Studie stellt Wege gegen Fachkräftemangel vor

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Zukunftsprognosen zum Fachkräftebedarf sagen den nächsten 15 Jahren einen Mangel an rund 6,5 Millionen Arbeitskräften, davon 2,4 Millionen aus dem akademischen Bereich, voraus. Grund genug für McKinsey & Company, eine Studie zu initiieren, die sich umfassend mit diesem Thema auseinander setzt. „Wettbewerbsfaktor Fachkräfte – Strategien für Deutschlands Unternehmen“ lautet der Titel der Abhandlung, die deutlich belegte, dass man durch eine präventive Umstrukturierung im Firmenprofil vor Fachkräftemangel der Zukunft keine Angst zu haben braucht.

Ressourcen sinnvoll nutzen und ausschöpfen

Die Ergebnisse der McKinsey Studie zur Vorbeugung des zukünftigen Fachkräftemangels stärkt ganz eindeutig die Position bisher eher benachteiligter Arbeitnehmergruppen. Frauen und Mitarbeiter älteren Jahrgangs wird es freuen. Denn sie sind laut McKinsey ein oftmals verkanntes Potenzial.

Deshalb muss es Ziel einer zukunftsvisionären Firmenphilosophie sein, Chancengleichheit innerhalb der Betriebe zu fördern. Teilzeitjobs ausbauen, ist laut McKinsey ein erster Weg, dieses Arbeitskraftpotenzial durch die Schaffung neuer Vollzeitarbeitsplätze zu erschließen. Zwei Millionen qualifizierte Arbeitnehmerinnen können somit zur Vermeidung des Fachkräftemangels beitragen.

Auch Arbeitnehmer 55+ gehören laut McKinsey nicht zum alten Eisen. Frühe Verrentung muss nicht sein, denn durch sie geht Fachkräftepotenzial ungenutzt verloren. Stattdessen ist das Ziel eine präzise Gesundheitsfürsorge. Dadurch lassen sich nicht nur Ausfallzeiten reduzieren, sondern ältere und erfahre Arbeitnehmer halten. Weitere 1,2 Millionen qualifizierte Berufstätige stehen so langfristig zur Verfügung.

Kooperation zwischen Betrieben als wirkungsvolle Strategie

Selbstverständlich ist die Erschließung des Arbeitskräftepotenzials bei den Frauen und älteren Arbeitnehmern ein erster Schritt gegen den Fachkräftemangel. Dieser alleine wird aber kaum ausreichen, wie auch McKinsey weiß. Deshalb müssen weiterführende Strukturveränderungen vollzogen werden.

Einen Lösungsansatz sieht man in der Stärkung von Standorten und der kooperativen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, die durchaus auch branchenübergreifend agieren können. So kann ein Betrieb unabhängig von seiner Größe und seiner strukturellen Beschaffenheit interne Veränderungen nachhaltig umsetzen.

Ansatzweise wird dies bereits in Projekten der Regionalentwicklung praktiziert. Die Stadt Dortmund unterhält bereits intensive Kooperationen mit Unternehmen am Standort und darin eingebettet schafften es die Beteiligten, dem Fachkräftemangel wirkungsvoll entgegen zu treten. Arbeitsplätze wurden gesichert und sogar neue geschaffen.

Flexible Unternehmensstruktur gegen Fachkräftemangel

Auch wenn die genannten Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel großen Erfolg versprechen, so sollten Unternehmen auf eine flexible Organisation umsatteln. Konkret muss in manchen Bereichen der Fachkräftebedarf gesenkt werden. Erreicht werden kann dies durch die Bündelung von Aufgaben in einem Dienstleistungszentrum. So können Fachkräfte an einem Standort mit Besetzungsschwierigkeiten gespart werden, indem man diese Dienstleistung auslagert. Im Resultat bleiben der Standort und andere Arbeitsplätze sicher.

Quelle:
McKinsey

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