Das 360 Grad Feedback – Instrument der Mitarbeiterentwicklung oder nur Kontrollinstrument?
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Teil 2 von 11 aus der Serie:
Managementtechniken
Managementtechniken
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- Das 360 Grad Feedback – Instrument der Mitarbeiterentwicklung oder nur Kontrollinstrument?
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Feedback hat das Ziel, Verhaltensveränderungen beim Empfänger zu bewirken oder aber diesen in seinem Handeln zu unterstützten, indem positives Feedback erteilt wird. Rückmeldung ist wichtig, und das ist nicht erst seit kurzer Zeit bekannt. Mit dem 360 Grad Feedback soll es im Unternehmen gelingen, die Leistungen eines Mitarbeiters oder aber einer Arbeitseinheit aus unterschiedlichen Perspektiven und damit möglichst objektiv zu beurteilen. Dieses Feedback kann somit auch als Rundum-Feedback aus unterschiedlichen Sichtweisen bezeichnet werden.
Der Einsatz des 360 Grad Feedback im Unternehmen
In Unternehmen wird diese Art des Feedbacks gern eingesetzt, damit Rückmeldungen von unterschiedlichen Personen zu einem Arbeitsprozess oder -ergebnis aus vielschichtigen Betrachtungsweisen möglich gemacht wird. Dieses Feedback kann aus fachlicher Perspektive von Vorgesetzten oder Kollegen erfolgen, es kann durch Kunden gegeben werden oder auch vom Mitarbeiter selbst.
Der Mitarbeiter erhält durch dieses 360 Grad Feedback eine Beurteilung seiner Arbeit aus einer breit gefächerten Perspektive. Die Weiterentwicklung des Mitarbeiters oder der beurteilten Arbeitsgruppe ist das Ziel der 360 Grad Beurteilung.
Effekte und Ziele des 360 Grad Feedback
Das 360 Grad Feedback wird als Instrument verwendet, um die unternehmensstrategischen Entwicklungen einer genauen Kontrolle zu unterziehen und Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen möglichst objektiv beurteilen zu können. Durch diese Maßnahme lässt sich ein guter Leistungsstatus unterschiedlicher Einheiten des gesamten Unternehmens ermitteln. Weiterhin können unterschiedliche Maßnahmen im Rahmen der Leistungsentwicklung objektiv abgeglichen werden.
Der beurteilte Mitarbeiter oder die beurteilte Arbeitseinheit des Unternehmens erfahren eine Identifizierung mit ihren Ergebnissen und unterschiedliche Optimierungsprogramme können in ihrer Wirkung sehr gut beurteilt werden.
Durch die 360 Grad Beurteilung ist eine sehr gute Kontrolle der Entwicklung der Mitarbeiter oder Arbeitsgruppen möglich, die dann auch durch entsprechende Anreize oder Entlohnungen belohnt werden können.
Nebeneffekte der 360 Grad Beurteilung
Veränderungsprozesse können durch diese Beurteilung sinnvoll unterstützt werden, denn Kompetenzen werden ebenso wie ein etwaiger Entwicklungsbedarf sinnvoll aufgezeigt. Zudem wird eine gute Feedbackkultur im Unternehmen angeregt, die sich in Lernen und auch möglichst objektiver Selbstkritik ergibt.
Der Dialog zwischen den einzelnen Mitarbeitern wird durch regelmäßige Feedbacks sinnvoll gefördert und auch die für die Feedbackgespräche eingesetzten Coaches erfahren eine Steigerung ihrer sozialen Kompetenz. Letztlich wird auch das gesamte Team in seiner Entwicklung und dem Miteinander gefördert, wenn eine gute Feedback-Kultur gewachsen ist.
Wichtig für den Erfolg der 360 Grad Beurteilung
Damit das Feedback auch sinnvoll ist, muss die Definition der Ziele und Bedingungen durchschaubar dargelegt sein. Wichtig ist weiterhin, dass alle Mitglieder der Organisationseinheit in dieses Feedback einbezogen werden, um eine höchstmögliche Akzeptanz und Effektivität zu erzielen. Es sollte ein zudem ein regelmäßiger Dialog über die Ziele und die Vorgehensweisen zur Zielerreichung stattfinden.
Vertraulichkeit beim Feedback und auch eine höchstmögliche Anonymität sollte Bedingung sein, um dieses Instrument sinnvoll zu nutzen und auch die rasche Abwicklung des Feedbacks sollte selbstverständlich sein, um Prozesse schnellstmöglich in Gang setzen zu können. Wichtig sind abschließend Entwicklungsprogramme, um die Ergebnisse des Feedbacks auch in der Praxis wirksam nutzen zu können.
Die 360 Grad Beurteilung in der Praxis
In der praktischen Umsetzung ist es das Ziel der 360 Grad Beurteilung, dass sowohl die geistigen Kapazitäten als auch das Urteilsvermögen jedes einzelnen in einen Prozess eingebundenen Mitarbeiters optimal genutzt werden sollen. So wird ein Mitarbeiter aus der Perspektive des fachlich kompetenten Vorgesetzten, den gleichgestellten Mitarbeitern oder auch aus Sicht des Kunden beurteilt, sofern seine Arbeitsabläufe in direkter Verbindung zu den Kunden stehen.
Sinn der 360 Grad Beurteilung soll eine möglichst objektive und wertfreie Beurteilung der Arbeitsergebnisse des einzelnen Mitarbeiters sein. Auch eine gesamte Arbeitsgruppe kann mit der 360 Grad Beurteilung von unterschiedlichen Einheiten des Unternehmens oder auch aus externer Perspektive beurteilt werden. Neben der erhöhten Effektivität der Arbeitsprozesse und der Verbesserung der Arbeitsqualität ist das Ziel der 360 Grad Beurteilung auch darin zu sehen, die Zusammenarbeit einzelner Einheiten des Unternehmens oder einzelner Mitarbeiter zu optimieren.
Ziel dieser möglichst regelmäßig durchgeführten Feedbacks kann es auch sein, die Unternehmenskultur zu optimieren und Mitarbeiter dazu anzuregen, konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge, aber auch positives Feedback umgehend und sinnvoll an die gewünschte Stelle zu transportieren.
Kritik an der 360 Grad Beurteilung
Dieses Beurteilungsverfahren sieht sich nicht nur bestätigt als Instrument im unternehmerischen Ablauf, es ist auch klaren Kritiken ausgesetzt. Diese bezeichnen das 360 Grad Feedback als eine neue Kontrollmöglichkeit der Mitarbeiter. Allerdings wird häufig nicht nur die 360 Grad Beurteilung kritisiert, sondern es werden grundsätzlich ablehnende Stimmen gegen Beurteilungssysteme laut, die oftmals als nicht realistisch bezeichnet werden.
Die 360 Grad Beurteilung beschäftigt sich häufig mit Zahlenwerten und die Bedingungen, unter denen bestimmte Ergebnisse zustande gekommen sind, werden von den beurteilenden Personen in der 360 Grad Beurteilung häufig nicht einbezogen, weshalb diese Werte von einigen Fachleuten sehr kritisch bewertet werden.
Quelle:
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Über den Autor

- Sabine Hutter
- Mein Name ist Sabine Hutter und ich bin als selbständige Autorin und Webtexterin tätig. Als Staatlich geprüfte Betriebswirtin habe ich mich auf die Themen Existenzgründung, Unternehmen und Personalwesen spezialisiert.
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