Paypal erfindet sich neu

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Der Bezahldienst des Online-Auktionshauses Ebay erfindet sich in diesen Tagen völlig neu. Man will, ebenso, wie andere Vorreiter aus dem Online-Bereich, nun auch im Offline-Bereich tätig werden. Ziel ist es, ein Bezahlsystem zu entwickeln, das genauso im stationären Handel eingesetzt werden könne.

Künftig bezahlen via Paypal

Erste Pläne von Paypal sind in diesen Tagen verlautet. So soll es künftig möglich sein, dass QR-Codes oder Barcodes vom Smartphone eingelesen werden können. Die Bezahlung erfolgt dann über eine Paypal-App. Dabei verspricht Paypal, dass es nicht nötig sei, eine Online-Verbindung aufzubauen, um den Bezahlvorgang abzuschließen.

Ebenfalls könnten die Kunden via NFC-Chips bezahlen. Zwar hieß es noch im Juli seitens Paypal, dass man an der Zukunftsfähigkeit der kleinen Funk-Chips zweifle, doch den Ausschlag gaben wohl Ankündigungen anderer Netzbetreiber. Die drei größten deutschen Netzbetreiber Vodafone, Telekom und O2 gaben nämlich bekannt, dass sie das eigene Zahlsystem vollständig überarbeiten wollen. Dabei wollen alle drei Netzbetreiber zum großen Teil auf NFC-Chips setzen.

Doch nicht nur Smartphone Besitzer sollen künftig vor Ort mittels Paypal zahlen können. Wer ein älteres Mobiltelefon besitzt, könne genauso durch die Eingabe einer PIN oder der Telefonnummer bezahlen, heißt es. Überdies will Paypal eigene Bezahlkarten auf den Markt bringen. Sie sollen allerdings bankenunabhängig sein und es soll auch keine Kontonummer auf sie aufgedruckt werden. Dafür sollten die Karten aber problemlos mit den im Handel schon weit verbreiteten Terminals kompatibel sein.

Unklar bleibt indes, welche Kosten den Händlern und Kunden für die örtliche Bezahlung mittels Paypal entstehen werden. Zwar müssen keine zusätzlichen Geräte und Dienste beschafft werden, doch die Kosten pro Transaktion könnten das Vorhaben noch zum Kippen bringen.

Online und offline verbinden: So geht’s

Ebenfalls haben Paypal und Ebay in den letzten Monaten verschiedene Dienste aufgekauft, darunter das Preisvergleichs- und Warenverfügbarkeits-Portal Milo.com, sowie den Geodatendienst Where. Diese beiden Dienste will Paypal jetzt nutzen, um seinen Kunden auch mobil Informationen zu Preisen und Verfügbarkeit einzelner Produkte in den Geschäften vor Ort zukommen zu lassen. Damit soll sich zudem ein neuer Weg für die Händler vor Ort ergeben, der es ermöglicht, die Kunden zu erreichen.

Schon bei der Übernahme der beiden Dienste war geplant, das Geschäft nicht mehr nur online zu betreiben, sondern auch offline präsenter zu werden.

Quellen:
CRN.de
Heise.de

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