Arbeitszeitgestaltung

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Die Mitarbeiter, die im Unternehmen beschäftigt sind, zählen heute zum Erfolgsfaktor Nummer eins. Gerade in Bezug auf die Arbeitszeit wird jedoch häufig Schindluder getrieben. Es finden sich dabei insbesondere zwei Extreme, die immer wieder auftreten. Einerseits sind das ständige Überstunden und Mehrarbeit. Diese führen langfristig gesehen zum Burn-Out-Syndrom. Außerdem ist bereits seit dem Zweiten Weltkrieg aus Studien klar, dass mehr als acht Stunden täglicher Arbeit zu erheblichen Leistungsdefiziten führen.

Das andere Extrem ist der Leerlauf. Wird die Arbeitszeit nicht effektiv organisiert, kommt es zu Leerlaufzeiten. Die Mitarbeiter langweilen sich und täuschen Beschäftigung vor, um den Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Dauerhaft führt dies zu Unzufriedenheit und Stress, was letztlich im „Bore-Out“ enden kann.

Die Arbeitszeitmodelle

Um beiden Varianten aus dem Wege zu gehen, steht Unternehmen eine ganze Reihe verschiedener Arbeitszeitmodelle zur Verfügung. Das bekannteste Modell ist die Teilzeit, wobei hierunter nicht nur die Halbtagsstelle, sondern jede Form von Arbeitszeitverkürzung verstanden wird. Eine andere Variante, die bereits seit den 1960er Jahren bekannt ist, ist die Gleitzeit. Es wird eine Kernzeit festgelegt, in der Anwesenheitspflicht besteht. Den Beginn und das Ende der Arbeit können die Mitarbeiter aber selbst bestimmen und schaffen sich so mehr zeitliche Flexibilität.

Des Weiteren gibt es die Funktionszeit. Bei diesem Modell muss eine bestimmte Abteilung innerhalb eines bestimmten Zeitraums funktionstüchtig sein. Hierbei muss jedoch auf eine korrekte Zeiterfassung geachtet werden. Das Jobsharing bietet weitere Möglichkeiten, die Arbeitszeit zu gestalten. Hierbei teilen sich mehrere Mitarbeiter eine Stelle und können private Angelegenheiten erledigen, da sie sich mit dem zweiten oder dritten Mitarbeiter absprechen können, wer wann arbeitet.

Die Wahl des richtigen Arbeitszeitmodells

Um sich für das richtige Arbeitszeitmodell im eigenen Unternehmen zu entscheiden, sollten die Mitarbeiter mit einbezogen werden. Eine Befragung lässt die Wünsche und Hoffnungen der Mitarbeiter erkennen und diese können mit in die Auswahl einfließen.

Auch die Unternehmensziele müssen bei der Wahl berücksichtigt werden. Nach einer entsprechenden Einführungsphase muss eine Kontrolle durchgeführt werden. Anhand der Zufriedenheit der Mitarbeiter, sowie der Leistungen selbiger kann erkannt werden, ob sich das Unternehmen für das richtige Arbeitszeitmodell entschieden hat.
 

Quelle:
Pro Firma 09/2009, S. 68 - 71

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