Unternehmensgründungen sind der Motor der Wirtschaft

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Eine Existenzgründung in der heutigen Zeit ist sicherlich alles andere als einfach. Dennoch sind möglichst viele und innovative Gründungen möglich. In Zeiten, in denen die Großunternehmen auf sich aufmerksam machen, weil sie Tausende von Stellen streichen, können Gründungen dem entgegen wirken. Der Vorteil bei Gründungen ist es, dass die Gründerinnen und Gründer sich auf Ideen und Produkte spezialisieren, die deutlich weiter entwickelt sind, als diejenigen, die derzeit auf dem Markt sind.

Dadurch wird die Konkurrenz angespornt, ebenfalls in neue Ideen, Technologien und Produkte zu investieren, um so am Markt auch weiterhin bestehen zu können. Somit sorgen die Gründerinnen und Gründer dafür, dass eine stetige Weiterentwicklung in der Wirtschaft gewährleistet wird. Doch damit nicht genug.

Jobmotor Existenzgründung

Durch neue und innovative Unternehmensgründungen entstehen auch zahlreiche neue Arbeitsplätze. Den massiven Stellenabbau der Großunternehmen können viele kleine Gründungen zumindest zum Teil wieder auffangen. Die KfW hat alleine für 2007 insgesamt 450.000 neue Arbeitsplätze durch Gründungen errechnet.

Dabei gilt die Faustregel: Je innovativer das Unternehmen, je stärker technologiebasiert, desto höher die Anzahl der Mitarbeiter. Bei Gründungen in der Industrie gab es im Schnitt 2,3 bei Gründern der Dienstleistungsbranche 2,7 Mal so viele Arbeitsplätze, die zusätzlich entstanden sind, wie bei herkömmlichen Gründungen. Auch der Hightech-Fonds, der sich vor allem für Technologiegründer einsetzt, kann diesen Trend bestätigen. Insgesamt 115 Gründerinnen und Gründer wurden finanziell unterstützt und konnten mittlerweile 1.000neue Arbeitsplätze schaffen.

Wissenstransfer von Unis zur Wirtschaft

Ebenfalls sorgen Gründerinnen und Gründer oft für einen Wissenstransfer. Werden an den Universitäten zukunftsweisende Technologien entwickelt, bleiben diese oft in den Schubladen liegen und verstauben dort. Grund sind fehlende Partner in der Wirtschaft, die die Technologie weiter entwickeln würden. Oft passt die Technologie nicht in das eigene Konzept oder es wird aus Eitelkeit abgelehnt, weil es nicht aus dem eigenen Hause stammt. Hier ist die Rede vom „Not invented here"-Syndrom.

Vielfach bleibt den Forschern dann kaum eine andere Wahl, als selbst ein Unternehmen zu gründen, um die Forschungsergebnisse in die Wirtschaft zu übertragen. So gibt es in einigen Bereichen, wie der Biotechnologie oder im Multimedia-Sektor etwa nur dann Fortschritte, wenn gegründet wird. Die Gründer übernehmen ihre Kenntnisse aus Forschungen und können somit den gesamten Markt revolutionieren. Allerdings standen auch viele Gründer gerade zu Beginn ihrer Tätigkeit oft kurz vor der Insolvenz. Langfristig konnten sie sich am Markt jedoch erfolgreich etablieren. Auch in Deutschland sind Gründungen wichtig, weshalb der Staat zahlreiche Fördermittel bietet, wie das „Gründercoaching Deutschland".
 

Quelle:
Venture Capital Magazin 10/2008, S. 6 - 8

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