Personalsuche mit viel Aufwand und wenig Ergebnis

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Teil 1 von 3 aus der Serie:
Abenteuer Arbeitsamt


Haben Sie schon einmal versucht, mithilfe des Arbeitgeberservices der Arbeitsagentur eine Stelle zu besetzen? Wenn Sie zu viel Zeit übrig haben, sollten Sie das einmal ausprobieren – es könnte sein, dass Sie sich amüsieren werden… Wir haben es für Sie getestet und dabei leider nicht besonders viele gute Erfahrungen gemacht.

Von der schwierigen Suche nach einem Onlineredakteur

Das Gründerlexikon war (und ist immer noch) auf der Suche nach einem Onlineredakteur. Welch‘ Überraschung: Fachwissen im wirtschaftlichen und unternehmerischen Umfeld sollte er mitbringen. 

Der erste Kontakt

Der erste Kontakt mit dem Mitarbeiter der Arbeitsagentur war schon nicht zufriedenstellend. Der zuständige Mitarbeiter hatte offensichtlich keinerlei Ahnung davon, was ein Onlineredakteur können sollte, zeigte sich noch dazu belehrungsresistent und wollte uns schließlich auch noch etwas Falsches einreden. 

Hilfestellung: Gleich Null! Ganz im Gegenteil: Wenn man vielleicht noch nicht zu 100% weiß, welches Profil man genau sucht, ist man hier an der falschen Adresse. Statt einer hilfreichen Beratung erhält man höchstens noch ein paar blöde Kommentare, weil man in den Augen der ARGE-Mitarbeiter zu wenig bezahlen möchte.

Keine direkte Vermittlung

Nachdem die Ausschreibung endlich aufgesetzt war, machte man sich fleißig an die Vermittlung „geeigneter“ Kandidaten. Die direkten Vermittlungsvorschläge der Arbeitsagentur konnte man aufgrund mangelnder Eignung getrost ignorieren. Die einzigen tatsächlich brauchbaren Bewerbungen kamen über das Onlineportal herein und auch das nur, nachdem wir diese auf eigene Faust in externen Jobbörsen verbreiten ließen. 
 
Im Endeffekt erhielten wir auf diese Art und Weise stolze 20 Bewerbungen, die jedoch jegliche Qualifikation vermissen ließen. Scheinbar konnten die Bewerber noch nicht einmal lesen, sonst hätten sie sich die Bewerbung auf unsere Ausschreibung gleich sparen können.

Null Prozent Ergebnis, 100 Prozent Nerverei

Die „Zusammenarbeit“ mit dem Arbeitsamt hat uns nun letzten Endes nichts gebracht außer Ärger, Zeitverlust und jeder Menge zusätzlicher Arbeit
  • unnötige Post (z. B. für Kontobestätigung)
  • unflexible Mitarbeiter
  • schlechte Usability des Online-Stellenmarkts der Arbeitsagentur
  • unübersichtliche Bedienung
  • Schwierigkeiten bei der beruflichen Eingruppierung, da Onlineredakteur kein Ausbildungsberuf ist

„Wolle arbeite, bewerbe?!“

Auch ich persönlich durfte bereits meine Erfahrungen mit dem Personalservice der ARGE machen. Das Aufgeben der Stellenanzeige fiel mir vergleichsweise leicht, weil ich „nur“ eine Reinigungskraft einstellen wollte und ich aufgrund meiner früheren Tätigkeit als Personalreferentin mit dem Prozedere der Stellenausschreibung schon vertraut war. In meiner Ausschreibung gab ich an, dass ich ausschließlich schriftliche oder Email-Bewerbungen wünschte und Deutschkenntnisse voraussetzte. Schon zwei Tage später erhielt ich die ersten Vermittlungsvorschläge per Post und war überrascht, dass es doch so schnell gehen sollte. 
 
Doch die Ernüchterung kam einen Tag später. Es klingelte an der Türe und dort stand eine Dame, die mich mit den Worten „Wolle arbeite, bewerbe?!“ empfing. Auf meine Frage, wo ihre schriftliche Bewerbung sei, sah sie mich nur mit verständnislosen Augen an. So und ähnlich ging es in den nächsten Tagen weiter (die Krönung war eine Frau, die nur in Anwesenheit ihres Mannes hätte arbeiten können, der dann für sie gedolmetscht hätte). Nach fünf Tagen gab ich auf und teilte der Arbeitsagentur mit, dass die Ausschreibung sofort gelöscht werden sollte. Die Besuche blieben noch für einige Tage. Es kam dann letztendlich gar nicht zu einer Stellenbesetzung.

Fazit

Sicherlich kann man durch die Arbeitsagentur auch tatsächlich Stellen besetzen – doch in der Praxis herrschen meist Chaos, Ahnungslosigkeit und Desinteresse vor. Wir finden die Arbeit der Arbeitsagentur in diesem Bereich schlicht mangelhaft und mehr als „ausbaufähig“.

Aussicht

In der nächsten Zeit werden wir Sie noch häufiger mit „Geschichten“ aus dem Leben mit der Arbeitsagentur erfreuen – wir vom Gründerlexikon haben schon so einiges erlebt. Wenn Sie derweilen regelmäßig neue Geschichten vom Arbeitsamt lesen möchten, können Sie dies bei arbeitslosengeld-2.de tun. 


Quelle:
Eigene Erfahrungen

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