SEPA: Die Reform des europäischen Geldtransfers
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SEPA ist der Fachbegriff für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Ziel des SEPA sind einheitliche Standards für den Zahlungsverkehr innerhalb der Europäischen Union. In der Folge laufen Überweisungen oder Lastschriften im innerdeutschen Raum dann nach den gleichen Regeln ab, wie bei internationalen Geldtransfers.
SEPA und seine übergeordneten Ziele
SEPA ist eine Idee der Europäischen Kommission, die im Dezember 2010 erstmals thematisiert wurde. Dabei steht nicht der Gedanke einer Vereinheitlichung des europainternen Zahlungsverkehrs im Zentrum, sondern deren Vereinfachung. Bislang existieren nämlich nationale und internationale Zahlungsverkehrsarten nebeneinander, was das gesamte System nicht nur verkompliziert, sondern auch kostspielig macht. Dies soll sich nach Vorstellung der Europäischen Kommission zukünftig ändern.
Selbstverständlich spielt bei dieser Überlegung der finanzielle Faktor eine entscheidende Rolle. Dass aktuell Unterschiede beim nationalen und internationalen Geldtransfer existieren, bedeutet für die Geldwirtschaft, dass sie auf beide Varianten optimal abgestimmt sein muss. Auch für den Kunden erhofft sich die EU eine Vereinfachung des Systems, denn mit Eintritt der SEPA Gültigkeit müssen sie fortan nur noch eine Bankverbindung für nationale wie auch internationale Überweisungen und Lastschriften bereit halten.
Aber natürlich gibt es noch ein weitaus abstrakteres Ziel, welches SEPA verfolgen soll. Denn europäische Einheit kann nicht ganzheitlich umgesetzt werden, wenn die einzelnen Nationen in gewissen Sparten frei regeln können. Vor diesem Hintergrund erscheint es als logische Konsequenz, dass nach Einführung einer einheitlichen Währung nun auch die Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs folgt.
Die konkreten Veränderungen
Womit muss man in Deutschland nach der Umsetzung der SEPA Vorhaben rechnen? Grundsätzlich mit einer kompletten Abschaffung der bisherigen nationalen Zahlungspraxis.
Dabei betont die Bundesregierung rigoros, dass die nationalen Bankkunden keine Verschlechterung hinnehmen müssen. Zusätzliche Kosten dürfen für die Bankkunden nach der SEPA Umstellung nicht entstehen. Außerdem streben die politischen Verantwortlichen in Deutschland an, dass „alte“ Kontodaten weiterhin Bestand haben und lediglich SEPA-konform umgerüstet werden.
Bedeutung für den Kunden
SEPA wird niemals ohne Auswirkungen auf den Kunden eingeführt werden können. Die bislang aus der Auslandsüberweisung bekanten IBAN und BIC halten folglich Einzug auch in das nationale Geldgeschäft und sind innerhalb der EU gültig. Im Resultat werden die Bankdaten länger, da sie Komponenten, wie nationale Länderkennungen beinhalten. Konkret muss sich auf die Kennung DE, bisherige Kontonummer und Bankleitzahl sowie eine zusätzliche zweistellige Ziffer eingestellt werden.
Damit bei aller EU-Konformität der deutsche Bankkunde nicht auf der Strecke bleibt, wurde ein Deutscher SEPA-Rat von der Bundesregierung initiiert. Ihm obliegt die Aufgabe, die Interessenswahrung aller Beteiligten im Auge zu behalten.
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