Augen auf beim Einkauf!

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Wenn Sie Material oder Dienstleistungen einkaufen, sollten Sie stets darauf gefasst sein, dass man Sie über den Tisch ziehen möchte. Wir zeigen Ihnen anhand einiger Beispiele, was Ihnen in der Praxis so alles passieren kann.

Lockangebote

Nun, Lockangebote kennen wir aus unserem Alltag nur zuhauf. Besonders Büromaterial-Kataloge gehen dabei aber auf eine sehr diffizile Art und Weise vor. Zunächst einmal werden Sie mit einer tollen Prämie für Ihre Erstbestellung gelockt (für die Sie natürlich erst einmal einen Mindestbestellwert erreichen müssen). Im Katalog finden Sie dann immer wieder Angebote, zu denen Sie beispielsweise fünf Tafeln Schokolade oder ein paar Tüten Gummibärchen geschenkt bekommen. Sofort wird unser Belohnungscenter im Gehirn aktiviert und sagt Ihnen „Das musst du sofort bestellen“.
 
Leider sind diese Angebote eben nur Lockangebote und meist nicht einmal besonders günstig, sondern sogar außerordentlich teuer – durch die Süßigkeiten sollen sie Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft gemacht werden. Vergleichen Sie lieber die Preise, statt sich zu vorschnellen Entscheidungen verleiten zu lassen.

Vorsicht bei kostenlosen Leistungen

„Umsonst ist nur der Tod“ – Makaber, aber wahr. In dem Moment, in dem Ihnen jemand eine Leistung für lau anbietet, sollten Sie immer hellhörig werden, denn niemand hat etwas zu verschenken. Wenn Ihnen jemand etwas „schenken“ möchte, werfen Sie immer zuerst einmal einen Blick ins Kleingedruckte.
 
Es gab beispielsweise Berichte über Abzocker, die Unternehmern eine kostenlose Homepage zur Verfügung stellen wollten. Das taten sie auch, sobald sie beauftragt wurden. Leider war den Abgezockten vorher nicht aufgefallen, dass sie im Kleingedruckten zusätzlich einen exorbitant teuren Wartungsvertrag über mehrere Jahre abschlossen. Dadurch wurden sie tausende Euro los und das nur für eine wirklich billig aufgemachte Website.
 
Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie schnell eine solche Kostenlos-Aktion nach hinten losgehen kann. Suchen Sie immer nach dem Haken, denn zu viel Vertrauen kann Sie in diesem Zusammenhang eine große Stange Geld kosten.

Rechnung ohne Bestellung

Oft werden gefälschte Rechnungen verschickt. Die Unternehmer prüfen gar nicht erst, ob die Forderung gerechtfertigt ist, sondern gehen blind davon aus, dass sich der Rechnungssteller schon etwas dabei gedacht haben wird. Dies passiert besonders gerne in jungen Betrieben, in denen die Buchführung vielleicht noch nicht ganz perfekt organisiert ist. Noch beliebter: Beim Empfang einer Mahnung gar nicht mehr erst die Original- Rechnung suchen, sondern gleich den gefragten Betrag überweisen – so fällt es oft gar nicht auf, dass man vorher gar keine Rechnung bekommen hat.
 
Übrigens gehen die Betrüger in diesen Fällen sehr raffiniert vor: Sie täuschen gerne die Logos bekannter öffentlicher Stellen vor, beispielsweise der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer. Viele wundern sich gar nicht, wenn von dort eine Rechnung kommt, denn solche Institutionen hat man ja selten bestellt und bekommt die Rechnung trotzdem. Es lohnt sich dennoch immer, genau hinzusehen und im Zweifelsfall einfach mal kurz nachzufragen.

Quelle:
Eigene Erfahrungen

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Über den Autor Xing_icon

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  • Sabine Hutter
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