zu spät. Dennoch hätte es auch hier Chancen gegeben, wie die befragten Unternehmer angaben.
Insbesondere die staatliche Unterstützung in Form von geringeren Steuern oder Erleichterungen bei den Lohnkosten hätte helfen können. Denn fast immer warenfehlende finanzielle Mittel ein entscheidender Grund für den Marktaustritt.
Lesen Sie im nächsten Teil, welche Folgen der Marktaustritt von Unternehmen hat.
Quelle:
Eigene ErfahrungenBenutzer die diesen Artikel gelesen haben, haben auch folgende Artikel gelesen:
-
Magazin
- Nach dem Marktaustritt: Was passiert mit den Jungunternehmern?
- Warum junge Unternehmen binnen fünf Jahren oft scheitern
Artikel verfolgen
Wenn Sie über Änderungen an diesem Artikel benachrichtigt werden möchten, klicken Sie auf Benachrichtigen
Häufig gelesen
Vorlage Abtretungserklärung
Häufig gesucht und nachgefragt wird eine Vorlage zur Abtretungserklärung. Abtretungserklärungen si...
E-Book: Die 10 häufigsten Fragen zum Nebengewerbe und zur Nebentätigkeit
Endlich der eigene Herr sein, das eigene Wissen nutzbringend anwenden oder sein Hobby zum Beruf mache...
Wann muss ich eine Umsatzsteuererklärung abgeben? FAQ 20
Sehr häufig wir im Forum die Frage gestellt: Wann muss ich eine Steuererklärung abgeben? oder Welc...
Fragebogen zur steuerlichen Erfassung FAQ 16
Den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, auch ...
Anlage EÜR für 2009 online
Soeben habe ich die Nachricht erhalten, dass der Vordruck zur Einnahmenüberschussrechnung EÜR 2009...
Zuletzt geschrieben
Fachanwälte beraten Unternehmen 
Das Leistungsportfolio niedergelassener Fachanwälte ist sehr umfangreich. Die Rechtsgebiete, die d...
Professionelle Firmenvideos – so wird’s gemacht 
Imagefilme, Werbefilme, Produktvorstellungen – die Auswahl an Möglichkeiten, ein Unternehmen in Fo...
GmbH-Haftung – Geschäftsführer in der Wissensfalle 
Die Geschäftsführer der GmbH sind nicht annähernd so sicher vor der Haftung mit dem Privatvermögen...
Verschenken Sie zum Richtfest auch noch Gutscheine, Deko und Blumen? 
Wenn der Dachstuhl gesetzt ist, atmet der Bauherr erst einmal auf: das ganze Projekt ist endlich a...
Rentenversicherungspflicht: Selbstständige werden geschröpft! 
Es ist ja nun nicht so, als wären Selbstständige durch ihr Geschäftsrisiko und den großen Wettbewe...
Das könnte Sie auch im Magazin interessieren
Wir antworten auf jede Frage
Gratis anmelden und Fragen stellen.
>> Jetzt anmelden und mitmachen
Interessantes aus den Onlinerechner
Interessante Serien
Neueste Artikel im Magazin
Über den Autor

- Sabine Hutter
- Mein Name ist Sabine Hutter und ich bin als selbständige Autorin und Webtexterin tätig. Als Staatlich geprüfte Betriebswirtin habe ich mich auf die Themen Existenzgründung, Unternehmen und Personalwesen spezialisiert.
- http://www.content-texte.de
- sabine.hutter@content-texte.de