Mögliche Lösungswege: Lagerkosten gering halten und Kunden zufriedenstellen

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In der Praxis hat der Einzelhandel nun ein Problem: Er kann zwar seine Lagerkosten niedrig halten, allerdings verliert er Kunden, beispielsweise an Onlineshops, aber auch an andere Einzelhändler, weil er die gewünschten Artikel nicht zur Verfügung stellen kann. Eine Studie des Harvard Business Manager vom August 2004 hat diesen deutlich zum Ausdruck gebracht. Wenn in einem Geschäft ein Artikel nicht verfügbar ist, verzichten 9 Prozent der Kunden auf den Kauf und 31 Prozent kaufen den Artikel dann in einem anderen Geschäft. Nur 15 Prozent der befragten Konsumenten ziehen es in Erwägung, den Kauf auf später zu verschieben. 

Dies zeigt eindringlich, dass es die Kunden nicht gewöhnt sind, sich in Geduld üben zu müssen. Aufgrund der übersättigten Märkte sind sie stattdessen daran gewöhnt, immer alles sofort zu bekommen. Wenn dies nicht der Fall ist, verzeihen sie dies nicht leicht. Immer mehr Menschen wandern daher zu Onlineshops ab, da sie im Internet mehr oder weniger alle Artikel bestellen können (wenn auch nicht immer im selben Shop).

Lagerbestände optimieren

Die Einzelhändler sollten dafür sorgen, dass auch saisonal die jeweils benötigten Artikel verfügbar sind. Sie könnten ihre Lagerbestände dahingehend optimieren, dass sie wenigstens eine kleine Auswahl an entsprechenden Artikeln im Sortiment führen, beispielsweise die besagten Winterstiefel im Winter. Es würde bereits reichen, nur wenige verschiedene Produkte bereitzuhalten. Dies würde die Lagerkennzahlen zwar minimal negativ beeinflussen, könnte aber unter Umständen die Kundenbindung enorm erhöhen. Immerhin wissen die Kunden es in der Regel zu schätzen, wenn sie in einem Geschäft das bekommen, was in allen anderen fehlt. 

Just in Time – eine Lösung für den Einzelhandel?

Der Einzelhandel könnte auch in Erwägung ziehen, das Just-in-Time-Verfahren zu nutzen. Dadurch würden die Lagerbestände sinken, da nur noch wenige Waren wirklich auf Lager gelegt würden, sondern regelmäßig nachbestellt werden würden. Allerdings ergibt sich durch Just in Time im Einzelhandel die Problematik, dass unter Umständen eine regelmäßige Versorgung des Geschäfts mit Waren nicht mehr möglich ist. Dadurch könnten weitere Kunden verloren gehen. Daher dürfte Just in Time auch nicht die Lösung für die Problematik des Einzelhandels sein.

Optimale Ausnutzung des vorhandenen Lagerraums

Abhilfe könnte unter Umständen eine effizientere Nutzung des vorhandenen Lagerraums schaffen. Hierfür können beispielsweise spezielle Regal- und Lagersysteme implementiert werden, die eine kosten- und zeitsparende sowie sinnvolle Aufbewahrung ermöglichen. Dadurch kann es auch möglich werden, dass weitere Warengruppen in das Repertoire aufgenommen werden.

Quelle:
Eigene Erfahrungen

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Über den Autor Xing_icon

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  • Sabine Hutter
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