Einzelunternehmen oder mini-GmbH?
(4 Antworten) Einzelunternehmen oder mini- GmbH?
Also ich hab da einige grundlegende Fragen, doch vorab schildere ich erstmal kurz meine Situation.
Ich möchte mich ab 1.6. selbständig machen und hatte vor ein Einzelunternehmen zu gründen. Jetzt hab ich das mit der mini- GmbH gelesen......
Da steht man muss 25% vom Jahresgewinn solange in der Kasse lassen bis die 25T€ angespart sind und dann kann man in die echte GmbH umschreiben.
Soweit so gut, nur hab ich die Befürchtung, daß ich auf die Art evtl. verhungere!?
Also die Branche ist nicht gerade top bezahlt und ich fang ganz klein an. D.H. ich arbeite voll in der Firma mit also 160-200 Std im Monat (Büroarbeit nicht mitgerechnet).
Dazu kommt wohl noch 1-2 Aushilfen oder ein Vollzeitmitarbeiter wie es die Auftragslage eben zulässt.
Nun kann ich mir ja als Einzelunternehmer kein Gehalt zahlen sonder das geht wohl irgendwie über Eigenentnahme vom Gewinn wie ich das verstehe. Aber der Gewinn ist ja schon versteuert in dem Fall, und das Geld für meine Arbeit somit auch das wird ja nicht vor der Steuer entnommen sondern danach vom Gewinn eben. Nun stelle ich mir die Frage:
1. Als Gesellschafter einer mini- GmbH kann ich mir da ein Gehalt auszahlen?
und
2. In wieweit hab ich davon einen Vorteil?
Dazu müsste ich wissen was ich vom anfallenden Lohn in beiden Fällen Einzelunternehmen und mini GmbH, und Mitarbeiter und mich selbst absetzen kann und in welcher Höhe.
Intressant wäre dann dazu alternativ- Wie kann ich die Rechnung eines Subunternehmers absetzen?
Weil wenn der auf meine beim Kunden selbst geleisteten Arbeitsstunden entfallende Lohn (oder ein gewisser Teil davon) vom Umsatz abgezogen wird und auch der der Mitarbeiter wäre ich doch mit einer mini Gmbh besser dran oder? Weil die zu versteuernde Summe geringer wäre als beim Einzelunternehmen oder?
Weil wenn das so ist und ich ein Gehalt für meine geleistete Arbeit habe ist das ja unabhängig vom Gewinn. Das Viertel was ich dann vom Gewinn in der Kasse lassen muß würde mir so gesehen dann nicht schaden bzw. nicht am Lohn fehlen.
Weil wenn ich nur 20T€ Gewinn im Jahr inklusive meiner geleisteten Arbeitstunden im Topf habe und davon noch 25% drin bleiben müssen seh ich alt aus.
Also die Kernfrage ist wohl zuerst: Wieviel von den Löhnen kann ich absetzen und kann ich mir selbst auch normal über Lohn meine Stunden ausbezahlen oder wie? Und in welcher Rechtsform geht was?
:-)
Danke im voraus!
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Antworten
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Leider noch keine AW :-)
Habt Nachsicht, hab in meinem Text wohl 1-2 mal Gewinn und Umsatz durcheinander gebracht.
Wär aber trotzdem toll falls noch der eine oder andere Tip käme!
Aber auf Tip´s wie "Geh zu Steuerberater oder Notar/Rechtsanwalt" bringen mir wenig, denn hätt ich die Kohle dazu wär ich schon dort. Wer halt mit fast nix kalkulieren muß kann sich so einen Luxus nicht leisten, bevor nicht Geld rein gekommen ist.
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Hallo,
Ich möchte mich ab 1.6. selbständig machen
Herzlichen GlückwunschJetzt hab ich das mit der mini- GmbH gelesen......
Die Gründung einer Unternehmergesellschaft ist für Gründer hauptsächlich im Punkt Haftungsfragen interessant. Willst du mit mehreren Leuten gründen?ja als Einzelunternehmer kein Gehalt zahlen sonder das geht wohl irgendwie über Eigenentnahme vom Gewinn
Genau, man spricht auch von vorwegentnommenem GewinnAber der Gewinn ist ja schon versteuert in dem Fall, und das Geld für meine Arbeit somit auch das wird ja nicht vor der Steuer entnommen sondern danach vom Gewinn eben.
Woher kommt denn diese Versteuerung? Ein Einzelunternehmer versteuert die Einkünfte aus Gewerbebetrieb/ Freiberufler in seiner Einkommenssteuererklärung, nicht vorher.
So, dass sind erst einmal eine Menge neuer Fakten. Wenn weitere Fragen bestehen, einfach posten.Als Gesellschafter einer mini- GmbH kann ich mir da ein Gehalt auszahlen?
Ja, das ist möglich - der Vertrag als Gesellschafter und angestellterGeschäftsführer muss aber wasserdicht sein, sonst wird eine verdeckte Gewinnausschüttung vermutet.anfallenden Lohn in beiden Fällen Einzelunternehmen und mini GmbH,
Der Lohn ist in beiden Fällen eine Betriebsausgabe.Intressant wäre dann dazu alternativ- Wie kann ich die Rechnung eines Subunternehmers absetzen?
Auch in dem Fall liegt eine Betriebsausgabe vor, allerdings ohne das ganze Tam Tam mit Mitarbeiter anmelden, Sozialversicherung, Finanzamt.......Weil wenn ich nur 20T€ Gewinn im Jahr
Ab ca. 70.000 EUR Gewinn im Jahr ist die Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH steuerlich interessant, vgl. auchWorkingpapers Pkt. 5.3
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Hallo,
Aber auf Tip´s wie "Geh zu Steuerberater oder Notar/Rechtsanwalt" bringen mir wenig, denn hätt ich die Kohle dazu wär ich schon dort.
Steuerberater sind kein Luxus - die Gebühren sind niedriger als allgemein angenommen - und dazu gesetzlich festgelegt.
Wer am Anfang mit Beratungskosten spart, zahlt am Ende ein vielfaches drauf.
Kein Geld - dann ist die Entscheidung ganz einfach - Einzelunternehmen.
Eine "Mini- GmbH" ist eine GmbH und verursacht von der Rechtsform her bereits weit mehr Verwaltungskosten als ein Einzelunternehmen.
Und trotzdem empfehle ich, lassen Sie sich von einem Steuerberater beraten.
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Übrigens, was ein Steuerberater kostet, kannst du mit dem Onlinerechner auf http://www.steuerberaten.de/steuerfactory/text_u.php?affcode=GRUENLE einfach nachrechnen. So erhältst du einen schönen Überblick.
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