Eine private Krankenversicherung ist toll – solange man sie nicht braucht
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Teil 2 von 6 aus der Serie:
Erfahrungsbericht private Krankenversicherung
Erfahrungsbericht private Krankenversicherung
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- Eine private Krankenversicherung ist toll – solange man sie nicht braucht
- Probleme der privaten Krankenversicherung, über die niemand spricht
- Noch mehr negative Seiten der privaten Krankenversicherung
- Warum eine private Krankenversicherung doch oft auch eine gute Wahl ist
- Mein persönliches Fazit zur privaten Krankenversicherung
Anfang 208 wollte ich die Versicherung wechseln, nachdem die DKV mehrere Male ihre Beiträge enorm erhöht hatte. Der beauftragte Makler klärte mich auch schnell auf, dass die DKV zu den teuersten PKV gehöre und dass ich ähnliche Leistungen wesentlich günstiger haben könne. Dies war auch so: Ich wechselte zur Universa Krankenversicherung, die, um einige Zusatzbestandteile erweitert, schließlich recht ähnliche Leistungen aufwies wie die Versicherung bei der DKV. Ich zahlte jetzt nur noch 227,24 Euro (bei der DKV zuletzt 269,09 Euro).
Leider musste ich bei Universa die komplette Gesundheitsprüfung durchlaufen und dabei kam natürlich nicht nur mein Heuschnupfen auf den Tisch, sondern auch der Magen und der Rücken. Plötzlich hatte ich einen Risikozuschlag von 60 bis 70 Euro im Monat zu zahlen. Dennoch war der Beitrag um Welten günstiger als der DKV- Beitrag, also war der Wechsel beschlossene Sache.
Wehe, wenn man die Versicherung braucht
Einige Zeit nach dem Wechsel strebte ich eine Sensibilisierung an, um den Heuschnupfen endgültig loszuwerden. Ich entschied mich für eine relativ teure Tablettenkur, die je nach Länge der Saison rund 800 bis 1.200 Euro kostete. Die Rechnungen wurden anstandslos von der Universa übernommen.
Plötzlich sah ich mich aber mit einem Schreiben konfrontiert, dass die Sensibilisierung gar nicht von meinem Tarif abgedeckt sei und man nicht nur die Kostenübernahme einstellen, sondern auch die bereits erstatteten Beträge zurückhaben wolle. Der Tarif decke nur Kosten ab, die durch die Folgen des Heuschnupfens entstünden, nicht aber Kosten für vorbeugende Maßnahmen. Ich konnte die Versicherung zwar davon überzeugen, auf die Rückforderung zu verzichten, musste die Sensibilisierung künftig aber auf eigene Kosten weiterführen. Durch eine Umstellung auf ein anderes Präparat zahlte ich dann immerhin nur noch 400 bis 800 Euro, je nach Länge der Pollensaison.
Wie ihr mir, so ich euch
Nun, nachdem die Krankenversicherung bei mir sparen wollte, entschied ich mich, auch bei ihr zu sparen. Zuerst nahm ich mir das Krankentagegeld vor. Brauche ich wirklich ein Krankentagegeld? Bei genauerer Betrachtung eigentlich nicht, denn immerhin verdiene ich meinen Lebensunterhalt hauptsächlich mit Websites und die arbeiten auch einmal ein paar Tage ohne mich. Wenn ich für längere Zeit krank würde, würden 40 Euro Krankentagegeld ohnehin nicht reichen, um den Lebensunterhalt komplett zu decken. Also habe ich den Tarif für das Krankentagegeld gekündigt. Dies ergab eine Ersparnis von immerhin 9,84 Euro im Monat.
Außerdem hatte ich nach zwei Jahren zum ersten Mal die Möglichkeit, den Risikoaufschlag für die Rückenprobleme prüfen zu lassen. Nach dem entsprechenden Antrag wurde der Risikozuschlag gestrichen, weil ich nie wieder Rechnungen wegen Rückenproblemen eingereicht hatte. Dies brachte eine weitere Ersparnis von 17,12 Euro im Monat. Heute liegt mein monatlicher Beitrag bei 268,93 Euro.
Sie kennen nun meine Situation. Im nächsten Artikel wollen wir uns nun einmal eingehender mit meinen negativen Erfahrungen und Beobachtungen befassen, die ich im Laufe der Jahre meiner Mitgliedschaft in der PKV sammeln konnte.
Quelle:
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