Wie Sie mit Import von Waren Geld verdienen können
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Teil 1 von 14 aus der Serie:
Direktimport aus Asien
Direktimport aus Asien
- Wie Sie mit Import von Waren Geld verdienen können
- Steigerung der Handelsspanne durch Importgeschäfte
- Glossar und Grundbegriffe zum Import aus China
- Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Importeurs
- Kontaktaufnahme und Präsentation der eigenen Firma
- Die 10 Regeln sollten Sie bei einem Besuch in China beachten
- Zahlungsbedingungen und –formen des Importgeschäftes
- Rechtliche Rahmenbedingungen eines Importgeschäfts
- Risiken und Versicherungen beim Importgeschäft
- Einfuhrgenehmigungen und Lizenzen beim Importgeschäft
- Abgaben, Zölle und Steuern bei Importen
- Glossar 2. Teil - Fachbegriffe des Imports am Beispiel China
- Glossar 3. Teil - Fachbegriffe des Imports am Beispiel China
Wir möchten mit dieser neuen Serie zum Direktimport aus Asien und einige Informationen zum Thema Import, Grundbegriffe, Recherche, Kontaktaufnahme und Präsentation, Sitten und Gebräuche in Fernost (insbesondere China), Bezahlung der Ware, Risiken und Versicherungen, Abgaben und Zölle und Steuern sowie Kalkulation und Lieferbedingungen geben.
Zur Geschichte der Importgeschäfte
Bereits im 13. Jahrhundert handelte das augsburgische Geschlecht der Welser mit Textilien. Einige Jahre später legte die Familie der Fugger im 15. Jahrhundert den Grundstein ihres Erfolgs und Reichtums mit dem Textilhandel. Die Fugger und Welser haben vorwiegend Textilien zu günstigen Preisen eingekauft und über ihre Handelswege gewinnbringend weiterverkauft. Das so erwirtschaftete Vermögen wurde an andere Kaufleute und Adlige gegen einen entsprechenden Zins verliehenen. So bauten sich beide Geschlechter durch derartige Bank- und Kreditgeschäfte beträchtliche Vermögenswerte auf. Die Handelsgeschäfte erstreckten sich vornehmlich auf europäische und asiatische Geschäftsbeziehungen. Sind diese Zeiten endgültig vorbei oder kann ein Kaufmann auch heute noch durch geschicktes kaufmännisches agieren zu großem Reichtum kommen?
Sind im eCommerce Zeitalter Außenhandelsaktivitäten noch zeitgemäß?
Das Bestreben eines jeden Verkäufers liegt wohl im Ziel eine möglichst hohe Handelsspanne zu erreichen. Der Unterschied zwischen Wareneinkaufs- und –verkaufspreis stellt die Handelsspanne, auch Marge genannt in Prozent dar. Der gewerbliche Händler kann also an Hand zweier Stellschrauben seine Handelsspanne zu seinem Vorteil verändern. So führt die Steigerung des Verkaufspreises zur Erhöhung des Prozentsatzes der Handelsspanne. Diese Vorgehensweise muss aber aus betriebswirtschaftlicher Sicht abgelehnt werden, da der Absatzmarkt Deutschland durch ein enormes Angebot keine Preissteigerungen mehr zulässt. Diese Maßnahme zieht einen sofortigen Rückgang der Nachfrage nach sich, wodurch auf keinen Fall eine Verkaufsförderung oder eine Steigerung des Absatzes zu erwarten ist. Die Anpassung des Verkaufspreises ist im Absatzmarkt Deutschland also eine ungeeignete und ineffiziente Maßnahme.
Der Händler kann neben der Optimierung des Verkaufspreises auch seinen Wareneinkauf finanziell verbessern. Intensive und geschickte Verhandlungen mit Herstellern und Produzenten führen in einigen Fällen zu einer Gewährung eines einmaligen Rabattes oder aber zu einer umsatzabhängigen Gewährung eines am Jahresende fälligen Bonus. Diese Maßnahmen sind jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, um die Handelsspanne der Firma positiv zu beeinflussen. Der Ausweg aus dieser Zwickmühle zwischen günstigen Einkaufspreisen und gigantischen Abnahmemengen wird von immer mehr Unternehmen im Import gesucht.
Kann eine Verlagerung des Wareneinkaufsmarktes zu einer nennenswerten Steigerung der Handelsspanne führen?
Eine Antwort gibt ein einfaches Rechenbeispiel. Mit der Pressekonferenz des Hauptverbands der deutschen Schuhindustrie vom 05. März 2006 wurden einige Zahlen des Importwesens der deutschen Schuhindustrie veröffentlicht. Diese Daten geben Aufschluss über die möglichen Handelsspannen beim Import von Schuhen aus Asien.
Im Jahr 2004 wurden insgesamt 412 Mio. Paar Schuhe nach Deutschland importiert, wovon allein 116 Millionen Paar aus China stammten. Ein Jahr später wuchs der Schuhimport auf 464 Millionen Paar weltweit an. Deutsche Schuhhändler importierten im Jahr 2005 allein 225 Millionen Paarschuhe aus China. Vergleicht man die wertmäßige Entwicklung eines Schuhpaars, so kann man feststellen, dass im Jahr 2002 das Paar Schuhe durchschnittlich 11,47 EUR gekostet hat. Im Jahr 2005 fiel der Preis pro Paar auf magere 8,42 EUR. Der Einfuhrpreis pro Paarschuhe aus China bewegt sich allerdings noch weit unterhalb dieser Grenze, so dass im Jahr 2004 für importierte Schuhe aus China 4,63 EUR zu zahlen waren. Eine weitere Senkung der Importpreise konnte der Hauptverband im Jahr 2005 bekannt geben. Durchschnittlich schlug ein Paar importierte Schuhe aus China mit 4,32 EUR zu buche. Die durchschnittlichen Produktionskosten von in Deutschland produzierten Schuhen liegen bei mehr als 30,- EUR pro Paar.
Vergleicht man die Importpreise der Schuhe aus China mit den Produktionskosten der Schuhe in Deutschland, so kann man, unbeachtlich der Art der Schuhe und eventueller Qualitätsunterschiede bei der Verarbeitung, einen Preisunterschied von mindestens 25,- EUR pro Schuhpaar errechnen.
Im nächsten Teil der Serie erfahren Sie unter anderem, wie man durch Importgeschäfte seiner Handelsspanne steigern kann.
Quelle:
Eigene ErfahrungenBenutzer die diesen Artikel gelesen haben, haben auch folgende Artikel gelesen:
-
Lexikon
- Onlineshop
- Import
- Kalkulation
- Handelsspanne
-
Magazin
- Steigerung der Handelsspanne durch Importgeschäfte
- Wie Sie ohne Arbeit viel Geld verdienen können
- Abgaben, Zölle und Steuern bei Importen
- Glossar und Grundbegriffe zum Import aus China
- Die 10 Regeln sollten Sie bei einem Besuch in China beachten
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