Kunden im Focus der Guerilla

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»Guerillas verkaufen an Individuen. Sie möchten ihre Produkte an bestimmte Personen verkaufen - Kunde für Kunde. Ihr Marketing ist persönlich, maßgeschneidert und sehr werbewirksam.«

So beschreibt Jay Conrad Levinson im Guerilla Marketing Handbuch eines der nach meiner Meinung wichtigsten Merkmale dieser leider noch immer zu wenig beachteten Marketingsstrategie.

Ursprüngliches Guerillamarketings setzt Botschaften kreativ und oft mit einfachsten Mittel um. Eine Kernaussage ist: Triff den Kunden dort mit deiner Botschaft, wo er es am wenigsten erwartet. Viele heute als 'Guerilla- Marketing' bezeichnete Kampagnen, ist in Wirklichkeit kein Guerilla-Marketing, da ihnen entscheidende Merkmale fehlen. So wurde die Einführung des neuen 'Mini' als eine Großtat des Guerilla-Marketing bezeichnet. War es eine Guerilla-Marketing-Kampagne? Kreativ war sie sicher, aber hat man sie mit einfachsten Mitteln umgesetzt?

Ideal für Unternehmen mit kleinem Werbebudget

Beim 'Guerilla-Marketing' wird oft übersehen, dass gerade diese Art von Marketing größtmögliche Wirkung mit minimalem monetärem Einsatz verbindet. Was zählt, ist nicht ein großer Werbeetat, sondern vor allem pfiffige Ideen, die sich leicht umsetzen lassen, den Kunden direkt erreichen und (möglichst) nichts kosten.

Wie so oft, spielt auch bei dieser Art des Marketing die USA eine Vorreiterrolle, aber auch in Europa setzt das 'Guerilla'-Prinzip immer mehr durch.

Heilsarmee

Eine Aktion, die alle Merkmale einer wirklich rundum gelungenene Aktion zeigt, fand ich vor einiger Zeit bei guerilla-marketing.com. Bei dieser Kampagne für die Heilsarmee wurde Guerilla Marketing in seiner ursprünglichen Definition betrieben: Maximale Wirkung bei minimalen Kosten. Freiwillige waren in Portland (USA) unterwegs und benutzten schmutzige Autoscheiben, Badezimmerspiegel, Schaufenster, u. s. w. für ihre Werbebotschaft: Logo und Website der Heilsarmee verbunden mit einem Spendenaufruf. Die Message ist klar: Die Heilsarmee verwendet Spendengelder ausschließlich zur Hilfe Bedürftiger - nicht für Marketingmaßnahmen.

Solche Aktionen sollten nicht unbedingt kopiert werden, man kann sie aber - auf seine speziellen Bedürfnisse angepasst - durchaus variieren. Ein Slogan, mit Kreide auf den Bürgersteig geschrieben (Vorsicht: Nicht alle Ordnungsämter tolerieren das!) oder die selektive Reinigung einer Fußgängerzone mittels Negativschablone und Kaltreiniger findet sicher auch sein Publikum. Der Fantasie sind da kaum (s. o.) Grenzen gesetzt.

Auf eine sehr witzige Aktion möchte ich zum Schluss noch hinweisen: Suchen Sie bei YouTube einmal unter Buchmesse und Eichborn-Verlag oder klicken Sie hier. Es lohnt!

Quelle:
Eigene Erfahrungen

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