Warum junge Unternehmen binnen fünf Jahren oft scheitern
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Teil 1 von 8 aus der Serie:
Gründe für das Scheitern junger Unternehmen
Gründe für das Scheitern junger Unternehmen
- Warum junge Unternehmen binnen fünf Jahren oft scheitern
- Absatz- und Faktormärkte
- Fehlerhafte Entscheidungen
- Die Geschäftsführungs-Teams
- Probleme bei der Finanzierung
- Persönliche Probleme
- Gegenmaßnahmen, um das Scheitern junger Unternehmen zu verhindern
- Nach dem Marktaustritt: Was passiert mit den Jungunternehmern?
Gerade junge Unternehmen scheitern oftmals schon innerhalb der ersten fünf Jahre nach Gründung. Warum das so ist und was dagegen zu tun wäre, wollen wir Ihnen in dieser Serie zeigen. Die Erkenntnisse sind zwar nicht für jedes Unternehmen zu 100 Prozent anzuwenden, aber dennoch sehr weit verbreitet.
Die wichtigsten Gründe für das Scheitern
Zunächst einmal sind Gründe für das Scheitern in der Geschäftsidee selbst zu sehen. Ist diese nicht tragfähig, geht sie am Markt vorbei oder werden die Produkte nicht effizient hergestellt, hat das Unternehmen kaum eine Chance.
Neben der Effizienz des Unternehmens ist aber auch der Unternehmer oftmals am Scheitern des Betriebs beteiligt. Unzureichende Kenntnisse des Marktes, der wichtigen Bereiche Controlling und Marketing, sind hier zu nennen. Vielfach gründen technisch versierte Fachleute, die jedoch zu geringe kaufmännische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse mitbringen. Aus diesem Grund ist das Unternehmen nahezu zum Scheitern verurteilt. Denn bei geringen betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Kenntnissen kommt es sehr oft zu teils massiven Fehlentscheidungen.
Ein weiterer wichtiger Punkt für das Scheitern junger Unternehmen sind zu geringe Finanzierungsmöglichkeiten. Die Banken sind sehr sicherheitsorientiert, bewerten aber die Chancen des Unternehmens am Markt nicht. Auch im Falle einer Insolvenz werden die Insolvenzverwalter nicht genügend dazu gereizt, eine echte Sanierung durchzuführen.
Die Finanzierung: Möglichkeiten dem Scheitern entgegen zu wirken
Alleine bei der Finanzierung ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die Unternehmen vor dem Scheitern zu bewahren. Durchangemessene Kreditlinien, die nicht nur den Anfangsfinanzierungsbedarf abdecken, sondern auch unvorhergesehene Probleme, wie Schwankungen im Absatz oder Zahlungsausfälle von Kunden, decken, wäre es möglich, die Unternehmen zu stärken.
Eine andere Alternative ist es, die Kreditvergabe nicht nur anhand der Sicherheiten zu ermöglichen. Genauso sollten die Chancen des Unternehmens am Markt näher beleuchtet werden. Dadurch gelänge es, aussichtsreichen Unternehmen höhere Finanzierungen zu ermöglichen. Allerdings müssten dann Branchenkenner und nicht nur Kreditsachbearbeiter für die Kreditvergabe zuständig sein.
Weiterhin kommt Beteiligungskapital in Frage. Dieses kann deutlich höher ausfallen, als Bankkredite. Die Rückzahlung ist erfolgsabhängig. Aber auch die Nutzung von Kredittranchen, also mehreren kleinen Krediten, ist möglich. Der folgende Kredit wird dann immer erst gewährt, wenn ein bestimmter, vorher vereinbarter Meilenstein erreicht wurde.
Sanierung im Insolvenzverfahren als Ziel setzen
Die Sanierung soll im Insolvenzverfahren das eigentliche Ziel darstellen. Dennoch fehlen für Insolvenzverwalter die Anreize, kleine und junge Unternehmen zu sanieren. Verantwortlich dafür sind oft die fehlende Masse, die nicht einmal zur Abdeckung der Kosten des Insolvenzverfahrens ausreicht. Auch sind zu wenige wirklich fachlich versierte Insolvenzverwalter tätig. Die meisten kennen die Branche nicht und können deshalb die Chancen des Unternehmens nicht erkennen.
Die Abwicklung des Insolvenzverfahrens erfolgt oftmals über Rechtspfleger. Richter, deren Hauptaufgaben in völlig anderen Bereichen angesiedelt sind, werden auch am Insolvenzgericht, einer Unterabteilung der Amtsgerichte eingesetzt. Fachliche Kenntnisse fehlen hier ebenfalls.
Lesen Sie im nächsten Teil der Serie mehr zu den Problemen auf den Absatzmärkten junger Unternehmen.
Quelle für diese Serie: Studie "Ursachen für das Scheitern junger Unternehmen in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens" im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
Quelle:
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