Preisindex

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Der Begriff Index stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet ursprünglich den Zeigefinger. Im übertragenen Sinne wird der Index aber schon seit jeher in der Bedeutung als „Anzeiger“ gebraucht. Die gebräuchlichste Sinngebung kommt aus der Mathematik, wo der Index im Sinne einer Kennzahl verwendet wird.

Der Preisindex in der Wirtschaft

Analog der mathematischen Anwendung wird der Index vor allem in der Wirtschaft als Vergleichsgröße gehandhabt, die sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt. Der bekannteste Preisindex ist jene Vergleichszahl, die den Preisanstieg in einzelnen Volkswirtschaften für ein Jahr angibt. Damit lässt sich gleichzeitig die Höhe der Inflation bzw. der Deflation bemessen. Diese wiederum ist das Maß für die Kaufkraft. Der Preisindex für Einkaufspreise ist deshalb ein wichtiger wirtschaftspolitischer Maßstab.

Wie wird der Preisindex gebildet?

Der Preisindex kann für einzelne Warengruppen oder Versorgungsleistungen gebildet werden. Um eine repräsentative Größe für die Lebenshaltung zu erhalten, gehen in den Preisindex so genannte „Warenkörbe“ ein, also wichtige Nahrungsmittel, Güter und Versorgungsleistungen, die für das Leben in einem Wirtschaftssystem charakteristisch sind. Der Umfang wird an den Bedürfnissen einer vierköpfigen Familie bemessen, die aus zwei Kindern und zwei Erwachsenen, von denen aber nur einer ein Einkommen hat, besteht. Der Index ist einer Vergleichszahl ist, bei dem der Preis für den immer gleich bleibenden Warenkorb im Berichtsjahr mit dem prozentualen Anstieg im Vergleichsjahr in Beziehung gesetzt wird. Das Basisjahr gilt dabei als 100, das Berichtsjahr als z.B. 106. Aus diesen Zahlen lässt sich auch die Inflationsrate errechnen, indem die Differenz beider Indizes durch den Index des Basisjahrs geteilt wird.  


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