Aufgepasst bei der Existenzgründung

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Teil 1 von 5 aus der Serie:
Achtung, Falle!


In diesem und den folgenden Artikeln wollen wir Ihnen zeigen, auf welche Fallen Sie in den verschiedenen Phasen Ihrer Existenzgründung möglichst nicht hereinfallen sollten. Leider neigen nämlich viele Menschen dazu, die Unwissenheit und Unbedarftheit anderer auszunutzen, die es einfach noch nicht besser wissen und noch keine Erfahrungen besitzen.

Inkompetente Gründungs- und Unternehmensberatung

Existenzgründer nehmen häufig eine Gründungsberatung in Anspruch – was auch durchaus sinnvoll sein kann. Leider ist nicht jeder Unternehmensberater auch wirklich ausreichend qualifiziert, um diese Berufsbezeichnung auch zu Recht zu tragen. Worauf Sie bei der Auswahl eines Beraters achten sollten, haben wir in unseren FAQ 27 zum Existenzgründungs-Berater für Sie zusammengefasst.
 
Eine Gründungsberatung kostet immer viel Geld. Dies ist kein Problem, wenn sich der Einsatz auch lohnt. Schlimm ist es allerdings, wenn Ihr Unternehmer dank der Inkompetenz des Beraters hinterher noch schlechter dasteht als vorher.

Einnahmen unrealistisch hoch schätzen

Wenn Sie Ihr Gewerbe anmelden, schickt Ihnen das Finanzamt wenig später einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu. In diesem Fragebogen müssen Sie unter anderem auch Ihre Einnahmen im laufenden und im Folgejahr schätzen. Natürlich ist man anfänglich noch sehr enthusiastisch und kann sich seine Einnahmen durchaus schön rechnen. Wichtig ist, dass Sie in diesem Fragebogen wirklich realistische Angaben machen und nichts beschönigen. Ansonsten kann es Ihnen passieren, dass Sie plötzlich mit einer Einkommensteuervorauszahlung konfrontiert werden, mit der Sie nicht gerechnet hatten. Dies passiert, wenn Ihr prognostiziertes Einkommen eine bestimmte Höhe übersteigt. Sie dürfen an dieser Stelle natürlich auch nicht bewusst falsche Angaben machen, um dieser Problematik zu entgehen. Aber Sie müssen Ihre voraussichtlichen Einnahmen auch nicht überschätzen.

Unnötige Versicherungen abschließen

Kaum haben Sie Ihr Gewerbe angemeldet, melden sich plötzlich immer wieder Versicherungsvertreter bei ihnen. Sie sind vor allem deshalb so scharf auf Existenzgründer, weil sie für sie leichte Beute sind. Prüfen Sie bei jeder angebotenen Versicherung, ob Sie diese wirklich benötigen. Entscheiden Sie sich nicht für die erstbeste Versicherung, die Ihnen angeboten wird, sondernvergleichen und verhandeln Sie. Spontane Entscheidungen können Sie in diesem Bereich richtig viel Geld kosten.
 
Ein Beispiel aus meinem eigenen Erfahrungsschatz: Frisch im Autorengewerbe unterwegs, war ich der Meinung, dass eine Rechtsschutzversicherung nützlich sein könnte, falls ich einmal urheberrechtliche Probleme bekommen würde. Bis mir dann nach zwei Jahren auffiel, dass eine normale Rechtsschutzversicherung Urheberrechtsverletzungen überhaupt nicht abdeckt.
 
Welche Versicherungen Sie tatsächlich brauchen, welche optional sinnvoll sein können und auf welche Sie besser verzichten sollten, haben wir für Sie in unserer Serie „Versicherungen für Existenzgründer“ zusammengefasst.

Verträge zu Ihren Ungunsten

Wenn Sie Ihr Unternehmen aufbauen, werden Sie stets irgendwelche Verträge abschließen, seien es Mietverträge, Arbeitsverträge oder Kooperationsverträge. Unterschreiben Sie keine Verträge blind. Prüfen Sie stets ganz genau, was Sie unterschreiben und welche Konsequenzen es später nach sich ziehen kann. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie den Vertrag korrekt interpretieren, lassen Sie im Zweifelsfall lieber einen Fachanwalt drüber schauen.

Quelle:
Eigene Erfahrungen

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Über den Autor Xing_icon

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  • Sabine Hutter
  • Mein Name ist Sabine Hutter und ich bin als selbständige Autorin und Webtexterin tätig. Als Staatlich geprüfte Betriebswirtin habe ich mich auf die Themen Existenzgründung, Unternehmen und Personalwesen spezialisiert.
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