Nebengewerbe: Kapitallebensversicherung wird bei Krankenkasse als Einkommen angerechnet

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Hallo zusammen,

ich betreibe ein kleines Nebengewerbe und bin Familienversichert. Nun bekomme ich Anfang 2012 meine Kapitallebensversicherung ausgezahlt. Lt. Auskunft meiner Krankenkasse muss ich davon auf 2/3 Beiträge  an die Krankenkasse zahlen. Das ist der Betrag, den ich noch über meinen damaligen Arbeitgeber eingezahlt habe. Nach einer Kündigung habe ich dann selbst weiter gezahlt (1/3). Der 2/3 Anteil wird auf 10 Jahre verteilt. Das sind dann ca. 250 € pro Monat, auf die ich dann 17,5 % Beitrag bezahlen muss.

Nun wird mir aber genau dieser Betrag auch als Einkommen angerechnet lt. Aussage der Krankenkasse. Das würde dann für mich heißen, dass ich künftig nicht mehr als 100 € im Monat Gewinn machen dürfte um nicht über den Betrag, der für die Familienversicherung angesetzt ist, zu kommen!

Das wäre sehr tragisch und ich könnte im Prinzip meinen kleinen Online-Shop (Grafik, Fotoretusche/Restauration usw.), den ich mir gerade mühselig aufgebaut habe und langsam anläuft, gleich wieder aufgeben. Ich muss noch mit meinem Steuerberater sprechen, was noch an Afa usw. dann für 2012 übrig ist, das könnte ich dann noch abziehen.

Trotzdem - so wie es aussieht, lohnt es sich eventuell gar nicht mehr. Dabei wäre ich noch dringend auf das bisschen Geld angewiesen. Das nächste Jahr muss ich auch noch mit meinem Sparvermögen abdecken um überhaupt "leben" zu können. Eigentlich war das ja meine Altersversicherung - na ja. Ende nächsten Jahres kann ich Rente beantragen und eigentlich wollte ich dann den kleinen Shop auch weiterführen. Meine Rente wird nicht sehr hoch sein. Ich finde sowieso den Betrag von 360 € viel zu gering. Es müsste mindestens das doppelte sein damit, wenn man sich selbst versichern muss, überhaupt noch etwas übrig bleibt.

Hinzu kommt auch noch, dass mein Gewerbe vom Finanzamt immer noch nicht anerkannt ist (zu wenig Gewinn bisher), so dass ich dann auch noch einiges an Steuern zurückzahlen müsste. Ich finde das alles doch recht ungerecht für Menschen die sich wirklich bemühen, selbst noch etwas auf die Beine zu stellen. Für den Arbeitsmarkt bin ich zu alt.

Können Sie mir sagen, ob die Aussage meiner Krankenkasse so korrekt ist? Kann man da gar nichts machen?

Vielen Dank für eine Antwort.

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