Als Kleinunternehmen überleben
(1 Antwort)
Hallo,
mit einer Freundin zusammen strickfilze ich Hausschuhe.
Als wir im letzten Jahr begannen, haben wir auf anraten hin ein Gewerbe ( GbR) angemeldet, um auch auf Christkindlmärkten verkaufen zu können. Dort stellten wir dann fest, dass keiner dieser Marktverkäufer/Hobbykünstler ein Gewerbe angemeldet hatte. Was uns an der Sache stört ist, dass wir aufgrund der Gewerbeanmeldung in der Handwerksrolle eingetragen sind, die uns keine wesentliche Vorteile bringt, aber 97 Euro im Jahr kostet.
Wir verkaufen unsere Produkte allerdings auch im Internet auf einer Verkäuferplattform, wofür wir das Gewerbe benötigen.
Als GbR zahlen wir jährlich den vollen Beitrag an die Handwerkskammer. Mit einer Einzelunternehmung wäre es möglich, in den ersten Jahren weniger zu zahlen.
Gibt es für uns eine Alternative zur GbR, z. B. ein Einzelunternehmen mit einem stillen Teilhaber, oder so? Denn wenn eine von uns das Einzelunternehmen anmeldet und die zweite als Mitarbeiterin anstellt, müsste sich die Unternehmerin wiederum selbst krankenversichern (stimmt das so?) anstatt bei ihrem Ehemann mitversichert zu sein, was sich dieses „Hobbyunternehmen“ im Moment auch überhaupt nicht leisten kann.
Wir sind als "Strickerinnen" bei der Kammer gemeldet (was kein Meisterberuf ist). Wenn wir nun auch Näharbeiten dazunehmen wollen (wir dachten dabei an Kindergürtel und Dreieckstücher) müssten wir einen Schneiderei-Meister einstelle/anmelden, um das Geschäft überhaupt fortsetzen zu dürfen? Dann müsste sich die Geschäftsinhaberin wiederum selbst krankenversichern, denn dann hätte man Angestellte.
Vom Umfang her würde ich das Unternehmen ganz klar als Hobby einstufen. Natürlich haben wir auch keine großen Umsätze und im Moment kostet uns das Unternehmen noch wesentlich mehr als es abwirft.
Gibt es irgendwie eine Möglichkeit, hier legal durchzukommen und trotzdem nicht Unmengen an finanziellen Mittel aufwenden zu müssen, die wir mit diesen kleinen Verkäufen ja garnicht umsetzen können?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
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Hallo zusammen,
Dort stellten wir dann fest, dass keiner dieser Marktverkäufer/Hobbykünstler ein Gewerbe angemeldet hatte.
Wenn also alle ohne Führerschein Auto fahren, dann können Sie auch ohne Führerschein legal fahren, weil das ja alle so machen?
Die GbR aufzulösen und den anderen stattdessen einzustellen ist mit sicherheit nicht die günstigere variante, denn nun fallen Sozialversicherungen und Lohnnebenkosten an, die bei der GbR nicht vorhanden waren.
Auch als Minijobber führt es zu Pauschalen Sozialversicheurngskosten. Familienversicherung muss extra geprüft werden, einfach mal hier in der suche Familienversicherung eingeben.
Einzelunternehmer mit stiler beteiligung klingt gut, dann bekommt der andere aber auch nur eine Art Zins ohne wirklcih mizuwirken. Da gibt es noch die Unterscheidung von typischer und atypischer stiller Beteiligung, dass sollten sie jedoch mit einem Steuerberater besprechen.
Wir sind als "Strickerinnen" bei der Kammer gemeldet (was kein Meisterberuf ist). Wenn wir nun auch Näharbeiten dazunehmen wollen (wir dachten dabei an Kindergürtel und Dreieckstücher) müssten wir einen Schneiderei-Meister einstelle/anmelden, um das Geschäft überhaupt fortsetzen zu dürfen? Dann müsste sich die Geschäftsinhaberin wiederum selbst krankenversichern, denn dann hätte man Angestellte.
wenn die Kammer das so sieht und in der Gewerbeordnung der Entsprechende Eintrag vorhanden ist, wirds so sein. Einfach mal unter Meister nachsehen.
Vom Umfang her würde ich das Unternehmen ganz klar als Hobby einstufen. Natürlich haben wir auch keine großen Umsätze und im Moment kostet uns das Unternehmen noch wesentlich mehr als es abwirft.
Lassen Sie das nicht das Finanzam hören, Stichwort Liebhaberei.
Gibt es irgendwie eine Möglichkeit, hier legal durchzukommen und trotzdem nicht Unmengen an finanziellen Mittel aufwenden zu müssen, die wir mit diesen kleinen Verkäufen ja garnicht umsetzen können?
Eventuell mit einer Ausübungsberechtigung.
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