Kosten für die Beauftragung eines Inkasso Unternehmens
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Die allgemeine Zahlungsmoral in Deutschland sinkt seit einigen Jahren stetig. Dabei sind keine Unterschiede zwischen privaten Haushalten, öffentlichen Stellen und privaten Unternehmen zu finden. Die Überschreitung von Zahlungszielen liegt dabei mittlerweile regelmäßig über 90 Tagen. Gläubiger sollten jedoch gar nicht so lange warten, sondern bereits auf kurzfristige Überschreitungen reagieren. Insbesondere Existenzgründer müssen ein effizientes Forderungsmanagement betreiben, um die eigene Liquidität nicht zu gefährden.
Im Bereich des Inkassos gibt es dabei verschiedene Möglichkeiten. Einerseits können eigene Mitarbeiter mit dem Inkasso beauftragt werden, andererseits Inkasso Unternehmen, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Auch ein Anwalt kann mit dem Inkasso beauftragt werden. Welche Variante die beste ist, kann nicht zu 100 Prozent gesagt werden.
Inkasso durch Inkasso Unternehmen
Die Inkasso Unternehmen erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit bei Gewerbetreibenden, Existenzgründern und Freiberuflern. Sie bieten ihre Dienste mittlerweile auch schon ohne Mitgliedschaften zu günstigen Preisen an. Die Inkasso Unternehmen haben einen deutlichen Vorteil gegenüber dem firmeninternen Forderungseinzug: Sie wissen um die psychologische Wirkung, die ein Brief von ihnen beim Schuldner auslöst. Ebenfalls können sie oft auf umfangreiche Datenbanken zurückgreifen, die Erkenntnisse über die Schuldner beinhalten.
Natürlich fallen auch für die Dienste der Inkasso Unternehmen Kosten an. In der Regel werden diese automatisch der eingezogenen Forderung hinzugerechnet. Sie sind zunächst einmal vom Schuldner zu tragen. Es kann bei langwierigen Verfahren jedoch auch der Gläubiger verpflichtet sein, die Kosten für das Inkasso Unternehmen erst einmal selbst zu tragen. Das Inkasso Unternehmen wird jedoch bemüht sein, diese Kosten beim Schuldner einzutreiben.
Nachteile eines Inkasso Unternehmens
Ein großes Problem, das viele Gründer und auch erfahrene Unternehmer nicht kennen, ist die Erstattungsfähigkeit der Kosten. Wird ein Inkasso Unternehmen beauftragt, hat der Schuldner dessen Kosten grundsätzlich zu tragen. Bestreitet er jedoch die Forderung, muss ein gerichtliches Mahnverfahren über den Anwalt eingeleitet werden.
Ist dies der Fall, so ist der Schuldner nicht mehr verpflichtet, die Kosten für das Inkasso Unternehmen zu tragen, sondern muss lediglich, sofern die Forderung durchgesetzt werden kann, die Kosten für den Anwalt tragen. Ein entsprechendes Grundsatzurteil stammt bereits aus den 1990er Jahren. Wenn also Unternehmen befürchten, dass ein Inkasso Unternehmen die Forderungen nicht beitreiben kann, sollte sofort ein Anwalt eingeschaltet werden, um nicht auf den anfallenden Kosten sitzen zu bleiben.
Quellen:
Inkasso-AnwaltRechtsanwälte Beuther
VNR
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Lexikon
- Kosten
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Magazin
- Worauf bei Inkasso-Unternehmen zu achten ist
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kommentiert von Gast am 15. September 2010
Danke für den schönen Artikel. Eine direkte Beauftragung eines Anwaltes ist auch dann geboten, wenn ohnehin mit Einwendungen des Schuldners zu rechnen ist. Die Einleitung eines Mahnverfahrens ist in diesem Fall ein wahrscheinlicher Zeitverlust, da nach einem Widerspruch des Schuldners die Forderung im streitigen Verfahren zu begründen ist. Die unmittelbare Klageerhebung ist da meist der bessere Weg.
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kommentiert von Gast am 21. September 2010
Dies ist wirklich ein aufschlussreicher Artikel, der nicht nur Nachteile von Inkassounternehmen, sondern auch deren Vorteile objektiv betrachtet. Aufgrund der steigenden Anzahl an Firmen- und Privatinsolvenzen ist der Forderungsausfall für viele Unternehmen ein wichtiges Thema geworden. Die Kosten für die Beauftragung eines Inkassounternehmens sind immer abzuwiegen, wie hoch die Kosten sind, die ein Unternehmen intern einspart und sich aufgrund seiner Kompetenz auf sein "wirkliches" Geschäft konzentrieren kann. Inkassounternehmen sind Profis auf ihrem Gebiet.
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