Probleme erkennen und konsequent handeln

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In Unternehmen kommt es mit Mitarbeitern von Zeit zu Zeit zu Problemen. Diese können sich unterschiedlich äußern, je nachdem, was passiert ist. Doch gerade, wenn Mitarbeiter wegen wiederholter Krankheit, Verspätungen oder einer Minderleistung stets auffallen, dann ist es an der Zeit, ein offenes Gespräch mit dem Mitarbeiter zu führen.

Dabei gilt, dass ein kritisches Mitarbeitergespräch gründlich vorbereitet werden sollte. Ein passender Termin und Ort sind zu finden. Ebenfalls sollte dem Mitarbeiter das Gespräch bereits mit Nennung des Grundes dafür bekannt gegeben werden. Denn so hat er auch eine Chance, sich darauf vorzubereiten.

Die Vorbereitung des Gespräches

Zunächst einmal muss die Führungskraft das Problem identifizieren und nach dessen Kern suchen. Danach folgt die klare Definition des Problems. Hier hilft es, Fragen zu stellen und sich daraus einen Gesprächsleitfaden zu entwickeln. Dabei sollten die Aufgaben des Mitarbeiters betrachtet werden sowie dessen Verhalten. Auch seit wann das Problem entsteht, ist entscheidend. Ebenfalls sollten mögliche Gründe für die Entstehung gefunden werden. Wichtig ist, die Kritik nicht auf den Menschen zu übertragen, sondern auf dessen Arbeit.

Danach können Ziele definiert werden, die vom Mitarbeiter erwartet werden. Eine Änderung des Verhaltens etwa bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sollte diese Veränderung nicht stattfinden, sind ebenfalls Konsequenzen festzulegen. Sie sollten zum einen nach dem Zeitpunkt und zum anderen nach der Art der Konsequenz festgelegt werden.

Das Gespräch

Im Gespräch selbst sollten Vorgesetzte darauf achten, das Wissen aus Feedback-Gesprächen zu nutzen. So wirken positive und wertschätzende Formulierungen anregend für das Gespräch. Sinnvoll ist es auch, dem Mitarbeiter Fragen zu stellen, etwa ob er ein Problem sieht, seit wann es besteht und worin die Gründe dafür liegen.

Nachdem man eine gemeinsame Basis gefunden und das Problem gemeinsam definiert hat, sollten nur die möglichen Lösungsansätze diskutiert werden. Wünsche können formuliert werden, mit einem klaren Zeitfenster. Und auch die Konsequenzen sollten dargestellt werden, sie sollen keine Bedrohung darstellen, aber klar machen, dass die Situation ernst ist.

Alle Ergebnisse des kritischen Mitarbeitergesprächs sollten zudem schriftlich festgehalten werden, um bei späteren Gesprächen oder etwaigen Konsequenzen darauf zurückgreifen zu können.
 

Quelle:
Pro Firma 06/2009, S. 76 - 79

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